Freibad Walldürn - Gemeinschaftsprojekt des Vereins der Freunde und Förderer der Walldürner Bäder, der Krabbelgruppe und der Stadt Walldürn fertiggestellt / Kostenloses WLAN in Planung Neue Rutsche offiziell ihrer Bestimmung übergeben

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Ralf Scherer
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Die neue Rutsche im Walldürner Freibad ist am Donnerstag offiziell ihrer Bestimmung übergeben worden. Eifrig genutzt wird die Attraktion schon seit dem vergangenen Wochenende. © Ralf Scherer

Walldürn. Das Walldürner Freibad ist um eine Attraktion reicher: Für jugendliche und jung gebliebene Badegäste steht am Beckenrand des Nichtschwimmer-Bereichs eine fünf Meter lange Rutsche mit Wasserlauf zur Verfügung. Eifrig in Anspruch genommen wird diese schon seit dem Wochenende. Erste offizielle Nutzerin war jedoch am Donnerstagvormittag Frieda Berberich, die von der 2,5 Meter hohen Plattform aus vergnügt in das mit 25 Grad Celsius angenehm temperierte Wasser sauste.

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„Ein langgehegter Wunsch ist in Erfüllung gegangen“, freute sich Bürgermeister Markus Günther bei der Inbetriebnahme. „Das ist gut investierte Geld“, dankte er allen, die an diesem Gemeinschaftswerk mitgewirkt haben. Abschließend wünschte sich der Rathauschef, dass die Rutsche gut angenommen und in den allgemeinen Badebetrieb integriert wird. Helmut Kubin, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer der Walldürner Bäder, erinnerte an die phasenweise nicht einfache Realisierung des Projekts. Dank der wohlwollenden Unterstützung des Stadtrats sei das Vorhaben dann aber doch auf einen guten Weg gebracht worden. Mit der ursprünglich anvisierten Inbetriebnahme schon zu Beginn der Badesaison habe es zwar nicht mehr geklappt. Nun freue er sich aber, dass die Rutsche pünktlich vor Beginn der Sommerferien installiert wurde.

Rund 25 000 Euro Projektkosten

Mit 18 000 Euro hat der Verein der Freunde und Förderer der Walldürner Bäder den Löwenanteil für das Projekt zur Verfügung gestellt. Selbst die gesamte Investitionssumme hätte der Förderverein stemmen können, dann aber bis an die Schmerzgrenze gehen müssen. Deshalb sprang die Krabbelgruppe der Seelsorgeeinheit Walldürn als Mitsponsor ein und steuerte 5000 Euro aus dem Erlös der vielfältigen Aktivitäten bei. Die Stadt Walldürn übernahm schließlich die Kosten für Fundament und Erdarbeiten.

Im Ergebnis verfügt das Freibad nun über eine besondere Attraktion, die vor allem die acht bis zwölf Jahre alten Jugendlichen anlocken soll. Denn – darin waren sich alle Beteiligten einig – für diese Zielgruppe war das Freibad bisher nicht attraktiv genug. Um zukünftig auch die Heranwachsenden ab zwölf Jahren stärker von den Qualitäten des Walldürner Freibades überzeugen zu können, steht die Umsetzung eines weiteren Wunschs des Fördervereins unmittelbar bevor.

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Bereits in zwei bis drei Wochen soll ein kostenloser WLAN-Zugang in Betrieb gehen. „Wir haben zwar keinen Glasfaseranschluss im Freibad“, bestätigte Bürgermeister Günther entsprechende Pläne. Mit den maximal realisierbaren 25 Megabit pro Sekunde könnten Badegäste jedoch problemlos telefonieren oder Nachrichten verschicken.

Redaktion Ralf Scherer ist als Redakteur in der Lokalredaktion Buchen und im Online-Bereich tätig. In seiner Heimatstadt Walldürn, aber auch in vielen anderen Gemeinden des Neckar-Odenwald-Kreises ist er seit 14 Jahren als Lokaljournalist unterwegs.