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Forstbetriebsgemeinschaft Hornbach zog Bilanz - Rückblick auf die Jahre 2020 und 2021

Theo Dörr weiter Vorsitzender der FBG

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hape
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Hornbach. Cornona-bedingt führte die Forstbetriebsgemeinschaft Hornbach (FBG) die Generalversammlung mit Neuwahlen in der Feldscheune Hinterehrlein durch. Vorsitzender Theo Dörr sagte, 2020 habe man die Jahreshauptversammlung wegen den Coronaregeln als schriftliches Umlaufverfahren abgehalten.

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In 2020 fielen bei der FBG rund 975 Festmeter Holz an, größtenteils Schadholz. Der Durchschnittspreis über alle Sortimente lag bei 46 Euro, bei einer Skala von zehn Euro für Kalamitätsholz bis 60 Euro für Frischholz. Froh war man, mit China und der USA Märkte zu haben, um auch Holz minderer Qualitäten abzusetzen.

Mit 2021 war man mit Blick auf das Wetter zufrieden: Keine Frühjahrsstürme, kühles Frühjahr, immer wieder Regen, so dass die Borkenkäferpopulation doch stark gebremst wurde. Dies alles kam den Privatwaldbesitzern an Neupflanzungen zu Gute und der Schadholzanteil hielt sich in Grenzen. Doch schaue man sich die Karte des Dürremonitoring des Helmholzinstituts an, so ist der Odenwald bis zur Mainlinie immer noch leicht rot eingefärbt, der Bodenvorrat Wasser bis 1,80 Meter Tiefe ist immer noch Minus.

Als Phänomen könnte man die Holzmarktentwicklung an Frühjahr 2021 bezeichnen. Noch stagnierende Rundholzpreise, aber explodierende Blockware ab Sägewerk. Die Gründe seien vielfältig, aber hauptsächlich begründet mit dem Export und Bauboom in den USA und China. Viele heimische Zimmerer, Häuslebauer und Handwerker bangten um ihre Lieferungen und mussten sich auf erhöhte Preise und lange Wartezeiten einstellen. Mittlerweile habe sich das wieder normalisiert.

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Dass der Nachhaltigkeitsgedanken bei der FBG großgeschrieben wird, sehe man daran, dass rund 5000 Forstpflanzen – Stileichen , Traubeneiche, Roteichen, Weißtannen, Lärchen, Fichten und Küstentannen – gepflanzt wurden. Zusätzlich zu den Neueinpflanzungen wurden noch eine größere Menge Wildlinge gezogen und neu versetzt.

Richtiges Maß finden

Jerg Hilt berichtete über aktuelle Themen der Forstkammer BW, der Waldumbau besitze oberste Priorität. Hier gelte es das richtige Maß zwischen naturbelassenen und stillgelegten Wäldern und dem sogenannten Wirtschaftswald zu finden.

Zum aktuellen Holzmarkt berichteten Helmut Schnatterbeck, Till Desiere und Max Kaufmann von der FVOB. Wenn sich auch sich regional die Borkenkäferproblematik etwas entspannt habe, gebe es andernorts große Mengen Schadholz, so dass die Grosssäger doch noch gut mit Rundholz versorgt waren. Auch stellte man fest, dass die Konzentration der Sägeindustrie immer weiter fortschreite. Hier gelte es, mit größeren Zusammenschlüssen einen Verkäufermarkt zu bilden.

Geschäftsführer Thomas Geier verlas den Geschäfts- und Kassenbericht der Jahre 2020 und 2021. Kassenprüfer Alexander Stich bescheinigte eine gute Kassenführung. Im Anschluss beantragte Stich die Entlastung des Vorstands, die einstimmig ausfiel.

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Ortsvorsteher Wolfgang Stich dankte den Mitgliedern der FBG Hornbach für deren Arbeit. Anschließend leitete Stich die Neuwahlen. Gewählt wurden als Vorsitzender Theo Dörr, zweiter Vorsitzender Dr. Henner Heitmann und als Kassenprüfer Alexander Stich.

Von der Pflanzschule Steingässer aus Miltenberg war Prokurist Thomas Rüttiger angereist. Rüttiger referierte zu den Themen Pflanzenzertifizierung, Aussaat, Baumpflanzung, neue Baumarten und Pflanzenschutz sowie über die derzeitige Versorgungslage. hape

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