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Leserbrief - Zu „Tempo 30 und 20 in der Kernstadt“ (FN 6. Oktober) Verstoß gegen Ziele Fußgängerschutz und Entlastung

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Soeben ist die Änderung der Straßenverkehrsordnung beschlossen worden, die unter anderem das Ziel hat, die Fußgänger besser zu schützen.

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Gemäß dem neuen Verkehrskonzept soll die Innenstadt vom fließenden Verkehr entlastet werden und der Fußgängerverkehr barrierefrei werden.

Gegen diese genannten Ziele wird verstoßen, wenn im Altstadtbereich, der auch die Hauptstraße einschließt, eine Tempo 20-Zone „verkehrsberuhigter Geschäftsbereich“, wie angekündigt, eingerichtet wird. Am Beispiel der Hauptstraße wird das im Folgenden durch den Vergleich der gültigen mit der zukünftigen Verkehrssituation begründet.

Jetzt sind die Hauptstraße und ihre Umgebung ein Verkehrsberuhigter Bereich, der umgangssprachlich auch Spielstraße genannt wird. Jetzt müssen Fahrzeuge mit Schrittgeschwindigkeit bewegt werden und Fußgänger haben Vorrang, Kinder dürfen sogar im ganzen Bereich spielen; zukünftig ist die Höchstgeschwindigkeit 20 km/h und die Fußgänger müssen sich am Straßenrand bewegen, um den Fahrzeugen Platz zu machen.

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Jetzt darf nur auf gekennzeichneten Flächen geparkt werden; später ist an allen Straßenrändern das Parken erlaubt, wenn mit einer Mindestbreite von drei Metern für die Vorbeifahrt Platz bleibt, und die Fußgänger müssen diese Barrieren umgehen.

Das liegt daran, dass in der Tempo 20-Zone verkehrsberuhigter Geschäftsbereich alle Verkehrsregeln außer der Geschwindigkeitsbegrenzung wie in der Tempo 30-Zone gelten.

Der Verkehrsberuhigte Bereich muss baulich so angelegt sein, dass der typische Charakter einer Straße mit Fahrbahn, Gehweg und gegebenenfalls Radweg nicht vorherrscht. Das trifft auf die Hauptstraße zu und das muss so bleiben, damit dort Bummeln und Flanieren weiter möglich bleibt. Andere Städte kultivieren ihre Fußgängerzonen; das kommt wohl aus wirtschaftlichen Gründen bei uns nicht infrage.

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