Treffen in Berlin - „Was Campern auf den Nägeln brennt“ / Caravaning-Experten diskutierten mit Politikern Sorgen und Anregungen vorgetragen

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Fachgespräch im Bundesverkehrsministerium über Wohnmobil-Themen (von links): Ministerialrat Dr. Frank Albrecht, Dieter Goldschmitt (Wohnmobilkonvoi), Alois Gerig MdB, Staatssekretär Steffen Bilger, Thomas Wirth (Auto Bild) sowie Peter Hirtschulz und Detlev Bues (beide Deutsches Caravaning Institut). © Gisela Goldschmitt

Bei einem Treffen von Caravaning-Experten mit Politikern in Berlin wurden Themen besprochen, die Campern auf den Nägeln brennen.

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Walldürn/Berlin. Bundestagsabgeordneter Alois Gerig und der Parlamentarische Staatssekretär Steffen Bilger luden zur abendlichen Expertenrunde ins Verkehrsministerium nach Berlin: Peter Hirtschulz und Claus-Detlev Bues vom Deutschen Caravaning Institut, der Motorjournalist Thomas Wirth von Auto Bild Reisemobil sowie Gisela und Dieter Goldschmitt als Vertreter des Wohnmobilkonvoi-Orgateams stellten eine umfangreiche Agenda mit aktuellen Fragen vor, die die meisten Wohnmobilfahrer sehr interessieren dürften.

„Wohnmobilurlauber wichtig“

Staatssekretär Steffen Bilger zeigte viel Verständnis für die Anliegen der Wohnmobilisten. Immerhin werden derzeit fast 500 000 Reisemobile vom Kraftfahrt-Bundesamt in der Zulassungsstatistik geführt. Alleine im letzten Jahr kamen 70 000 Neuzulassungen hinzu.

Alois Gerig hob hervor: „Wohnmobil-Urlauber werden immer wichtiger für die Tourismus-Branche, besonders bei uns im ländlichen Raum. Deshalb sollten bei verkehrspolitischen Entscheidungen – beispielsweise bei technischen Regulierungen oder der Planung der Infrastruktur – die Auswirkungen auf die Wohnmobilisten besser berücksichtigt werden.“

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Ministerialrat Dr. Frank Albrecht referierte zum Thema „Fahrverbote“ unter dem Hintergrund der aktuellen Klarstellung aus Brüssel zum Stickoxid-Grenzwertes von 40 Mikrogramm. Hier könnte eine breitere Schwankungstoleranz tatsächlich einen Großteil der gefürchteten Fahrverbote für alle Euro-5- und Euro-6-Diesel verhindern. Für die meisten Wohnmobilisten wären dann fast alle deutschen Städte weiterhin befahrbar.

Überholverbot ein Thema

Weitere Themen waren das Überholverbot für Reisemobile zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen, die Beschränkung des PKW-Führerscheins auf 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht sowie die Parkplatznot an Autobahnen. In der einstündigen Aussprache wurden die einzelnen Themenbereiche ergebnisoffen diskutiert. Der Gedankenaustausch soll unter Einbeziehung der betreffenden Fachreferate des Ministeriums fortgesetzt werden.

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Somit durften die aus Düsseldorf, Köln, Mannheim und Walldürn angereisten Caravaning-Experten die begründete Hoffnung mit nach Hause nehmen, dass durch den hier von MdB Alois Gerig initiierten Dialog, die wachsende Schar der Reisemobilisten Gehör im Verkehrsministerium für ihre Sorgen und Anregungen finden.

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Auch im Bundestag will Alois Gerig den Dialog über Wohnmobil-Themen voranbringen und ein Gespräch mit Mitgliedern des Tourismus-Ausschusses organisieren. ad