Unterwegs im Geopark - Mit Ewald Winkler Geschichten auf der Spur Wanderung um Schneeberg

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Schneeberg. Eine 13 Kilometer lange Wanderung mit dem Geopark-vor-Ort-Begleiter Ewald Winkler findet am Sonntag, 2. Juni, in Schneeberg statt. Treffpunkt ist um 13 Uhr in der Vereinsstraße der Parkplatz am Dorfwiesenhaus.

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Die Wanderung macht sich auf die Spuren des vorletzten Jahrhunderts an der bayerisch-badischen Grenze, von Schäfern und von grauenvollen Begebenheiten im „Seifen“ und am „Schäferskreuz“.

Bildstöcke und Kreuze

Die Wanderung führt über den Schneeberger, tief in die Bebauung reichenden Naturpark „Seifen“ zum „Ölantoni-Sühne“-Bildstock, der von einem grauenhaften Mord erzählt. Der Weg führt zur „Riesenhöhle“ und zum Trapez-Sandsteinsarg im „Zwitscher“. Weitere Anlaufpunkte sind der Schellesee mit dem Schellebild. Die Wanderer hören, warum der „Euldoni“ dort immer noch sein Unwesen treibt.

Am Schäferskreuz – im badischen auch Rotes Kreuz genannt – erfahren die Teilnehmer, warum dort Schafhirten umgekommen sind und warum das Kreuz mit dem Blut von verendeten Schafen gestrichen und eingefärbt wurde. Eine neue, rätselhafte Geschichte, die erst in den vergangenen Jahren aufgekommen ist, umrankt dieses „Rote Kreuz“. Interessant ist auch, warum heiratswillige Schneeberger Mädchen unbedingt das Schäferskreuz finden und gesehen haben müssen. Weitere Anlaufstellen auf dieser Rundwanderung sind der heilkräftige „Warzenstein“ an der Alten Neudorfer Steige und die 60 Jahre alten Tabakscheunen in Schneeberg. Die Wanderung dauert etwa 4,5 Stunden. Rund 300 Höhenmeter werden bewältigt. Es wird ein geringer Teilnahmebetrag erhoben, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.