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Ausschuss für Technik und Umwelt tagte - Nachbesserungsbedarf an Kläranlagen

Phosphorgehalt reduzieren

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ds
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Walldürn. Bauanträge und eine Bauvoranfrage von Antragstellern aus Walldürn, Altheim und Glashofen-Neusaß standen auf der Tagesordnung des Ausschusses für Technik und Umwelt im Walldürner Gemeinderat (ATU) unter dem Vorsitz von Bürgermeister Markus Günther im „Haus der offenen Tür“.

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Mehrfamilienhäuser geplant

Hierbei erteilten die Mitglieder dem Bauantrag eines Antragstellers auf Neubau von zwei dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern mit insgesamt zwölf Wohneinheiten auf einem Grundstück in der Wettersdorfer Straße das Einvernehmen. Einer Zufahrt aus südlicher Richtung stimmte der ATU allerdings nicht zu.

Stadtrat Rolf Günther kritisierte bei der Sitzung, dass seit geraumer Zeit immer häufiger Baumaßnahmen erst durchgeführt und danach dann erst dem Ausschuss zur Baugenehmigung vorgelegt würden.

Vorbehaltlich der Zustimmung der Fachbehörden erteilte der ATU einstimmig Votum dem Bauantrag eines Antragstellers auf Teilumnutzung landwirtschaftlicher Gebäude mit Hallenerweiterung zum Gewerbebetrieb Garten- und Landschaftsbau, Umbau Garage zum Büro, Einbau Hackschnitzelanlage, Einbau Ölabscheider und Umnutzung Güllegrube zum Wasserspeicher auf zwei Grundstücken in Neusaß das gemeindliche Einvernehmen.

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Dann ging es um die Abwasserbeseitigung und hier um die Errichtung einer Fällmittelstation zur Reduzierung des Phophoreintrags in der Kläranlage Rippberg. Wie der Leiter des Stadtbauamtes, Christian Ber-lin, sagte, wurde nach dem Erlass vom 4. Juli 2019 des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft entsprechend der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) gefordert, den Phosphoreintrag in Gewässer zu reduzieren. Nach Aufforderung des Landratsamts Neckar-Odenwald-Kreis beabsichtigt die Stadt Walldürn deshalb nun die Phosphorreduzierung auf ihren kommunalen Kläranlagen.

Verschiedene Varianten

Auf der Grundlage der Studie zur verbesserten Lokalisierung der Phosphor-Emissionen wurden verschiedene Varianten modelliert. Das Ergebnis ist, dass weitere Maßnahmen zur Phosphor-Elimination notwendig sind. Für die Entfernung von Phosphor aus dem Abwasser wird im Fachgebrauch zwischen zwei Varianten unterschieden: Das Fällungsverfahren basiert auf der biologischen Phosphateliminierung. Dabei werden durch Zufuhr von Eisen-III-Chlorid die Phosphate gefällt. Die Filtervariante zeichnet sich durch ein mechanisches Trennverfahren aus.

Für die Kläranlage Rippberg soll das Fällungsverfahren gewählt werden. Das Landratsamt gibt eine Inbetriebnahme beim Einsatz der Fällungsvariante bis Ende 2024 vor. Trotz der laufenden Strukturuntersuchungen für die Kläranlage Rippberg könne derzeit noch keine Aussage getroffen werden, wie lange die Kläranlage noch bestehen bleibt. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die Kläranlage die nächsten acht bis zehn Jahre in Betrieb ist. Daher ist die Maßnahme gemäß den Forderungen des Landratsamtes nötig.

Die Ingenieurkosten belaufen sich auf rund 49 226 Euro. Der Ausschuss stimmte der Vergabes an das Ingenieurbüro Weber GmbH aus Pforzheim mit einer Summe von rund 49 226 Euro zu.

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Zwei Anlagen betroffen

Gleiches galt danach dann auch für die Errichtung einer Fällmittelstation zur Reduzierung des Phosphoreintrags in die Gewässer für die Kläranlage Altheim. Auch hier stimmte der Ausschuss der Vergabe auf Grundlage des vorliegenden Ingenieurvertrags an das Ingenieurbüro Weber GmbH aus Pforzheim mit einer Summe von rund 34 077 Euro zu. ds

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