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Young Musicians - Pfingstvigil auf dem Wallfahrtsplatz in Walldürn

Stimmungsvolle Nachtwache

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Stimmungsvoll war die Pfingst-Vigil der Young Musicians auf dem Wallfahrtsplatz. © Gerd Süssenbach

Walldürn. Am Vorabend des Pfingstsonntags luden die Young Musicians zu einer Pfingst-Vigil ein. Eine Vigil – eine Nachtwache, wie die Osternacht. Dieser Gottesdienst wurde bewusst um 21 Uhr angesetzt, da zu diesem Zeitpunkt an diesem Tag der Sonnenuntergang einsetzt. Erstmalig wurde diese Gottesdienstform in Walldürn mit den Young Musicians durchgeführt.

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Platz illuminiert

Der Wallfahrtsplatz wurde mit vielen Kerzen und Fackeln illuminiert, so dass für ein ansprechendes Ambiente an einem Frühsommerabend gesorgt wurde. Während nachmittags der Gottesdienst zur Motorradwallfahrt wegen einsetzendem Regen in der Basilika gefeiert werden musste, wurde das Wetter zunehmend beständiger und so konnten zahlreiche Besucher auf dem Wallfahrtsplatz Platz nehmen.

Zum Pfingstfest passend wurden Texte größtenteils vom Vorabend des Pfingstfestes und Rituale passend zum Heiligen Geist eingebaut und selbstverständlich auch die Lieder entsprechend ausgewählt.

Zu der Vigil waren auch die Firmanden eingeladen. Ein Teil der Jugendlichen hat auch den Gottesdienst mitgestaltet. Pater Kamil Piotrowski, OFM Conv. stand dem Gottesdienst vor.

Sabrina Miko begrüßte im Namen aller Young Musicians die Besucher des Gottesdienstes. Sie erläuterte, dass die Gruppe bereits vor zwei Jahren – anlässlich des 20-jährigen Bestehens – schon nach einer besonderen Feier gesucht und sich für eine Vigil entschieden hat. Damals fiel das – wie so vieles – der Pandemie zum Opfer. Man sei froh, dass man nun, in einer etwas entspannteren Phase der Pandemie, diesen Gottesdienst feiern könne. Getreu dem Motto der Gruppe „Die Sache Jesu braucht Begeisterte“ lud sie die Besucher ein, bei der folgenden Andacht mitzubeten, mitzusingen und mitzuklatschen.

Mit „Herr, ich komme zu Dir“, einem Lied zum Einstimmen in die Vigil, wurde der Gottesdienst musikalisch begonnen. Hier wurde besungen, dass man vor den Herrn und Gott tritt, um sich ganz in den Dialog mit Gott einlässt. Pater Kamil eröffnete die Vigil im Anschluss liturgisch.

Während des Hymnus „Feuer und Flamme“ verteilten die Firmanden das Licht der Osterkerze unter den Besuchern. Ein Ritual, wie es allen aus der Osternacht bekannt ist. Dem einführenden Gebet folgten nun passende Schrifttexte aus dem Alten und Neuen Testament, welche von den Musicians-Mitgliedern Elisabeth Weber und Melanie Klein, sowie dem Firmand Luca Winkler vorgetragen wurden. Auch die Antwortgesänge wurden entsprechend der Lesungen ausgewählt. Die modernen Lieder „Indescribable“ und „Lasst uns zieh‘n zu den Quellen des Lebens“ folgten jeweils.

Mit dem Lied „Halleluja – Du begeisterst mich“, dessen Intro an „We will rock you“ erinnert, kündigten die Young Musicians musikalisch das Evangelium an.

