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Arbeitskreis „Ferien auf dem Land“

„Ankommen und Zuhause sein“

Nach Zwangspause gab es wieder einen Gästenachmittag

Von 
Inge Braune
Lesedauer: 
Aufbruch zur Flurfahrt mit Ulrich Lang (vorn mit Christel Nowak vom Weikersheimer Verkehrsamt). © Braune

Neubronn. Seit 1969 waren die Gästenachmittage für Gastgeber wie Kommunalvertreter eine feste Größe. Schon kurz nach seiner Gründung rief der Arbeitskreis „Ferien auf dem Land“ erstmals zum Gästeabend auf.

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Die Arbeitskreismitglieder aus Creglingen, Niederstetten, Röttingen, Weikersheim und den damals noch eigenständigen Orten ringsum waren Trendsetter, die gemeinsam den Gästen, die auf Höfen, in Privatpensionen und Gasthäusern ihr Feriendomizil aufschlugen, etwas bieten wollten. Weit und breit gab es noch keinen derartigen Zusammenschluss – ein echtes „Leuchtturmprojekt“, das bald auch bundesweit Nachahmer fand.

Gäste aus der ganzen Republik genossen in der Region Natur, Kultur, Gastronomie und freuten sich über freundliche Gastgeber, denen es nicht nur ums Geld ging. Aus Fremdenzimmern wurden Gästezimmer, beim Urlaub auf dem Bauernhof entstand manch langjährige Freundschaft, auch Ferienwohnungen boten „Familienanschluss“.

Ein Urlaubshighlight

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Veröffentlicht
Von
Jürgen Gruler
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Die Gästeabende, -nachmittage und -ehrungen, die der Arbeitskreis mal auf diesem, mal auf jenem Gemeindegebiet ausrichtete, entwickelten sich vor allem für Familien zum Urlaubshighlight: Unbesorgt durften Eltern ihre Kleinen toben lassen und derweil mit Vermietern und den Dörflern ins Gespräch kommen. Klingt fad? Ist’s nicht, auch nicht 2022.

Jetzt richtete der Arbeitskreis nach langer Corona-Zwangspause wieder einen Gästenachmittag aus, und auf dem Neubronner Georgshof tummelten sich vom frühen Nachmittag bis in die Abendstunden gut 70, 80 Gäste aller Altersstufen. Für Stadtkinder schlicht der Hit: beim Ponyreiten hoch zu Ross über die Streuobstwiese zu schweifen, die friedlich malmenden Kühe mit noch und noch und noch einer Schaufel voll Futter zu verwöhnen, den Häschen zuzuschauen und Hofkater Willi fast das Fell abzustreicheln. Dazu Stockbrot backen, Kuchen futtern, Kränzchen binden; und zwischendurch eine Rutsch-, Schaukel- oder Tischtennisrunde einlegen zu können oder lautstark einzustimmen in Volks- und Wanderlieder; und überhaupt. Wenn man sich dann, wie in Neubronn, auch noch vom Traktor hoch auf dem umgebauten Hänger über die Flur schaukeln lassen kann, liefert der Tag jede Menge Erzählstoff nicht nur für Schul- und Kindergartenfreunde.

Für drei Familien gab’s eine besondere Überraschung: Für ihre langjährige Treue zur Region wurden Familie Stoll, Familie Seiler und Familie Exss Sonne mit Urkunden und kleinen Geschenken belohnt. Stolls sind bereits zum zwölften Mal aus der Nähe von Bremen angereist, die Stuttgarter Familie Seiler verbringt derzeit zum 22. Mal ihren Urlaub in der Region und den Weg von Westfalen in die Tauber-Region hat Familie Exss Sonne heuer bereits zum 25. Mal zurückgelegt.

Was alle immer wieder ins Taubertal lockt? „Die Ruhe“, lobt ein älterer Feriengast, „die Natur“ ein anderer. Dass so viel hier zu sehen sei, rühmen andere. Und alle sind sich einig: Urlaub in Arbeitskreis-Gefilden, das heißt „Ankommen und Zuhause sein.

Freie Autorin Berichte, Features, Interviews und Reportagen u.a. aus den Bereichen Politik, Kultur, Bildung, Soziales, Portrait. Im Mittelpunkt: der Mensch.

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