Leader-Förderplakette überreicht - Verein „Kulturpark Madonnenland“ wurde ausgezeichnet / Ausstellung im alten Schulhaus Sakrale Zeugnisse der Region im Blick

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Die Leaderförderplakette wurde an den Verein „Kulturlandschaft Madonnenland“ übergeben. © Adrian Brosch

Einblicke in die sakralen Zeugnisse der Region bietet eine Ausstellung in Altheim. Das Projekt des Vereins „Kulturlandschaft Madonnenland“ wird im Rahmen des Leaderprogramms gefördert.

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Altheim. Dank der mehr als 3000 religiösen Kleindenkmäler trägt das Madonnenländchen seinen Namen nicht zu Unrecht. Seine Geschichte wird in einer vom Verein „Kulturpark Madonnenland“ geplanten Wanderausstellung „Madonnenland – Sakrallandschaft Badisch Franken“ aufgearbeitet, die am Mittwoch im alten Schulhaus durch die Leader-Aktionsgruppe Badisch-Franken als geförderte Maßnahme ausgezeichnet wurde.

In seiner Begrüßung kam Bürgermeister Markus Günther erfreut drauf zu sprechen, dass es sich nicht um das erste Leader-Projekt auf Walldürner Gemarkung handele und man gerade im relativ strukturschwachen ländlichen Raum umso dankbarer für die Förderung sei. Die Wanderausstellung, welche ihre endgültige „Heimstätte“ im eigens dafür renovierten alten Schulhaus finden wird, habe jedenfalls das Zeug zum „kulturellen Highlight des Madonnenländchens“ und schenke dem ohnehin lebendigen Haus ein zusätzliches Plus an froher Atmosphäre.

Dem schloss sich Vorsitzender und Bürgermeister a.D. Alfred Beetz (Grünsfeld) an. „Ziel und Zweck solcher Projekte ist, dass Menschen ihre Heimatdörfer mit Leben erfüllen und ein Stück Heimat aktiv mitgestalten“, hielt er fest und er hoffte, dass die Wanderausstellung Altheim noch interessanter machen und Landflucht verhindern könne. Dabei werde sie gleich mehreren Erfüllungszielen der Leader-Aktionsgruppe gerecht, indem sie durch ehrenamtliches Engagement neue kulturelle und soziale Anlaufstellen schafft und zur Positionierung des Madonnenländchens als touristisch interessante „Genussregion“ beiträgt.

Große Vielfalt

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„Gerade die Vielfalt religiöser Kulturdenkmäler rund um das Baulanddorf demonstriert eine tiefe Verbundenheit mit dem Christentum und bereichert damit den kulturellen Reichtum der Region“, fügte Beetz an und überreichte die Leader-Förderplakette an Felicitas Zemelka, die seitens des Vereins „Kulturpark Madonnenland“ mit weiteren Ausführungen über die Wanderausstellung aufwartete und zunächst erklärte, dass bisher weder eine Gesamtdarstellung des räumlich auf die Altkreise Buchen und Tauberbischofsheim einzugrenzenden Madonnenländchens noch eine museale Darstellung zum Thema existieren.

Das jedoch möchte der Verein ändern, indem er die Sakrallandschaft erforscht und erhält; die geplante Wanderausstellung sei dahingehend als Plattform für weitere Initiativen und eine vielschichtige Netzwerkarbeit anzusehen. Vorgesehen ist, dass die Exponate zunächst in verschiedenen Orten des Madonnenländchens gezeigt werden, ehe sie ihren dauerhaften Platz in Altheim finden werden.

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Diesbezüglich galt Zemelkas Dank neben der sich am Gesamtwert von 85 000 Euro mit einem Zuschuss in Höhe von 33 000 Euro beteiligten Aktionsgruppe sowie Bürgermeister Markus Günther für die zehn Prozent, die die Stadt an den Kosten übernimmt, und insbesondere Ortsvorsteher Hubert Mühling und dem Heimatverein Altheim: „Ihre Begeisterung für unser Tun zeigte sich von Anfang an in einer bemerkenswerten Unterstützung“, hob sie hervor und erklärte, dass die mit Schautafeln und interaktiven Informationssystemen die Geschichte der Region erzählende Ausstellung gemeinsam mit dem Grünkern-Ensemble und dem örtlichen Grünkern-Museum die Attraktivität Altheims weiterhin verbessere. „Wir schaffen einen weiteren Anziehungspunkt für Besucher aus nah und Fern“, betonte sie.

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Nicht zuletzt aufgrund der rund 60 religiösen Kleindenkmäler und Bildstöcke direkt vor Ort bringe Altheim ideale Voraussetzungen mit, die Wanderausstellung „Madonnenland – Sakrallandschaft Badisch-Franken“ dauerhaft zu beherbergen. „Auch die eigentliche Präsentation der Ausstellung soll in Altheim stattfinden“, so Felicitas Zemelka. ad