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Sommerlager und Wanderung - Mitglieder des Stammes „Wildenburg“ waren aktiv

Pfadfinder aus Buchen und Walldürn waren auf Fahrt und Lager

Von 
mb
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Trotz Regens waren die Pfadfinder bei ihrer Mehrtageswanderung von der Landschaft der Schwäbischen Alb beeindruckt. © Martin Bernhard

Buchen/Walldürn. Die Pfadfinder des Stammes „Wildenburg“ im Pfadfinderbund Süd gingen – nach der Corona-bedingten Pause im vergangenen Jahr – wieder auf Fahrt und Lager. So hielten Wölflinge und Pfadfinder zwei getrennte einwöchige Zeltlager bei Bödigheim ab. Eine Gruppe älterer Pfadfinder wanderte auf der Schwäbischen Alb.

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Wegen der geltenden Coronaregeln entschieden die Verantwortlichen des Pfadfinderbunds Süd, auf ein gemeinsames zweiwöchiges Bundeslager mit mehreren hundert Teilnehmern zu verzichten. Stattdessen organisierten die örtlichen Stämme kleinere Zeltlager. Die Gruppen des Stammes „Wildenburg“ hielten zwei einwöchige Zeltlager bei Bödigheim ab: eines für Kinder im Grundschulalter, „Wölflinge“ genannt.

Diese kehrten abends nach Hause zurück, übernachteten bei ihren Eltern und wurden von diesen am nächsten Morgen wieder zum Lagerplatz gebracht. Die Pfadfinder (Mädchen und Jungen im Alter von zehn bis 16 Jahren) dagegen verbrachten eine Woche komplett auf dem Lagerplatz. Auf beiden Lagern wurde die geltende Landescoronaverordnung eingehalten.

Die Wölflinge erlebten ihr Zeltlager als Ritter. Bereits in den letzten Gruppenstunden vor den Sommerferien hatten sie Knappenaufgaben erfüllt und waren zu Rittern ernannt worden. Sie befreiten eine Stadt vor Räubern und evakuierten Alte, Kranke und Kinder. Die Bewohner hatten sie vor ihrer Befreiuung auf geheimen Wegen mit Lebensmitteln versorgt. Höhepunkt des Lagerprogramms war das Ritterturnier. Dabei erfüllten die jungen Ritter Aufgaben wie Lanzenstechen, Bogenschießen, Hindernislauf, Zielwerfen, Wappenmemory und nahmen an einer Schwertübung teil.

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Auch auf dem verkürzten Sommerlager legten die Wölflinge ihre persönlichen Proben ab. So belegte bei den „Wichteln“ (Kinder jünger als sechs Jahre) Karolina Berg (Meute Wiesel) den ersten Platz vor Alexander Fast (Meute Waschbär). Bei der Jungwolfprobe war Emil Müller (Meute Waschbär) der beste vor Sophia Winkler (Meute Eichhörnchen). Bei der Sternwolfprobe siegte Marlon Kurz (Meute Waschbär) vor Maximilian Fast (Meute Waschbär) und bei der Stammwolfprobe Lotta Zin (Meute Hermelin).

Die Pfadfinder (Zehn- bis 16-Jährige) widmeten sich auf ihrem Zeltlager einem mehrtägigen Agentenspiel. Hier musste jede Gruppe einen Briefkasten anlegen, in dem im Laufe des Lagers Nachrichten eines Geheimagenten eintrafen. Manchmal beinhalteten die Nachrichten Aufgaben, zum Beispiel einen Speer zu bauen oder ein Kreuzworträtsel möglichst schnell zu lösen. Oder die Nachrichten forderten zu größeren Spielen auf, zum Beispiel zu einem Geländespiel.

Ein anderes Mal maßen sich die Gruppen bei einem Organisationsspiel. Dabei galt es, eine Kanone mit einem Kupferrohr zu bauen und mit Wasser und Feuer mit Korken auf Dosen zu schießen. Während des Agentenspiels konnten die einzelnen Mannschaften „Gadgets“ in Form von Murmeln sammeln. Je mehr man davon hatte, desto größer war der zeitliche Vorsprung, den man sich fürs Abschlussspiel erspielt hatte. Bei diesem galt es, aus einem Zielgebiet möglichst viele Bonbons zu transportieren. Auf dem Lagerprogramm standen außerdem ein Spiel mit Funkgeräten und für eine der Gruppen ein Survivaltag. Dabei verbrachten die Pfadfinder einen Tag mit äußerst einfachen Mitteln in der Natur.

Natürlich standen auch viele Singerunden und das Backen von Stockbrot auf dem Programm. Und auch in diesem Jahr bauten die Pfadfinderinnen und Pfadfinder ihre Zelte selbst auf und richteten sich wohnlich auf dem Lagerplatz ein. Die Pfadfinder bereiteten ihre Speisen selbst zu. Für die Wölflinge kochten ausnahmsweise Erwachsene das Essen, weil die Zeit wegen der täglichen Heimfahrten dafür zu knapp gewesen wäre.

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Nach den beiden Zeltlagern brachen sieben Pfadfinder zu einer Mehrtageswanderung in die Schwäbische Alb auf. Mit Autos ging es zunächst in die Nähe der Burgruine Reußenstein oberhalb von Neidlingen. Schnell verteilten die Pfadfinder untereinander die Lebensmittel für die kommenden Tage. Unter stärker werdendem Nieselregen brachen sie auf. Schon bald klebten die nassen Kleider den Teilnehmern am Leib, was der guten Stimmung keinen Abbruch tat.

Nach einem Abstecher zu den Neidlinger Wasserfällen folgten die Pfadfinder dem Albsteig, der sie über das Randecker Maar, das Felsplateau Breitenstein mit malerischer Aussicht und nach einer Übernachtung in der Burgruine Hahnenkamm in einem Kreisbogen wieder zurück zum Ausgangspunkt führte. Mit einer letzten sportlichen Herausforderung, einem schnellen Aufstieg auf die Limburg, nahm die Wanderung ihr Ende. mb

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