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Treffen der Biberberater - Viele Informationen bei Tagung

Konflikte vermeiden

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Walldürn. Die Biberberater aus dem Regierungsbezirk Karlsruhe trafen sich zu ihrer jährlichen Fortbildung. Vertreter aus dem Raum Baden- Baden, Rastatt, Karlsruhe, Heidelberg und nicht zuletzt dem Neckar- Odenwald- Kreis kamen in Walldürn zusammen. Organisiert wurde die Tagung von Beate Müller- Haug und Dr. Ulrich Weinhold vom Regierungspräsidium, die Führung übernahmen die Biberberater Martin Kuhnt und Joachim Bernhardt.

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Besichtigt wurde das Bibervorkommen im Quellgebiet des Marsbaches. Biber haben dort seit wenigen Jahren einen hochinteressanten Lebensraum geschaffen. Es kommt dort wegen Anstau des Baches aber auch zu Konflikten mit der Kommune. In zahlreichen Gesprächen und Ortsterminen haben sich der betroffene Personenkreis insoweit geeinigt, dass man versucht, mit dem Biber zu leben und auch dessen Bedürfnisse zu berücksichtigen.

Nahe dem Gelände der Stadtwerke Walldürn wurde den Teilnehmern demonstriert, mit welchen technischen Hilfsmitteln Überschwemmungen an den Ufersäumen eingedämmt oder vermieden werden können. Solche Maßnahmen helfen allerdings in den meisten Fällen nur vorübergehend. Biber haben regelmäßig verblüffende „Antworten“ auf menschliche Beeinflussung ihres Lebensraumes.

Die Mittagspause fand auf dem Gelände der Stadtwerke Walldürn statt. Der technische Leiter, H. Hägele, begleitete die gesamte Tagung. Ein Fachvortrag zu ersten Ergebnissen einer Masterarbeit über die Wirkung des Bibers auf die Artenvielfalt schloss sich an, ebenso ein intensiver Austausch der Erfahrungen der teilnehmenden Personen.

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Bei der Masterarbeit geht es darum festzustellen, wie sich die Artenvielfalt durch die Tätigkeiten des Bibers verändert. Um es kurz zu sagen: Biber erhöhen sowohl die Anzahl der Arten als auch deren Individuenzahl.

Der Abschluss fand nahe Waldhausen statt. Dort hat sich am Landgraben eine Biberfamilie angesiedelt, die das Interesse der Bevölkerung geweckt hat. Auch Landwirte sind betroffen, kommt es doch insbesondere bei größeren Regenfällen im Frühjahr zu Überschwemmungen auf den angrenzenden Wiesen. Den Teilnehmern wurde gezeigt, welche Möglichkeiten die Biberberater haben, um auch den Landwirten bei ihrer Bewirtschaftung entgegen zu kommen, ohne den Biber erheblich zu stören.

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