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Jubiläumsgottesdienst - Kolpingsfamilie Walldürn feierte 125-jähriges Bestehen/ Festpredigt von Diakon Eckert

Werk Kolpings mit innerer Freude weiter führen

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ds
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Ein Festgottesdienst zum 125-Jahr-Jubiläum der Kolpingsfamilie Walldürn fand in der Basilika statt. © Bernd Stieglmeier

Walldürn. Die Festpredigt von Diakon Tobias Eckert und die Begrüßungsansprachen von Präses Stadtpfarrer P. Josef Bregula OFM Conv. und des Sprechers des Vorstandsteams der Kolpingfamilie Walldürn, Bernhard Kehl, standen im Mittelpunkt des Festgottesdienstes zum Jubiläum 125 Jahre Kolpingsfamilie Walldürn in der Basilika. Er wurde musikalisch von den Mitgliedern der „Young Musicians“ unter der Leitung von Jürgen Miko umrahmt.

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Pater Josef dankte allen, die sich für die Kolpingsfamilie engagiert und sich eingebracht haben. Kolpings Worten „Die Zeit an sich betrachtet ist völlig wertlos, sie erhält den Wert für uns erst durch unsere Tätigkeit in ihr“ fügte Bernhard Kehl an, dass Adolph Kolping mit dieser Aussage Bände spreche, und nach 125 Jahren Gesellenverein und Kolpingverein Walldürn wisse man den Wert dieser mit Tatkraft erfüllten Zeit ganz sicherlich noch mehr zu schätzen.

In all diesen Jahren sei in der Kolpingfamilie Walldürn viel passiert – und die Archive, Bilddatenbänke und Protokollbücher seien voll von vielschichtigen Aktivitäten. Gerade in der heutigen Zeit, in der sich so vieles mit großer Geschwindigkeit verändere, brauchten Menschen stetigen Rückhalt und Geborgenheit, und dies finde man eben in einer Familie und ergänzend auch bei den Kolpingsfamilien. Mit den Erlösen und Spenden dieses Jubiläumswochenendes werde das Kolping-Ausbildungszentrum in Kakimiro in Uganda unterstützt.

Diakon Tobias Eckert sagte, Adolph Kolping habe aus einem tiefen Gottvertrauen gelebt. Unter Gottvertrauen verstehe man in erster Linie das Vertrauen des Menschen auf Gott und auf dessen Handeln. Dazu gehöre auch, dass man Dinge, mit denen man sich alleine überfordert fühle, an Gott abgebe und ihm vertraue, dass er alles zum Guten führen werde.

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Adolf Kolping sei begeistert gewesen von Jesus und dessen Tun und Wirken, und er habe die Kirche seiner Zeit geliebt mit all ihrem Licht und all ihren Schattenseiten, und er habe nie resigniert angesichts der sozialen Missstände in der damaligen Zeit.

Jesus habe während seines Daseins auf dieser Erde stets anderen Menschen Mut gemacht, sich selbst und damit die Zustände der damaligen Zeit zu verbessern. Gerade in der heutigen Zeit werde den Menschen viel zugemutet, und gerade in dieser Zeit erfordere es stets sehr viel Mut, sich beispielsweise zu seinem Glauben zu bekennen.

Mit der lebendigen Einheit von Glaube und sozialer Verantwortung habe Kolping seinem Werk die geistige Ausrichtung gegeben, und in seinem Handeln sei er Seelsorger und Sozialreformer zugleich gewesen – überzeugt davon, dass Gott uns Menschen allen eine Willensfreiheit geschenkt habe.

Freiheit bedeute aber immer auch, Verantwortung zu übernehmen, aber nicht nur für sich selbst, sondern auch für alle Mitgeschöpfe, Mitmenschen, Tiere und Pflanzen. Ein jeder solle und müsse mit dazu beitragen und alles in seinen Kräften stehende tun, damit möglichst alle Menschen auf dieser Erde ein glückliches und sinnerfülltes Leben führen könnten.

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Wir Menschen hätten unterschiedliche Begabungen, Talente und Fähigkeiten, und nicht jeder solle und müsse das Gleiche machen. Da gebe es kein Besser und Schlechter – ein Jeder solle sich mit dem einbringen, was er besonders gut könne und woran er Freude habe. Man solle das, was man tue, mit Freude tun, und nicht unter Zwang, und nicht, weil es von einem erwartet werde oder damit man bei anderen gut dastehe, sondern weil es einem fröhlich mache.

Kolping habe im Laufe seines Lebens die Sätze „Wer Menschen gewinnen will, muss das Herz zum Pfande einsetzen“, „Frohe Herzen öffnen sich leicht und verstehen einander“ sowie „Froh und glücklich machen, trösten und erfreuen ist im Grunde doch das Glücklichste und Beste, was der Mensch auf dieser Welt ausrichten kann“ gesagt, und auf der Internetseite der Kolpingfamilie Walldürn stehe der Satz: „Ihre Mitglieder bemühen sich, als Christen ihr Leben zu gestalten sowie Kirche und Gesellschaft verantwortlich mitzugestalten“.

In diesem Sinne wünsche er allen von ganzem Herzen, dass das Werk dieses großen Vorbildes Adolph Kolping von allen als begeisterten Christen mit innerer Freude und mit Tatkraft weitergeführt und Kirche und Gesellschaft im mutigen Einsatz für alle Mitmenschen aus einem tiefen Gottvertrauen und im Bewusstsein einer sozialen Verantwortung sich selber, für die Mitmenschen und für alle anderen Mitgeschöpfe auch in den nächsten 125 Jahren mitgestalten würden. Möglichkeiten hierfür gebe es viele. ds

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