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Im Verbandsindustriepark - Coworking-Zentrum „bau Werk“ geht in die heiße Phase / Neubau Metallbau-Konrad schreitet voran

Zeichen stehen auf Weiterentwicklung

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ad
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Harald Greulich und Dieter Goldschmitt beim Studieren der Pläne für das „BauWerk“. © Adrian Brosch

Walldürn. Wenngleich die Corona-Pandemie manches ausbremst, stehen im Verbands-Industrie-Park (VIP) die Zeichen ungebrochen auf Weiterentwicklung: Zum Einen geht das von Dieter Goldschmitt und Harald Greulich geplante Coworking-Zentrum „bau Werk“ in die heiße Phase, zum Anderen kündigt das Grundgerippe des Neubaus der Firma Metallbau-Konrad sich schon von Weitem an.

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Das Prinzip der 140 Meter langen, 3000 Quadratmeter großen „bau Werk“-Halle ist einfach: Wer die Dienste mehrerer Handwerker benötigt, ist lange Wege und lange Leitungen gewohnt. Das könnte sich künftig ändern: „Der Grundriss beinhaltet 18 Einheiten in flexiblen Größen, die zu niedrig kalkulierten Preisen an Handwerker aller Gewerke vermietet werden sollen – die Bandbreite soll nach Möglichkeit vom Anstreicher bis zum Zimmermann reichen“, erläutert Harald Greulich, während Dieter Goldschmitt auf den Grundgedanken zu sprechen kommt: „Das ‘bau Werk’ soll jungen Meistern und Startups eine Chance zum Gründen und Etablieren ihres Unternehmens geben und gleichermaßen den Verbraucher entlasten“, betont er und verweist auf das Beispiel einer Bad-Modernisierung: „Hier benötigt man einen Installateur, einen Fliesenleger, einen Trockenbauer, einen Elektriker, einen Tünchner und einen Innenarchitekten.

Die Erfahrung zeige, dass terminliches und räumliches Koordinieren aller Handwerker genauso zeitintensiv ist wie das reine Abklappern der in Frage kommenden Betriebe“. Ebenso komme es bei zeitversetzter Arbeitsausführungen zu Verzögerungen und höheren Kosten, die nicht immer akzeptabel seien. Das „bau Werk“ soll dem entgegenwirken, indem es stressfreie Kooperationen, kurze Wege und gemeinsame Schnittpunkte schafft: „Der Kunde wählt einen Generalunternehmer, der die restlichen Gewerke plant und im Sinne eines Vertrauensmannes leitet“, erklärt Harald Greulich.

Synergieeffekte

Gerade hinsichtlich explodierender Energie- und Materialkosten ergebe sich der Zwang zur Kostensenkung und zum taktisch günstigen Einkauf. Unternehmerische Synergieeffekte, nicht zuletzt im Sinne einer Kostenersparnis, soll auch die ökonomisch sinnvolle Nutzung von Ressourcen bieten. Nur ein Beispiel: „Jede Firma benötigt einen Gabelstapler, aber niemals gleichzeitig“, verdeutlicht Dieter Goldschmitt die typische Situation. So sollen Verwaltungsprozesse, aber auch zur Digitalisierung notwendige Schritte wie Wartung und Pflege von EDV-Maschinen sowie administrative Arbeiten gemeinsam erfolgen. „Das ‘bau Werk’ wird Walldürn und den VIP bereichern“, freut sich der 68-jährige Goldschmitt und spricht vom „Generieren einer neuen und großen Kapazität an Handwerkern“, die auch dem drohenden Fachkräftemangel entgegen wirken könne.

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Hier stellt sich der Unternehmer mit seiner 45-jährigen Expertise aus verschiedensten Bereichen von Fahrzeugbau bis Event-Gastronomie auf die Seite der Interessenten. Dass man absolutes Neuland beschreite, sei unbestritten. „Wir müssen aber positiv denken, und wenn man ein solches Projekt nicht aktiv anpackt, wird man es nie wissen“, argumentiert der Richelbacher Harald Greulich, der 2015 die Firma Max Ackermann übernahm.

Bis es soweit ist, dürfte noch einige Zeit vergehen: Zwar wollten Greulich und Goldschmitt noch 2021 vor dem fertigen Gebäude stehen, doch werden zunächst einmal größere Erdbewegungen durchgeführt. „Wir sprechen von rund 500 Lkw-Ladungen“, so Goldschmitt. Parallel zum Standort zwischen dem Restaurant „food Werk“ und der neuen Halle der Firma Konrad laufen zudem Arbeiten an einem weiteren Grundstück: „Es wird mit der abgetragenen Erde aufgefüllt und steht ab 2023 als Erweiterungsfläche für das ‘bau Werk’ zur Verfügung“, schildert Dieter Goldschmitt. Nun hoffe man, noch im Spätjahr mit den vorbereitenden Baumaßnahmen beginnen zu können: „Die Bauanträge sind bereits gestellt“, lässt Harald Greulich wissen.

Echter Glücksfall

Als echten Glücksfall sehen die beiden Unternehmer die direkte Nähe zur seit April 2020 im Startup-Center-Odenwald (SCO) residierenden Firma Konrad-Metallbau an, deren bereits im Rohzustand imposante, 40 Meter breite und 180 Meter lange Halle das aktuell größte Neubauprojekt Walldürns darstellt. Deren Geschäftsführer Philipp Eggert gibt bekannt, dass sich „in den nächsten vier bis fünf Wochen allerhand tun wird“. Man werde etwa mit den Dach- und Wandarbeiten der Halle beginnen. Nach wie vor bereue man es „keine Sekunde“, von Mudau in den VIP gezogen zu sein: „Nicht nur die Verkehrsanbindung ist Spitze - auch die Betreuung durch die Stadt Walldürn lässt nichts zu wünschen übrig“, so der Unternehmer.

Anerkennende Worte findet auch Meikel Dörr als Leiter der Stabstelle Bürgermeister der Stadt Walldürn: Die Konzeption des „Bau Werks“ beinhalte ein herausragendes Leistungsmerkmal für alle Bauinteressenten. „Das Vorhaben der Herren Goldschmitt und Greulich hebt sich deutlich vom Wettbewerb ab“, betont er. Erneut könne man bei Dieter Goldschmitt feststellen, dass er „nicht auf den Wandel der Zeit wartet, sondern im Hier und Jetzt handelt“. Mit der Errichtung des „Bau Werks“ erfahre der Verbands.Industrie.Park Walldürn eine weitere Aufwertung. „Dies entspricht genau unserem strategischen Ziel, einen ausgewogenen Branchen-Mix am Standort zu schaffen“, so Dörr. ad

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