Im Kinder- und Jugendheim - Kiliansfest zog wieder viele Besucher an / Projektgruppe stellte Arbeit vor Stele erinnert an Arbeit der Schwestern

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Walldürn. Das Kiliansfest des Erzbischöflichen Kinder- und Jugendheimes St. Kilian ist eine feste Größe im Veranstaltungskalender und wurde zum 21. Mal veranstaltet. Die vielen einheimischen und auswärtige Besucher wurde den ganzen Sonntagnachmittag über ein sehr vielfältiges Festprogramm geboten. Primäres Ziel war es wieder, den Besuchern diese Jugendhilfeeinrichtung in ihrer Gesamtheit vorzustellen, sich über die Arbeit im Kinder- und Jugendheim zu informieren, und ein paar vergnügliche Stunden zu verbringen.

Eine Stele wurde beim Kiliansfest enthüllt. Sie erinnert an die Arbeit der Mallersdorfer Schwestern.

© Stieglmeier

Gottesdienst zum Auftakt

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Seinen offiziellen Auftakt nahm das Fest mit einem von P. Gregor Chmielewski OFM Conv. auf dem Festgelände zelebrierter Gottesdienst. Nach der Begrüßung und Festeröffnung durch den Heimleiter, Direktor Günter Hauk, folgte unter der Leitung des Schulleiters der Nardini-Schule, Frank Hemberger, ein erster gemeinsamer Rundgang durch die Jugendhilfeeinrichtung. Hier hatten die Interessenten die Möglichkeit, das Kinder- und Jugendheim einmal näher kennen zu lernen und einen Einblick in die vielfältigen Aufgaben und Arbeitsbereiche des Hauses zu bekommen. Natürlich gehörten dazu auch Informationen über den Hochseilgarten "Forest Jump" in Rippberg, den das Heim "St. Kilian" in Kooperation mit dem Verein "Präventive Jugendhilfe" betreibt.

Rundgänge durch das Haus

Für die musikalische Unterhaltung der Gäste sorgte während der Essenszeit das "Junge Odenwälder Blasorchester" des Musikvereins Odenwälder Trachtenkapelle. Nach dem Mittagessen wurde neben den Rundgängen und Führungen wieder das Festprogramm durchgeführt. Erster Höhepunkt war in dankbarer Erinnerung an die 150-jährige Arbeit der Mallersdorfer Schwestern in St. Kilian die Enthüllung einer Baum-Stele-Gedenktafel nach deren endgültigem Weggang im Jahr 2014 durch den Heimleiter und dessen Nachfolgerin ab August dieses Jahres, Iris Hellmuth sowie durch den stellvertretenden Heimleiter Steffen Gimber im Hof des Heims.

Das große Bühnenprogramm startete mit der Vorstellung des Ergebnisses einer Projektgruppe von Kindern und Jugendlichen zum Thema "Kinderrechte", die sich in den letzten Wochen unter der Leitung und Anleitung von Fachdienstleiterin Gabriele Fischer-Rosenfeld mit diesem Thema befasst hatten. Von den insgesamt 54 Artikeln der Charta, die 1989 verabschiedet wurde, hatten sich die Teilnehmer der Pro-jektgruppe mit zehn intensiv befasst, wobei jeder zwei Kinderrechte, die ihn besonders ansprachen und beeindruckten, auswählte und nun in Wort und Bild vorstellte und präsentierte. Wie Fischer-Rosenfeld sagte , erscheine ihr persönlich ganz besonders wichtig der Artikel 1: "Jeder Mensch von 0 - 18 hat diese Rechte", und der Artikel 42 "Deutschland hat sich verpflichtet, diese Rechte bekannt zu machen" dieser Kinderrechtskonvention der Vereinten Na-tionen.

Buntes Programm

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Dann spielten die Oberstufenband und der Unterstufenchor der Einrichtung unter der Leitung von Horst Berger auf, ehe eine Jugendschautanzgruppe des TSC Walldürn, die "Stracx-Crew" aus Mosbach sowie die Mittelstufe der Heimeinrichtung unter der Leitung von Christoph Künzig mit ihrer Stomp-Vorführung mit Bällen Begeisterung bei den Besuchern fand. Im Festplatz-Areal gab es weiter eine Spielstraße, Turnen und Hüpfen auf der AirTreck-Mattensprungbahn, ein Bastelangebot, den traditionellen "Klettermax", Kinderschminken, eine "Bewegungsbaustelle" im Gymnastikraum sowie das Ponyreiten und den Streichelzoo. Des Weiteren bestand die Möglichkeit zu sportlichen Aktionen und Aktivitäten bei verschiedenen Sport- und Freizeitspielen. Ein besonderer Höhepunkt war wieder die Geisterbahn. Und mit einem "Budenzauber" wurde das Aktionsangebot erweitert. Insgesamt gesehen also ein rundum gelungenes "Kiliansfest", das bei den Besuchern positive Resonanz fand. ds