Wildschweine ausgebüxt - Keiler, Bachen und Frischlinge aus dem Wildgehege Walldürn auf der Flucht Sturm "Egon" hat die Sau rausgelassen

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Ausgebüxt: Die Wildschweine aus dem Walldürner Gehege sind seit dem vergangenen Freitag auf der Flucht.

© Hahner-Pestel

Walldürn. Der heftige Sturm am vergangenen Wochenende hat im Walldürner Wildpark bei der Beuchertsmühle einen Schaden der besonderen Art verursacht. Ein großer Nadelbaum ist in der Nacht zum Freitag, 13. Januar, so unglücklich über die Umzäunung des Wildschweingeheges gestürzt, dass alle aufgeschreckten Sauen ausgebrochen sind: ein schwerer Keiler, zwei Bachen und sieben mittlerweile halbwüchsige Frischlinge des vergangenen Frühjahrs.

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Der Vorsitzende des Vereins Walldürner Wildpark, Forstrevierleiter Stefan Michel: "Der Zaun ist so repariert, dass die von uns mit Mais geköderten Sauen in das Gehege zurückkehren könnten. Bislang tummeln sie sich aber noch im umliegenden Wald."

Erste Kontakte

Hier ist es inzwischen zu ersten Kontakten von Spaziergängern mit den Wildschweinen gekommen, weswegen Michel rät: "Die Tiere sind durch die Gehegehaltung ein Stück weit an Menschen gewohnt, was sie Außenstehenden als zutraulich erscheinen lassen kann. Es sind und bleiben aber Wildtiere, die unvorhergesehen reagieren können. Deswegen rate ich betroffenen Menschen dazu, sich bei möglichem Sauenkontakt mit lautem Verhalten von ihnen fern zu halten.

Hunde anleinen

Wo sie mitgeführt werden, sind Hunde zwingend anzuleinen. Obendrein ist es den Förstern hilfreich, sie unter der Telefonnummer 0160/7012697 umgehend über den Standort der Sauen zu informieren. hape