Tarifkonflikt

Walldürn: Braun-Mitarbeiter fordern mehr Geld

Zu einem Warnstreik kam es am Dienstagmittag bei „Procter & Gamble“ in Walldürn. Insgesamt nahmen rund 70 Mitarbeiter an der Kundgebung vorm Werkstor teil.

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Nicola Beier
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Mit roten Westen, Schals und Fahnen machten die Beschäftigten von „Procter & Gamble“ in Walldürn am Dienstag auf sich aufmerksam. © Farrenkopf

Walldürn. Zahlreiche Beschäftigte des Braun-Werks in Walldürn sind am Dienstag dem Aufruf der IG Metall gefolgt und haben ab 13 Uhr die Arbeit niedergelegt. Mit Westen, Fahnen und Trillerpfeifen ausgestattet, versammelten sie sich zum Warnstreik vor dem Werkstor von Braun, um den Forderungen der Gewerkschaft Gehör zu verschaffen. Dabei geht es konkret um acht Prozent tabellenwirksame Entgelterhöhung. „Einmalzahlungen in Höhe von 3000 Euro für 30 Monate und sonst nix wird die IG Metall nicht akzeptieren. Das Entgeltniveau muss dauerhaft steigen, denn die Lebenshaltungskosten steigen auch dauerhaft“, heißt es in einer Pressemitteilung der Gewerkschaft.

Mehrere Warnstreiks

Bereits in den vergangenen Wochen sind im Main-Tauber-Kreis und Altkreis Buchen Mitarbeiter von zehn Betrieben zum Warnstreik auf die Straße gegangen (die FN berichteten). Insgesamt haben über 2500 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt, heißt es in einer Pressemitteilung der IG Metall. Unter anderem waren erstmals auch Beschäftigte der Firma AZO aus Osterburken dabei.

Diese Woche hat nun die zweite Streikwelle begonnen. Nicht nur in Walldürn gingen Beschäftigte am Dienstag auf die Straße, auch in Wertheim bei der Firma Kurz Ersa legten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab 13.30 Uhr ihre Arbeit nieder. Sie machten mit einer Kundgebung am Wendekreisel in der Sudentenstraße auf sich aufmerksam. Auch sie nahmen das erste Mal an einem Warnstreik teil.

„Die IG Metall Tauberbischofsheim wird diese Woche noch mehr Betriebe aufrufen, am Warnstreik teilzunehmen und bereitet sich gleichzeitig auf eine Urabstimmung vor, falls die Verhandlungen am Donnerstag nicht den erwarteten Durchbruch bringen“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. nb/pm

Redaktion Im Einsatz für die Redaktionen Buchen und Sport

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