Produktion von Mundschutzmasken - Kooperation der Firmen Dörr Lufttechnik und Kuhn Maßkonfektion Regionale Einrichtungen und Institutionen als Zielgruppe

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Die Masken haben eine verstärkte Filterfunktion. © Kuhn/Dörr

Schneeberg/Bürgstadt. Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen: Das dachten sich auf die Unternehmen Dörr Lufttechnik aus Bürgstadt und Kuhn Maßkonfektion aus Schneeberg. Die beiden Firmen starteten eine Kooperation, deren Produktion am Donnerstag anlief. Hergestellt werden: Mundschutzmasken. Damit sollen institutionelle und soziale Einrichtungen in der Region unterstützt werden. Die Masken haben eine bessere Filterwirkung als die Textilmasken aus Baumwollstoffen.

Viele Anfragen

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Beliefert werden sollen zunächst nur regionale Einrichtungen und Institutionen wie beispielsweise Caritas, Rotes Kreuz, Altenheim, Ärztepraxen bis hin zu Feuerwehren und Polizei. „Uns erreichen täglich Anfragen aus den unterschiedlichsten Branchen und Regionen Deutschlands“, sagt Geschäftsführer Michael Kuhn. Die wiederverwendbaren Masken sollen demnächst auch als schmalere Versionen für Kinder angeboten werden. Beide Firmen spenden 250 Mundschutzmasken das Pflegeheim „Haus Regina“ in Miltenberg.

Und so entstand die Idee: Das Unternehmen Kuhn ist ein bundesweit tätiger Maßkonfektionär mit Sitz im Schneeberg mit einer der letzten nennenswerten textilen Produktionskapazitäten in Deutschland. Dörr wiederum ist in der Luft-Technik und im Anlagenbau von Industrieentstaubung, Absauge- und Industriefiltertechnik zuhause. Da lag es nahe, die Kompetenzen zusammen zu legen. Dörr beliefert Kuhn nun mit einem speziellen Luftfiltervlies.

„Das Filtermedium wird normalerweise in industriellen Lackier- Klima- und Staubfilteranlagen für die Vor- und Nachfiltrierung genutzt um die Sicherheit am Arbeitsplatz, für die Mitarbeiter und natürlich auch die der Umwelt zu gewährleisten.“, so der Geschäftsführer Oliver Dörr. Sein Partner Michael Kuhn ergänzt: „Mit diesem Material als Inlay können wir somit eine dreilagige Mundschutzmaske produzieren, die aufgrund des Filtervlies deutlich wirksamer ist als ein einfacher oder auch doppellagiger Mundschutz nur aus Textil.“

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Zurzeit läuft bereits ein Prüfverfahren im Labor Hohenstein mit dem Ziel, hier zeitnahe auch eine medizinische DIN-Zertifizierung zu erhalten.