Badische Landesbühne gastiert

Unterhaltsamer Theaterabend

„Fisch zu Viert“ wird am 18. Januar gezeigt

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Mit der Komödie „Fisch zu Viert“ gastiert die Badische Landesbühne am 18. Januar in Walldürn. © Peter Empl

Walldürn. „Fisch zu viert“ ist eine der erfolgreichsten Kriminalkomödien auf den Bühnen dieser Welt! Hohes Tempo, Sprachwitz und jede Menge schwarzer Humor versprechen einen schaurig-schönen und höchst unterhaltsamen Theaterabend. Nun inszeniert Arne Retzlaff das Stück an der Badischen Landesbühne.

In Walldürn ist die Komödie am Mittwoch, 18. Januar, um 19.30 Uhr im Haus der offenen Tür zu sehen. Die wohlhabenden Brauerei-Erbinnen Charlotte, Cäcilie und Clementine Heckendorf wollen einen erholsamen Urlaub in ihrem Sommerlandhaus bei Neuruppin verbringen. Mit von der Partie ist auch ihr Diener Rudolf. Seit 30 Jahren gehört er zum Haushalt der Schwestern und kümmert sich um all ihre Wünsche – nicht nur beim Einkaufen oder Kochen. Mit jeder von ihnen hat er bereits zärtliche Stunden verbracht, natürlich ohne das Wissen der jeweils anderen.

Nun aber hat Rudolf genug! Statt seinen Lebensabend als buckelnder Diener zu verbringen, will er eine Weltreise machen. Doch dafür braucht er Geld!

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Wie gut, dass jede der Schwestern ihm einst in intimer Zweisamkeit zugesagt hat, ihn in ihrem Testament mit einer größeren Summe zu bedenken. Nacheinander bittet Rudolf die drei Frauen, ihn auszubezahlen. Keine von ihnen will sich jedoch an solch eine Vereinbarung erinnern, außerdem kämen sie noch nicht an das Geld heran, da es in den Papieren der Brauerei angelegt sei.

Als er ihnen damit droht, delikate Geheimnisse aufzudecken, steht für jede der Schwestern fest: Der Diener muss schnellstens um die Ecke gebracht werden! Aber wie? Angeregt durch die Zeitungslektüre über spektakuläre Verbrechen denkt jede von ihnen über verschiedene Mordarten nach und kommt zum Schluss, dass Gift wohl eines der bewährtesten Mittel sei, wenn auch ein bisschen altmodisch.

Und so planen Charlotte, Cäcilie und Clementine unabhängig voneinander, insgeheim eine Prise Arsen in Rudolfs Likör zu streuen, um den Diener loszuwerden. Als dieser den dreien auf die Schliche kommt, dreht er den Spieß um und bereitet ihnen einen ganz besonderen Fisch zu …

Arne Retzlaff, der seit 40 Jahren als Regisseur arbeitet und bereits zahlreiche Stücke auf die Bühne gebracht hat, inszeniert damit zum allersten Mal eine Kriminalkomödie und hat sichtlich Spaß daran: „Das Stück ‚Fisch zu viert’ wurde Ende der 60er Jahre von Wolfgang Kohlhaase und Rita Zimmer geschrieben und ist seither weltweit ein Dauerbrenner auf Komödienbühnen und das völlig zu Recht! Die Dialoge sind extrem flott geschrieben und komödiantisch zugespitzt. Es bereitet großes Vergnügen, wie hier Laster wie Habgier und Geiz mit Leichtigkeit aufs Korn genommen und wie bitterbös menschliche Abgründe entlarvt werden“, so Retzlaff.

Das Bühnenbild von Georg Burger zeigt den Salon des Landhauses der drei Brauerei-Erbinnen. Mehrere Türen führen in den Raum, dessen Rückwand aus einer Fensterfront besteht. Ein perfekter Schauplatz für eine Komödie, welche die Fassaden der Bürgerlichkeit, des vorgetäuschten Wohlwollens und der angeblichen Toleranz lustvoll zum Einstürzen bringt.

Stefan Holm als Diener Rudolf, Evelyn Nagel, Cornelia Heilmann und Madeline Hartig als die drei Heckendorf-Schwestern verstricken sich in einen rabenschwarzen und urkomischen Wettlauf gegeneinander.