AdUnit Billboard
Bildungspartnerschaft - Braun-Werk und sechs Schulen aus der Region gehen gemeinsame Wege

Schüler für technische Berufe begeistern

Lesedauer: 
Das Procter & Gamble-Werk in Walldürn unterstützt mit sechs Schulen in der Region Schüler bei ihrer beruflichen Orientierung. Das Bild zeigt Mitarbeiter von Procter & Gamble mit den Schullogos. © Bildungswerk

Odenwald-Tauber. Das Procter & Gamble-Werk in Walldürn unterstützt gemeinsam mit sechs Schulen der Region Schülerinnen und Schüler (SuS) bei ihrer beruflichen Orientierung. Im Rahmen einer Bildungspartnerschaft gibt das Unternehmen jungen Nachwuchstalenten Einblicke in die technischen Berufe des Braun-Werkes in Walldürn.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Die Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft geht über die Landkreise hinaus: Im Neckar-Odenwald-Kreis sind die Auerberg-Werkrealschule in Walldürn (Auerberg-WRS), die Abt-Bessel-Realschule in Buchen (ABR), die Baulandschule Hettingen sowie im Main-Tauber-Kreis die Comenius-Realschule in Wertheim (CRW), die Pater-Alois-Grimm-Schule in Külsheim (PAGS) und das Schulzentrum (SZ) am Wört in Tauberbischofsheim von nun an starke Partner des Braun-Werks. Auf eine feierliche Zeremonie müssen alle Beteiligten zwar aufgrund der Pandemie verzichten, dafür rücken die Angebote für den Nachwuchs umso mehr in den Fokus.

„Mit der Bildungspartnerschaft möchten wir Schüler für technische Berufe begeistern und gemeinsam einen wichtigen Schritt bei der Berufsfindung auch jenseits klassischer Rollen- und Berufsbilder machen“, begründen Sandra Schaller, zuständig für Ausbildung und Personalwesen, und Dennis Hutter, Ausbilder im Braun-Werk, das Engagement des Unternehmens. Die Ausgestaltung der Angebote ist vielfältig. Sie reicht von Tagesveranstaltungen mit Betriebsbesichtigungen und/oder Bewerbungstrainings bis hin zu einer langfristigen Begleitung von Projekten und Unterricht.

Dass eine frühzeitige Interaktion mit Unternehmen für die berufliche Orientierung wichtig ist, weiß Udo Müller, Schulleiter der PAGS: „Berufsorientierung findet an unserer Schule bereits ab Klasse 5 statt. Als Schule brauchen wir Partner mit Sachverstand. Wir freuen uns, dass wir durch die neue Kooperation unser Angebot erweitern können und noch vor den Sommerferien ein digitales Bewerbertraining für die Klassen 8 und 9 umsetzen werden.“

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Wolfgang Kögel, Schulleitung Auerberg-WRS, ist die Kontinuität des Angebots wichtig. „Mit der Integration eines Projekts in den Technikunterricht wollen wir im kommenden Schuljahr vier bis fünf Mal für je drei Stunden den Jugendlichen der Klasse 8 direkte Praxiseinblicke ermöglichen. Dieses Projekt gilt es nun gemeinsam zu konkretisieren. Wir freuen uns, dass wir mit den verschiedenen Angeboten das gesamte Schuljahr abdecken können.“

Individuelle Interessen

Die Angebote von Procter & Gamble (P&G) berücksichtigen die individuellen Interessen der Schulen. So freut sich Matthias Mertens, der im Schulleitungsteam der CRW für Berufsorientierung verantwortlich ist: „Neben anderen Aktionen planen wir Anfang 2022 einen Mint-Tag für Klasse 9 mit Schwerpunkt Automatisierung und Robotik. An diesem Tag wollen wir neben einer Besichtigung des Betriebs in der Lehrwerkstatt mit den SuS programmieren und Roboter zum Leben erwecken.“ Andreas Wiese, der als Lehrkraft die Bildungspartnerschaft vonseiten der ABR, begleitet, ist der direkte Einblick ins Unternehmen ebenfalls wichtig: „Gerade vor Ort können die SuS einen Einblick in die Praxis erhalten, der sonst in dieser Form nicht möglich ist. Den Besuch vor Ort im nächsten Schuljahr wollen wir mit einem Bewerbungstraining koppeln.“

Dass die Eltern eine wichtige Rolle in der Berufsorientierung spielen, weiß Jochen Köpfle, Schulleitung der Baulandschule: „Es ist toll, dass wir neben den Angeboten, die sich direkt an unsere Jugendlichen richten, auch Lehrkräften und Eltern einen Einblick in Unternehmen und Bewerbungsprozess geben können. So können diese die Jugendlichen gezielt in ihrer Entscheidung und bei der Bewerbung begleiten.“

Stereotype hinterfragen

Natürlich richten sich die Angebote vor allem an SuS, die durch ihre Entscheidung für das Wahlpflichtfach Technik ein grundsätzliches Interesse an den Berufsfeldern bei P&G mitbringen. „Technische Berufe sind für Jungen und Mädchen gleichermaßen attraktiv. Wir hinterfragen Stereotype in der Berufswahl und möchten Mädchen die Möglichkeit geben, auch eher untypische Berufsbilder in Erwägung zu ziehen“, bekräftigt Sandra Schaller die Offenheit von P&G. Auch in den höheren Jahrgängen bleiben deshalb die Einblicke nicht nur auf das Wahlpflichtfach Technik beschränkt.

AdUnit Mobile_Pos4
AdUnit Content_3

So freut sich Christian Wamser, Schulleitung des SZ am Wört, dass es „auch im Wahlpflichtfach AES durchaus Anknüpfungspunkte mit dem Lehrplan, zum Beispiel in den Themen Körperpflege, Schönheit oder auch Nachhaltigkeit gibt und diese praktisch beleuchtet werden.“ Die Angebote der Bildungspartnerschaft zielen zudem darauf ab, den Jugendlichen konkrete Einblicke in P&Gs Beitrag zu mehr ökologischer Nachhaltigkeit zu geben: Im Rahmen der „Ambition 2030“ von P&G werden Verpackungen zu 100 Prozent recyclingfähig oder wiederverwendbar sein sowie ausschließlich Ökostrom in den Werken genutzt.

Die beteiligten Schulen wollen 2021 die ersten Angebote umsetzen. Dabei sind sich alle einig, dass diese je nach Bedarf angepasst werden können. „Wir lernen gemeinsam aus unseren Erfahrungen, schließlich wollen wir die Jugendlichen abholen,“ blickt Sandra Schaller zuversichtlich in die Zukunft.

„Lebendige Zusammenarbeit“

Das Netzwerk „SchuleWirtschaft“, das sich für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit von Schulen und Unternehmen einsetzt und die Bildungspartnerschaften initiiert hat, freut sich mit den beteiligten Schulen und Unternehmen über die Partnerschaft.

Marie-Theres Gerchen, die unter anderem den Neckar-Odenwald-Kreis begleitet, wünscht den Bildungspartnern „eine lebendige und für alle Beteiligte gewinnbringende Zusammenarbeit“.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1