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Kölner Bruderschaft neu strukturiert - Wallfahrt 2022 in Vorbereitung / Großspende für die Helfer der Flutkatastrophe

Pilger wollen sich wieder auf den Weg machen

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(ac
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In den vergangenen zwei Jahren fiel die Kölner Fußwallfahrt nach Walldürn corona-bedingt aus. Für die kommende Wallfahrt vom 7. bis 14. Juni 2022 wird alles daran gesetzt, dass sie wieder durchgeführt werden kann. © Achim Dörr

Walldürn. Der Pilgerweg von Köln nach Walldürn hat sich nicht geändert. Aber: Die Organisationstruktur der Bruderschaft und Pilgerleitung ist völlig neu strukturiert. Einmal mehr kamen die Verantwortlichen der Kölner Traditionswallfahrt zu ihrer Herbsttagung in Walldürn zusammen. Seit März dieses Jahres hat sich in der Struktur der Bruderschaft einiges getan.

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Die Bruderschaft zum Kostbaren Blut mit ihren rund 3000 Mitgliedern besteht zwar noch weiterhin in der Form wie bisher als Laienbewegung und Glaubensgemeinschaft, aber seit diesem Jahr hat sich nun ein Wallfahrtsverein gegründet, der als Funktionsverein den Namen „Bruderschaft vom Kostbaren Blut Köln-Porz-Urbach“ trägt. Dieser neue Verein hielt somit im ersten Teil der Tagung seine satzungsmäßige Mitgliederversammlung ab.

Der neue Vereinsvorsitzende und Mitpilger Diedrich Frielinghaus gab in seinem Tätigkeitsbericht bekannt, dass der Verein nun als eingetragener Verein besteht und zudem auch die Gemeinnützigkeit anerkannt wurde. Im Weiteren informierte er über zahlreiche organisatorischen Themen zur Wallfahrt, wie auch die Neuregelung der Versicherungen. Der Kontakt zu den Wallfahrtsstationen, die Erstellung einer Geschäftsordnung für die Wallfahrtsleitung und die Öffentlichkeitsarbeit sind zukünftige Schwerpunkte der neuen Vereinsarbeit.

Die Zwecke und Ziele des Vereins liegen darüber hinaus bei der Unterstützung mildtätiger und kirchlicher Vorhaben sowie der Erhaltung und Pflege des Brauchtums.

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Zum Finanzbericht gab letztmalig die seitherige Kassiererin Michaela Balling Rechenschaft, die anschließend wie auch der gesamte Vorstand einstimmig entlastet wurde. Die Gelder gehen in den neuen Verein über. Die Funktion der Kassiererin übernimmt fortan die Mitpilgerin Marianne Fritsch und als ihr Stellvertreter Hubert Schirmer.

Veranstalter der Wallfahrt

Rein rechtlich ist der neue Verein gleichzeitig auch der Veranstalter der jährlichen Wallfahrt nach Walldürn. Pfarrer Johannes Mahlberg gehört als geistlicher Beirat dem Vorstand an. In das Amt des Wallfahrtsleiters wurde Stefan Beßlich gewählt, der ebenfalls im Vereinsvorstand integriert ist.

Ihm oblag es dann im zweiten Teil der Zusammenkunft die neue Wallfahrtsleitung zu bilden, wobei er auch die Schnittstellen zum neuen Wallfahrtsverein herausstellte. Der neuen Wallfahrtsleitung gehören an: Hartmut Ackermann, Michaela Balling, Diedrich Frielinghaus, Marianne Fritsch, Rudolf Hermes, Björn Hohl, Nicole Janz-Steul, Marina Kloft-Haberstock, Hubert Schirmer, Johannes Sroka und Lydia Weber.

Mit Blick auf die nächste Wallfahrt, die in den letzten beiden Jahren Corona-bedingt nicht durchgeführt werden konnte, befasste sich die neu gewählte Wallfahrtsleitung mit vielfältigen Fragen. Hier wurden vor allem die Hygienekonzepte für das Pilgern, für die Pilgerstationen, die Gottesdienste und für die Busse besprochen. Das Thema der Wallfahrt, die vom 7. bis 14. Juni 2022 stattfinden soll, lautet: „Herr, wohin sollen wir gehen?“ Einen ganz besonderen Spendenaufruf, nämlich „Helfer brauchen Hilfe!“, startete der neue Wallfahrtsverein aus Anlass der verheerenden Flutkatastrophe im Juli. Angetrieben durch persönliche Erlebnisse und Schicksale, so berichteten die Vorstandsmitglieder, wollte man den selbst betroffenen Helferinnen und Helfern in den Hochwasser-Regionen Unterstützung zukommen lassen.

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Aus den Reihen der Pilger der Bruderschaft kamen Spenden in Höhe von insgesamt 9783,32 Euro zusammen. Der Wallfahrtsverein hat diese Summe auf 15 000 Euro aufgerundet, die im September bereits überwiesen wurde. Die Gesamtsumme wurde dabei zur Hälfte an den Solidaritätsfonds der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen und an den Landesfeuerwehrverband in Rheinland-Pfalz aufgeteilt. „Wir tragen so dazu bei, dass die Helferinnen und Helfer der Hochwasser-Katastrophe, die selbst alles verloren haben, nun selber Hilfe erfahren“, so die Vorstandschaft.

Auch die Patres vom Walldürner Franziskaner-Konvent, Pater Josef Bregula, Pater Kamil Piotrowski und Pater Lukas Sliwinski trafen sich mit dem Vorstand und tauschten sich dabei über die zukünftige Wallfahrt aus. (ac

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