Nachruf - Paul Popp ist im Alter von 82 Jahren gestorben / Seit 1968 freier Mitarbeiter der Fränkischen Nachrichten / Ehrenamtlich vielfältig engagiert Sein Kürzel „pp“ stand fünf Jahrzehnte lang für solide Berichterstattung

Von
Bild: Ralf Marker
Lesedauer:

Altheim. „pp“ – dieses Kürzel war über Jahrzehnte ein Garant für gute und solide Berichterstattung aus Altheim und Sindolsheim. „pp“, das war das Zeitungskürzel von Paul Popp. Am Dienstag ist der ehemalige Polizeioberkommissar im Alter von 82 Jahren gestorben. 50 Jahre lang – seit 1968 – hatte er für die Fränkischen Nachrichten berichtet.

AdUnit urban-intext1

Geboren wurde Paul Popp am 16. September 1938 in Höpfingen. In seinem Heimatort verbrachte er seine Jugend- und Schulzeit. Nach dem Besuch der landwirtschaftlichen Berufsschule und Anstellungen unter anderem bei der Firma Reum orientierte er sich 1960 im Alter von 21 Jahren beruflich um und wurde Polizist. Die Grundausbildungen absolvierte er bei der Bereitschaftspolizei Göppingen und der Polizeischule in Freiburg. Dienstlich tätig war er zunächst beim Polizeirevier Ladenburg. 1966 wurde Popp versetzt zum damaligen Polizeirevier Buchen. Von 1976 bis zur Pensionierung 1998 war er Verkehrserziehungsbeamter bei der damaligen Polizeidirektion Mosbach.

Großes Augenmerk legte er auf die Erziehung bei der schulischen Radfahrausbildung der Viertklässler. Nahezu eine ganze Generation an Schülern hat bei ihm die Radfahrausbildung durchlaufen. Daneben war er ehrenamtlich über 40 Jahre als Vorstandsmitglied bei der Verkehrswacht Buchen aktiv. Als Polizeioberkommissar ging er schließlich in den Ruhestand.

Viel Eigenleistung brachte Popp in die Errichtung des Verkehrsübungsplatzes samt Unterrichtsgebäude in Buchen ein. Einige Jahre war er Schriftführer der Gewerkschaft der Polizei Buchen (GdP) und danach bei der PD Mosbach.

AdUnit urban-intext2

Paul Popp hat auch im sportlichen Bereich Zeichen gesetzt und sich viele Verdienste erworben. Seine große Leidenschaft war der Fußball. In Höpfingen war er als Fußballer aktiv beim TSV, von der Schülermannschaft bis zu den Senioren. Bei der Polizei und später beim TSV Buchen trug er dazu bei, den regionalen Faustballsport hoffähig auch gegenüber Teams der Metropolstädte in der Region Rhein-Neckar zu machen. Nach seiner Hochzeit mit Gertrud, geborene Sans, 1964 und der „Einbürgerung“ fand er schnell eine neue Heimat in Altheim – sportlich beim VfB. Er übernahm sofort Verantwortung und Ämter im Verein. Von 1971 bis 1992 war er dessen Vorsitzender – der aus dem reinen Fußballverein einen Mehrsparten-Verein entwickelte. Initiiert hat Popp 1976 den Bau des Sportheims. 1999 war er federführend bei der Gründung der Freizeit-Radfahrgruppe. Ob seiner Verdienste wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Von 1971 an war Popp 32 Jahre lang ununterbrochen Schriftführer des Fußballkreises Buchen, auch hier wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Weiter war er Elternbeiratsvorsitzender der damaligen Nachbarschaftshauptschule Altheim mit den Gemeinden Erfeld und Gerichtstetten. Mehrere Jahre bekleidete er das Amt des dritten Vorsitzenden und des Schriftführers im Heimatverein.

AdUnit urban-intext3

Aktiv war Popp zudem im CDU-Ortsverband. Von 1971 an war er Ortschaftsrat über fünf Wahlperioden. Drei Perioden lang war er stellvertretender Ortsvorsteher Altheims. Für sein Engagement wurde er mit der Ehrenplakette des Gemeindetages Baden-Württemberg und der Landesehrennadel ausgezeichnet. Viele Jahre war Popp Ortschronist und freier Mitarbeiter der Fränkischen Nachrichten. Auf „pp“ war Verlass, Zuverlässigkeit und Loyalität waren bei ihm keine Fremdwörter, sondern eine Selbstverständlichkeit. Bild: Ralf Marker