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Mitgliederversammlung - Förderverein für Missionsarbeit mit neuem Vorstand und Ausrichtung

Lob für selbstlosen Einsatz

Von 
Adrian Brosch
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Bei der Mitgliederversammlung des bisherigen Fördervereins für Missionsarbeit wurden langjährige Vorstandsmitglieder verabschiedet und ein neuer Vorstand gewählt. © Adrian Brosch

Hardheim/Walldürn. Einen neuen Vorstand und eine neue inhaltliche Ausrichtung hat der frühere Förderverein für Missionsarbeit: Bei der Mitgliederversammlung löste Wolfgang Kaufmann den bisherigen Vorsitzenden und Gründer Anton Fach an der Spitze ab. Einen neuen Namen hat der Verein ebenfalls: Er firmiert künftig als „Förderverein zur Unterstützung von Projekten in Tansania“.

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Im Hardheimer Pfarrheim leitete Anton Fach den Abend ein. Nachdem Schriftführer Rainer Weiß die Tagesordnung vorstellte und auf 43 Mitglieder aus dem ganzen Dekanat verwies, erinnerte der langjährige Vorsitzende Fach nochmals an die beiden Hungermärsche 2020 in Höpfingen und 2021 in Walldürn. Coronabedingt handelte es sich um Gottesdienste mit Länderausstellungen über die Hilfsprojekte statt der traditionellen Wanderungen. Nachdem 2020 keine Reisen möglich gewesen waren, besuchte Anton Fach 2021 gleich zweimal – einmal in Begleitung Maria Stolz-Günthers – die Projekte in Tansania, wo der Verein sich unter anderem um einen Kindergarten kümmert, eine Internet-Station realisierte und 500 Cashewnut-Bäume anpflanzte.

„Wir hatten auch mit gewissen Widrigkeiten wie dem Tod Pfarrer Mbembas zu kämpfen, aber im Ganzen lohnt sich die Arbeit noch immer“, merkte Anton Fach im Hinblick auf das Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ an. Nicht unkritisch zu sehen sei jedoch der Aspekt, dass das Corona-Virus „in Afrika keine Rolle zu spielen scheint“. Für 2022 sei mit einem erneuten Hungermarsch zu rechnen, wobei Konkretes noch besprochen werden müsse.

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Über die Finanzlage informierte Kassier Thomas Baunach, dem die Kassenprüfer Anke Erbacher und Bernhard Berberich einwandfreie Buchführung attestierten. Auf die Entlastung des Vorstands folgten die von Nicole Böhrer geleiteten Neuwahlen. Hier ergab sich ein Personalwechsel auf breiter Flur: Geleitet wird der Verein künftig von Vorsitzendem Wolfgang Kaufmann und 2. Vorsitzendem Frank Weidinger; Schriftführerin Simone Schmidt, Kassiererin Sieglinde Fach und die Kassenprüfer Anke Erbacher und Bernhard Berberich ergänzen das Team.

Verabschiedet wurden neben Vorsitzendem und Gründer Anton Fach auch 2. Vorsitzende Sieglinde Böhrer sowie Schriftführer Rainer Weiß und Kassierer Thomas Baunach. Sie alle hatten teils seit der Gründung des Vereins im Jahr 2004 gewirkt. Wolfgang Kaufmann dankte somit nicht nur den Neugewählten für ihre Bereitschaft, sondern mit Präsenten auch den scheidenden „Führungskräften“ für ihr bemerkenswertes Engagement. Besonders beeindruckend sei für ihn, dass diese gesamte Arbeit ehrenamtlich geleitet wurde und jeder gespendete Cent den geförderten Projekten direkt zugeführt wurde. „Wie ihr es geschafft habt, Projekte persönlich zu begleiten, Kontakte zu pflegen und in den Blick zu nehmen, wie die gespendeten Gelder eingesetzt wurden und was daraus aufgebaut wurde, davor kann man nur den Hut ziehen. Alle Flüge wurden aus eigener Tasche finanziert“, betonte er. Insbesondere Anton Fach habe mehrmals wöchentlich telefonischen Kontakt gepflegt. Das alles verdeutliche, dass den beteiligten Personen diese Arbeit ein Herzensanliegen war und sei Musterbeispiel eines glaubwürdigen, selbstlosen Einsatzes.

Intensiv wurde eine Neuausrichtung des Vereins besprochen, wofür Rainer Weiß die bestehende Satzung umfangreich überarbeitet hatte: Die neue Satzung wurde ebenso einstimmig beschlossen. Ebenso wurde die zukünftige Ausrichtung des Vereins geklärt. Es sollen nur Entwicklungsprojekte unterstützt werden, bei denen nachvollziehbar ist, wie die zur Verfügung gestellten Gelder verwendet werden. Das bedeutet, es müssen regelmäßige persönliche Kontakte bestehen, die die Entwicklung mitverfolgen. Nur so sei eine Bitte um Spenden glaubwürdig und motivierend. Das geschaffene Vertrauen ist die Grundlage.

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Zukünftig erfolgt eine Eingrenzung auf zwei Projekte in Tansania. Hier betreut Anton Fach weiterhin sein „Herzensprojekt“ in Hingawali, während das zweite Projekt in Matanana künftig von einem jungen, motivierten Helferteam betreut wird.

Im nordtansanischen Dorf Matanana wurde in den vergangenen Jahren mit Spenden aus der Region kräftig Hand angelegt – unter anderem wurde die gesunde Wasserversorgung durch Brunnen sichergestellt und eine Krankenstation wurde aufgebaut. ad

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