Digitaler Neujahrsempfang der CDU - Übertragung aus dem Dorfgemeinschaftshaus in Hornbach / Eisenmann und Warken wurden zugeschaltet Politisches und Kulturelles im digitalen Angebot

Neuland betrat die CDU Neckar-Odenwald-Kreis mit ihrem digitalen Neujahrsempfang im Dorfgemeinschaftshaus Hornbach. Landes- und Bundespolitiker wurden zugeschaltet.

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Ralf Marker
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Minister Peter Hauk (rechts) im Gespräch mit Hornbachs Ortsvorsteher Wolfgang Stich (links) und Walldürns Bürgermeister Markus Günther. © Tobias Münch

Hornbach. Beim Empfang des Landtagsabgeordneten, Minister Peter Hauk waren die CDU-Spitzenkandidatin zur Landtagswahl, Dr. Susanne Eisenmann und die Bundestagsabgeordnete Nina Warken per Stream zugeschaltet, Walldürns Bürgermeister Markus Günther und Ortsvorsteher Wolfgang Stich waren vor Ort. Alles natürlich gemäß der Hygiene- und Abstandsregeln.

Argument für Glasfaser

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Rund 90 Minuten dauerte die stellenweise technisch ruckelige und schwer zu verstehende Veranstaltung. Ein gutes Argument, so einige der Teilnehmer, für den Ausbau des Glasfasernetzes. Das sei überhaupt eine der großen Aufgaben mit Blick in die Zukunft.

Aber nicht nur die Politik stand im Mittelpunkt – kulturell war auch einiges geboten. Rezitator Stefan Müller-Ruppert trat auf. Er stimmte mit Gedichten von Theodor Fontane, Erich Kästner oder dem Altheimer Erwin Thoma auf das neue Jahr ein. Alina Stumpf (Gesang) und Jonas Farrenkopf (Klavier) von der Musikschule Walldürn bereicherten den Empfang musikalisch. Sie spielten am Sonntag „Grenade“ von Bruno Mars, „Synchron“ von Alina Stumpf und „Sceard to be lonely“ von Martin Garrix. Moderiert wurde die Veranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus von Isabel Kling.

Man gehe an diesem Tag unter Corona-Bedingungen den umgekehrten Weg. „Nicht Sie kommen zu uns, sondern wir kommen digital zu Ihnen nach Hause“, sagte sie zu den Zuschauern.

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Nach der Begrüßung durch Peter Hauk wurde als erster Gast Dr. Susanne Eisenmann zugeschaltet. „Ein ungewöhnliches Jahr liegt hinter uns. 2021 bringt viele Herausforderungen, ein ungewöhnliches Jahr liegt vor uns“, sagte sie. Trotz aller Gefahren und Schwierigkeiten, die die Corona-Pandemie mit sich bringe, forderte sie dazu auf, „mit Optimismus und Hoffnung“ in das neue Jahr zu gehen. „Es gibt Licht am Ende des Tunnels“, sagte sie mit Blick auf den Impfstoff. Es gelte aber noch Geduld zu haben und sich an Regeln zu halten.

Der Wunsch nach einem gesunden neuen Jahr sei früher oft eine Floskel gewesen. Wie wertvoll ein solcher Wunsch aber ist, das habe man im vergangenen Jahr gesehen.

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Sie sprach von einer Weichenstellung für ein Jahrzehnt, das 2021 vorgenommen werden müsse. Dass der technologische, der digitale, der ökologische Wandel kommen, es einen Wandel in der Mobilität und der Arbeitswelt gebe, das sei klar gewesen – „die Corona-Pandemie hat den Handlungsdruck aber erhöht.“

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Sie appellierte an den Gemeinschaftsgeist, Baden-Württemberg ist nur als Ganzes stark., „Wir müssen allen Bürgern eine Perspektive bieten.“ Die Herausforderungen nannte sie vielfältig – beim Wandel der Wirtschaft, beim Homeoffice, beim Homeschooling, bei lebendigen Innenstädten oder beim Einzelhandel. Bereiche, in denen bei viele Sorgen und Nöte um Existenzen und die Zukunft haben. „Die Bürger müssen spüren, dass wir um die beste Lösung ringen. Weil jeder Hoffnung und Perspektive braucht.“ Das erfordere Gemeinsamkeit, Achtsamkeit und Wertschätzung dem anderen gegenüber. Das brauche kein Gegeneinander. „Mit Gegeneinander kommt man nicht durch. Schon gar nicht durch die Krise.“

MdB Nina Warken sagte, die Menschen tragen die Coronamaßnahmen mit, gleichwohl merke man, dass die Menschen eine Perspektive brauchen. Das gelte für Familien, Einzelhandel und alle, die von den Einschnitten betroffen sind, Sie dankte allen, die das System am Laufen halten. „Sie machen einen tollen Job.“ Den Wert einer guten Infrastruktur im ländlichen Raum – etwa im Gesundheitssektor – habe man in Zeiten der Pandemie schätzen gelernt.

Hornbachs Ortsvorsteher Wolfgang Stich und Walldürns Bürgermeister Markus Günther gaben Einblicke in die kommunale Struktur. Toll fand Peter Hauk hier, dass von 220 Einwohnern in Hornbach 40 im Kindergarten- oder Schulalter sind. Das basiere nicht auf Zuzug, sondern auf Eigenentwicklung, indem man den Bürgern eine Perspektive vor Ort geboten habe.

Hornbach möchte beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilnehmen, kam das Gespräch zum nächsten Thema. Hier habe die Pandemie alles etwas verzögert, „aber wir sind in den Startlöchern und haben sehr viele Ideen“, so Stich. Wichtig sei hier eine „intakte Dorfgemeinschaft“. Die gebe es in Hornbach, wie überhaupt der Zusammenhalt im ländlichen Raum eine große Stärke sei, wie Hauk, Günther und Stich betonten. „Die Menschen im ländlichen Raum sind bereit, Verantwortung zu übernehmen.“ Das zeichne den Raum und die Menschen aus, Vereinsarbeit und Ehrenamt gelte es als wichtige Säulen zu stärken.

Walldürn sei eine wirtschaftsstarke Stadt, sagte Günther. Das sei aber nur ein Aspekt für eine gute Entwicklung,. Dazu gehöre auch eine gute Infrastruktur, Schulen oder Baugebiete, damit die Menschen sich hier ansiedeln können. „Wir haben viele junge Familien, die hierbleiben wollen.“

Themen der Zukunft

Peter Hauk sprach einige „Themen der Zukunft“ an. Etwa die Mobilität der Menschen im ländlichen Raum. Er nannte den Klimawandel, hier sei klar, „wir müssen runter von den Emissionen“. Das gelte für den Verbrennungsmotor, hier werden regenerative Energien, synthetische Kraftstoffe eine größere Rolle spielen. Aber auch Heizungen in Privatwohnungen. „Wir brauchen Technologien, die Kohlenstoffe einsetzen, die nachwachsend sind. Und das ist auch eine Chance für die ländlichen Räume. Das ist auch eine Wertschöpfungsperspektive.“

Große Bandbreiten im Internet sind wichtig, das habe gerade die Pandemie gezeigt, in Zeiten von Homeschooling und Homeoffice. Schnelles Internet ist für den Minister nicht nur für die Industrie wichtig, sondern „für jeden Haushalt“.

Redaktion Stellvertretender Redaktionsleiter Buchen, zuständig für Walldürn.