Statt einer Predigt im üblichen Sinne leitete Pater Kamil über zu „den sieben Gaben des Heiligen Geistes“, die alle Christen empfangen sollen. Die Gaben der Weisheit, der Einsicht, des Rates, der Erkenntnis, der Stärke, der Frömmigkeit und der Gottesfurcht. Mit dem Taizè-Gesang „Veni sancte spiritus“ bat man um diese Gaben und erläuterte sie mit zeitgemäßen und ansprechenden Texten, sowie Zitaten von Papst Franziskus, vorgetragen von Robin Günther. Auch hier brachten sich die Firmanden Lukas Hefner, Selina Block, Svenja Geiger, Johanna Spies, Emilian Seitz, Elina Dietz, sowie Emilia Hefner ein, indem sie die Texte vorlasen und anschließend für jede Gabe des Heiligen Geistes eine Kerze im Altarraum entzündeten. Die Young Musicians untermalten die Vorträge instrumental.

Weihrauchritus erläutert

Nun leitete der Priester über zum Weihrauchritus und erklärte kurz dessen Bedeutung: Als Luxusgut war es in der früheren Zeit ein wirklich großes Opfer, Weihrauch für Gott zu entzünden. Jedoch erfüllt der verbrannte Weihrauch einen Raum mit angenehmem Duft und der beim Verbrennen entstandene Rauch ist bis heute ein wunderbares Symbol dafür, wie unsere ganz persönlichen Gedanken, Anliegen und Gebete sinnbildlich von uns nach oben zu Gott steigen.

Es waren alle Gottesdienstbesucher eingeladen, daran teilzunehmen. Hierfür wurde eine große Feuerschale mit glühender Kohle und Weihrauch bereitgestellt. Die Young Musicians begleiteten die Teilnehmer musikalisch mit einer Vertonung des Psalms 141 „Wie Weihrauch steige auf mein Gebet“, das eigens dafür von Jürgen Miko komponiert wurde. Im Anschluss folgte das „Vater unser“. Dieses wurde nicht gebetet, sondern gemeinsam gesungen. Das „Calypso – Vater unser“ begleitet die Musicians bereits seit der Gründungszeit und durfte bei einem Gottesdienst, in dessen Vordergrund die Musik stehen soll, nicht fehlen.

Pater Kamil schloss den Gottesdienst mit dem aronitischen Segen ab, der ebenfalls musikalisch mit „Der Herr wird Dich mit seiner Güte segnen“ von den Young Musicians untermauert wurde. Das Lied „Kreuzzeichen“ von Gregor Linßen schloss den Gottesdienst nun auch musikalisch ab.

Jürgen Miko bedankte sich am Ende der Veranstaltung bei allen, die den Gottesdienst in Vordergrund und im Hintergrund vorbereitet und die Young Musicians unterstützt haben. Für das kommende Jahr kündigte der Chorleiter eine besondere Aktion an: Nachdem man noch nicht weiß, wie sich die Corona-Lage entwickelt, möchte man statt eines klassischen Adventskonzertes im nächsten Sommer ein Konzert geben, bei dem die Zuhörer selbst das Programm gestalten können. Geplant ist, dass im Frühjahr mittels Stimmzettel eine Abstimmung durchgeführt wird, bei der alle ihre persönlichen „top ten“ angeben können. Die meistgenannten Stücke werden dann nach der Wertung der Abstimmenden im Konzert gespielt, egal welche Stilrichtung oder welcher Themenschwerpunkt. Wann die Liste mit den Stücken der letzten 22 Jahre auf der Homepage www.young-musicians.de einzusehen ist, wird im Pfarrblatt und in den Tageszeitungen bekannt gegeben.

Segenswünsche zum Abschied

Es folgte eine Zugabe mit Liedern, die die Gruppe in den letzten Jahren begleiteten und zur Feier entsprechend passten. „10 000 Reasons“, „This little light“, „Ein Licht in dir geborgen“ und das „Magnifikat“ von Wilson wurden vorgetragen. Mit den „Irischen Segenswünschen“ verabschiedete man sich bis zum nächsten Wiedersehen und lud zum Verweilen auf dem illuminierten Wallfahrtsplatz ein.

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