Es gibt mehrere Neuses - Holzeinschlagsunternehmen hat sich geografisch vertan und im falschen Wald die Bäume gefällt Bereits jetzt Gratisholz für kalte Jahreszeit sichern

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Klaus T. Mende
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40 Festmeter bestes Eichen- und Buchenholz hat ein Holzeinschlagsunternehmen irrtümlich im falschen Neuses gefällt. Nachdem der Schaden inzwischen behoben ist, haben Bürger aus der Gesamtgemeinde Igersheim nun die Gelegenheit, 0,5 Ster gratis zu erhalten. Wer Interesse hat, kann sich ab sofort bei Förster Klemens Aubele melden.

© Klaus T. Mende

Igersheim/Neuses. Des einen Freud', des ander'n Leid: Von der geografischen Unkenntnis der Beschäftigten eines Holzeinschlagsunternehmens profitiert nun die Igersheimer Bürgerschaft. Denn Interessierte haben die seltene Gelegenheit, schon jetzt für den kommenden Winter vorzusorgen und sich einen Brennzholzvorrat zuzulegen. Und das Beste: Sie zahlen dafür nichts.

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Und wie kommt's zu diesem besonderen Präsent? Besagte Firma ist in weiten Teilen Deutschlands damit beschäftigt, qualitativ hochwertige Bäume zu fällen, deren Holz in der Möbel verarbeitenden Industrie Verwendung findet. In den letzten Tagen hatte ein Trupp nun den Auftrag, in Neuses 500 Festmeter bestes Eichen- und Buchenholz einzuschlagen, aus dem Wald zu holen und es für den Abtransport vorzubereiten. Gemeint war aber nicht jenes Neuses bei Igersheim, sondern der gleichnamige Ort nahe Burgoberbach/Landkreis Ansbach.

Die gut ein Dutzend Sägen waren bereits einige Zeit in Betrieb, bevor ein Mitarbeiter des Unternehmens den Lapsus bemerkte - rechtzeitig genug, um den allergrößten Schaden noch abzuwenden. Doch immerhin 40 Festmeter waren bereits gefällt. Jetzt war, in Absprache mit Kommune und Forstdirektion, schnelles Handeln erforderlich, um das "geerntete" Holz einem vernünftigen Zweck zuzuführen. Die verursachende Firma erklärte sich spontan und ausgesprochen unbürokratisch dazu bereit, für den entstandenen Schaden aufzukommen, und verzichtete gleichzeitig darauf, die "erlegten" Stämme selbst mitzunehmen.

Nun war zudem guter Rat gefragt, was mit den insgesamt 40 Festmetern denn geschehen sollte. Und der stellte sich schließlich nicht als teuer, sondern als gratis heraus. Die Verantwortlichen haben sich nämlich dazu entschlossen, das Holz in Höchstmengen von maximal einem halben Ster umsonst an die Einwohner der Gesamtgemeinde Igersheim abzugeben.