Soldaten leisteten Hilfe - Brennendes Fahrzeug auf der A 7 / Ausbreiten der Flammen verhindert Unfallstelle mit „Roadblock“ abgesichert

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Soldaten des Logistikbataillons 461 aus Walldürn sicherten einen Unfall auf der A 7 ab. © Bundeswehr

Walldürn. Vier Soldaten des Logistikbataillons 461 der Streitkräftebasis aus Walldürn stellten kürzlich auf der A7 mit Hilfe eines Bundeswehr-Lkw einen sogenannten Roadblock und bewiesen Mut und Entschlossenheit. Damit sicherten sie eine Unfallstelle und führten den Verkehr an einem brennenden Pkw vorbei. Dabei kam ihnen ihre militärische Ausbildung für Auslandseinsätze zur Hilfe. Roadblocks beziehungsweise Straßensperren werden oft im Auslandseinsatz verwendet. Roadblocks stellen die Bewegung auf Straßen oder Wegen sicher.

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Unterwegs Richtung Munster entdeckten die Soldaten des Logistikbataillons 461 ein brennendes Fahrzeug auf der Standspur. Sie sicherten kurzerhand die Gefahrenstelle mit einem sogenannten Roadblock und verhinderten Schlimmeres. Das Feuer konnte unter Kontrolle gebracht werden. Dabei wurden sie von den heraneilenden Rettungskräften in die weitere Unfallabsicherung integriert. Der Bundeswehr-Lastkraftwagen erwies sich auf der viel befahrenen Autobahn als überaus nützlich und trug zu einer schnellen Hilfeleistung bei.

Das brennende Auto stand am Seitenstreifen und wurde gelöscht. Der Pkw brannte, kontrolliert durch die Feuerwehr, komplett aus. Der Fahrer erlitt einen Schock.

Unterwegs auf Routinejob

Alle vier Feuerlöscher der Bundeswehr mussten genutzt werden, um den Brand einzudämmen. Die vier Oberstabsgefreiten Edin T., Manuel H., Dennis P. und Severin W. fuhren an diesem Tag mit zwei Lastkraftwagen einen Materialtransport von Walldürn, ihrer Heimatkaserne, nach Munster. Ein Routinejob für die erfahrenen Kraftfahrer – bis sie auf der Autobahn A7 bei Melsungen ein brennendes Fahrzeug bemerkten. „Zunächst ist uns eine Benzinspur auf dem Standstreifen aufgefallen.“, berichtet Oberstabsgefreiter Edin T. „Hinter einer Kuppe sahen wir dann ein Fahrzeug auf der Standspur stehen, aus welchem bereits Rauch aufstieg.“ Da die Soldaten keine Rettungskräfte erkennen und nicht einschätzen konnten, ob sich noch Personen im Fahrzeug befanden, handelten sie sofort.

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Gemäß ihrer militärischen Kraftfahrausbildung sicherten sie zunächst die Gefahrenstelle. „Ich wies Oberstabsgefreiten Dennis P. an, einen sogenannten Roadblock für zwei Fahrspuren zu stellen, dass der Verkehr weitflächig an dem Fahrzeug vorbei gelenkt wird“, so der Oberstabsgefreite. Ein Roadblock beziehungsweise Straßensperre wird häufig in Auslandseinsätzen verwendet, wenn militärische Einheiten mit ihren Fahrzeugen die Kontrolle über Bewegungen auf Straßen oder Wegen aufrechterhalten müssen. Dies erwies sich an diesem Tag auf der viel befahrenen A 7 als zielführend. Die zivilen Rettungskräfte übernahmen die Situation und löschten das Feuer schließlich.

Wiese begann zu brennen

Die Besatzung des zweiten Bundeswehr-Lkw verschaffte sich unterdessen einen Überblick, um falls nötig Erste Hilfe zu leisten. Schnell erkannten sie, dass sich keine Personen mehr im Fahrzeug befanden. Der Besitzer des Pkw hatte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Während ein Soldat den Fahrer von der Unglücksstelle wegführte, begann ein anderer Soldat mit seinen fahrzeugeigenen Feuerlöschern den Brand zu bekämpfen. „Mir war klar, dass das Fahrzeug nicht mehr zu retten ist. Allerdings sah ich, dass die Wiese neben dem Auto bereits zu brennen begonnen hatte. Dieses Feuer bewegte sich ausbreitend in Richtung des angrenzenden Waldes“. So mussten alle vier Feuerlöscher der Bundeswehr-Lkw verwendet werden, um eine weitere Katastrophe zu verhindern. Mit vereinten Kräften gelang es den vier Soldaten aus Walldürn den Brand einzudämmen.

Hand in Hand gearbeitet

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Als die Rettungskräfte kurz darauf eintrafen, wich auch die Anspannung bei den Männern. „Wir haben die Polizei und Feuerwehr dann eingewiesen und erklärt was passiert war“, so einer der Oberstabsgefreiten. „Da unser Roadblock den Verkehr sehr gut an der Gefahrenstelle vorbei lenkte, bat uns die Polizei, mit unserem Lkw noch so stehen zu bleiben“, berichtet der Soldat weiter. So arbeiteten die Transportsoldaten des Logistikbataillons 461 aus Walldürn an diesem Tag Hand in Hand mit den Rettungskräften.