Wallfahrt - Gedenktag zu Ehren des Blutwunders am 18. Juni wird gefeiert / Liveübertragungen im Internet und auf K-TV Pater Josef Bregula: „Wir spüren die Enttäuschung bei den Pilgern“

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Walldürn. Die Hauptwallfahrtszeit zum Heiligen Blut hätte am Sonntag begonnen. Diesmal sogar eine ganz Besondere: In diesem Jahr blickt Walldürn auf 690 Jahre Blutwunder aus dem Jahre 1330 zurück. Nun ist alles anders. Vor fünf Wochen wurde diese für Walldürn und Tausende von Pilgern so besondere vierwöchige Zeit wegen der Corona-Krise abgesagt.

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Bei vielen Pilgern schwingt Traurigkeit und eine große Portion Wehmut in diesen Tagen mit, denn die ersten Gruppen hätten sich im Laufe dieser Woche auf den Weg in die Wallfahrtsstadt gemacht. „Wir spüren die Enttäuschung bei den Pilgern, die uns anrufen und sich auch über die Sozialen Netzwerke mit uns verbinden“, so Wallfahrtsleiter Pater Josef Bregula.

Kontakt halten

Das Wallfahrtsbüro und die Wallfahrtsleitung haben sich deshalb Gedanken gemacht, wie sie den Kontakt zu den Pilgergruppen halten können. Es wird in der Phase der abgesagten Hauptwallfahrtszeit eine Reihe von Livestreamings durch das Online-Team und Liveübertragungen über den Fernsehsender K-TV von Gottesdiensten und Abendandachten geben.

Besonders wird der „Große Blutfeiertag“ am 18. Juni begangen, denn dieser Tag war von Papst Eugen IV auf den Oktavtag von Fronleichnam festgesetzt worden und wird deshalb auch nicht verschoben. Dieser Gedenktag zu Ehren des Blutwunders wird aufgrund der immer noch begrenzten Anzahl von Gläubigen mit geladenen Gästen in einer Heiligen Messe um 9.30 Uhr gefeiert. In dieser Eucharistiefeier wird besonders für die Anliegen der Pilger gebetet, die diese nicht persönlich zur Gnadenstätte bringen können.

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Darüber hinaus wird es auch eine Spendenaktion geben, damit während dieser vier Wochen die großen Heilig-Blut-Kerzen am Blutaltar brennen können. Um die Verbundenheit mit den Pilgergruppen zu dokumentieren, werden jeden Tag die Namen der Pilgergruppen am Blutaltar veröffentlicht, an dem sie angekommen wären. Auch wird es ein Bestellportal auf der Internetseite der Wallfahrt zum Heiligen Blut geben, auf dem man Messstipendien, Wallfahrtskerzen und -plaketten, Ritaöl und -rosen bestellen kann.

„Wir denken, dass sich auch viele Individualpilger in dieser Zeit auf den Weg nach Walldürn machen werden, um einfach auch in der Stille am Blutaltar innezuhalten und zu beten“, so die Walldürner Wallfahrtsleitung. In diesem Jahr wird die Atmosphäre in den vier Wochen nach dem Dreifaltigkeitssonntag in der Basilika, am Wallfahrtsplatz und in der gesamten Innenstadt eine andere sein. Eine Zeit die Walldürn so nicht kennt und auch in dieser Form noch nie erlebt hat. ac