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Galerie Fürwahr

Tierisches in der Galerie

„Sommer-Special“ des Vereins „kunstreich“ bis Ende September zu sehen

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ad
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In der Galerie „Fürwahr“ sind tierische Werke zu sehen. © Brosch

Walldürn. Tiere sind mehr als nur des Menschen bester Freund. Sie sind „irgendwie“ auch nur Menschen – mit all ihren Eigenarten, Besonderheiten und Charakterzügen. Originell und nonchalant zeigt sich das im „Sommer-Special“ des Vereins „kunstreich“: Die Galerie „Fürwahr“ zieren seit Samstag „tierische“ Werke von Eva Bossert, Christina Lemke, Arno Bernhard, Dominik Dengl und Rainer Englert – zwei Malerinnen und drei Bildhauer, die sich unter dem Motto „AniMal“ allerhand Getier annahmen. Die Begrüßung übernahm Gabriele Eder-Herold: „Wir wollten einfach mal was Anderes machen“, betonte sie. In diesem Sinne bewirke „eine gemischte Gruppe ein buntes Miteinander“, das seinen Betrachter dazu einlade, „Kunst zu gucken und zu spüren“ – schließlich handele es sich um ganz unterschiedliche Darstellungen, die dem selben Sujet huldigen und sich stilistisch wie optisch gegenseitig bereichern. Auf sympathische Weise stellte Eder-Herold die Künstler vor: Die Schweizer Heilpädagogin Eva Bossert, deren Mann aus Walldürn stammt – fokussiert sich auf die heimische Fauna mit Ziege, Kuh, Henne und Hahn, stellt aber auch Giraffe und Möwe aus.

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Aus Lohr am Main stammt Christina Lemke, die sich auf Aquarell- und Acrylmalerei fokussiert und hier vor allem auf „Zwiegespräche mit Tieren“ in bislang siebzehn Motiven. Von subtiler Raffinesse und künstlerischer Leichtigkeit sind die Werke des Buchener Steinbildhauers Arno Bernhard: Besonders sein „Bronze-Esel“ zeigt sein Faible für liebevolle Karikaturen auf.

Nicht persönlich anwesend sein konnte Dominik Dengl, sicher auch wegen der weiten Entfernung: Er stammt aus Niederbayern. Dort ist Dengl seit 1985 als freischaffender Künstler tätig. In Walldürn zeigt er seine Kleinplastiken mit Krähe, Henne und Huhn sowie den Froschkönig. Den Letzten im Bunde musste Gabriele Eder-Herold kaum mehr vorstellen: Man kennt ihn sowieso. Rainer Englert aus Neusaß-Ziegelhütte, seines Zeichens Bildhauer und Maler, hatte sich spontan unter die illustre Gesellschaft gemischt. Die „animalische“ Ausstellung ergänzt er um „Kleingetier und Großwild“ als Zeichnung oder Plastik und Skulptur – in zwei und drei Dimensionen. Dem Ansinnen der „kunstreich“-Gruppe, eine etwas andere, fröhlich-familiäre Ausstellung zu konzipieren, entsprach auch die musikalische Begleitung: Zum Einen sorgte Johannes Dunkel für gepflegte Untermalung, zum Anderen überraschte Eva Sweazey die Gesellschaft mit einem fulminanten Auftritt – in ihr steckt eine echte Chansonniere, was die grandiose Interpretation etwa von „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ bewies.

Zwanglose Atmosphäre

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Nicht nur die „Einführung mit Musik“ machte Lust auf mehr. Auch die kreative und zwanglose Atmosphäre der Galerie „Fürwahr“ lud zum Verweilen und zur gezielten Auseinandersetzung mit den Kunstwerken ein. Während des Kunstspaziergangs durch die einladenden Räumlichkeiten, lockeren Gesprächen, schmackhaften Häppchen und sommerfrischen Drinks wurde eines klar: So unähnlich wie oft angenommen sind sich Mensch und Tier gar nicht, man muss den Begegnungen nur das nötige Feingefühl und die Bereitschaft zum gegenseitigen Kennenlernen mitgeben. Das Spektrum der Exponate reicht dabei von mystisch-meditativ anmutenden oder surrealen Gemälden bis zu bunten Federzeichnungen sowie Plastiken, die wuchtig und zugleich federleicht ins Reich der Tiere entführen. So unterschiedlich ihre Darstellungen sind, so charismatisch und warmherzig zeichnen sie das Dasein der Tiere nach und beweisen damit eines: Tiere sind nicht nur des Menschen bester Freund. Sie sind „irgendwie“ auch nur Menschen – mit all ihren Eigenarten, Besonderheiten und Charakterzügen. ad

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