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Gesangswettbewerb „Debut“

Die Herzen der Zuhörer erreicht

Anastasia Mihnovets tritt in Weikersheim auf

Von 
ferö
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Einfühlsam begleitet von der Pianistin Doriana Tchakarova beeindruckte Sopranistin Anastasia Mihnovets aus Minsk (Belarus) mit vier solistischen Gesangsstücken. © Felix Röttger

Weikersheim. Ihre Nervosität gut im Zaum hielt Sopranistin Anastasia Mihnovets bei der öffentlichen Qualifikationsrunde vom „Debut“-Klassik-Gesangswettbewerb im Gewehrhaus der Musikakademie Schloss Weikersheim.

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Ob sie das Semifinale und dann die Finalrunde beim Galakonzert erreichen kann, entscheidet eine Jury unter Vorsitz der schwedischen Hofsängerin Anna Larsson. Dies wird mit Spannung erwartet.

Von sich erzählt

Die Herzen der Zuhörer erreichte die Sopranistin jedenfalls, weil sie spürbar etwas von dem Komponisten, seinem Werk und von sich selbst zu erzählen verstand. Zuerst sang sie, begleitet von der Pianistin Doriana Tchakarova, das Lied „Cäcilie“ von Richard Strauss.

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Die Bodenhaftung verlor sie auch nicht beim expressiven Lied „Wie Sankt Franciscus schweb’ ich in der Luft“ von Paul Hindemith. Kontrastreich gefiel ihr lyrischer Sopran mit einer Kostprobe aus „Rusalka“, der erfolgreichsten Oper von Antonín Dvorák. Als krönender Abschluss hatte Anastasia die Juwelenarie aus der Oper „Faust“ von Gounod ausgewählt. Hinter der am „National Academic Opera and Ballet Theatre of the Republic of Belarus“ beschäftigten Solistin lag eine strapaziöse Anreise.

Von ihrer Heimatstadt Minsk, der Hauptstadt der Republik Belarus, wäre Nürnberg als nächstgelegener Flughafen in der Nähe von Weikersheim theoretisch in rund zwei Stunden zu erreichen. Knapp 100 Kilometer hätte dann noch die Fahrtstrecke ins Taubertal betragen. Tatsächlich viel länger und deutlich komplizierter war Anastasia Mihnovets unterwegs.

Ein Visum musste beschafft werden, dann ging es in einer fünfstündigen Busfahrt von Minsk nach Vilnius, der Hauptstadt Litauens. Zehn Stunden musste sich die Sopranistin gedulden, bis ihr Flieger abhob und nach zwei Stunden Flugzeit in München landete.

Ein dort lebender Freund der Familie brachte sie dann in vier Stunden ins Taubertal. ferö

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