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Hochamt - Stadtpfarrer Pater Josef hielt die Predigt bei Gottesdienst an Fronleichnam

„Katholiken feiern das Brot“

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ds
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Walldürn. Stadtpfarrer und Wallfahrtsleiter P. Josef Bregula OFM Conv. gestaltete am Fronleichnamstag bei der Wallfahrt 2022 und des Fronleichnamstages am Donnerstagvormittag als Zelebrant das feierliche Hochamt in der Wallfahrtsbasilika. Es wurde kirchenmusikalisch feierlich umrahmt von Organist Sven Geier. Pater Josef Bregula, OFM Conv. als Hauptzelebrant begrüßte neben den Pilgergruppen und Einzelpilgern insbesondere die stellvertretende Pfarrgemeinderatsvorsitzende der Seelsorgeeinheit Walldürn, Andrea Hemberger, Bürgermeister-Stellvertreter Fabian Berger, Mitglieder des Kreistages Neckar-Odenwald-Kreis, Oberstleutnant Beuschel vom Militär-Standort in Walldürn sowie zahlreiche vietnamesische Pilger aus Aschaffenburg, Nürnberg und Schweinfurt mit ihrem Seelsorger Pater Ngoe.

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Nach den beiden von Lektorin Heike Hefner vorgetragenen Lesungen aus dem Buch „Genesis“ und aus dem 1. Brief des Apostel Paulus an die Gemeinde von Korinth sowie nach der Verkündigung des Heiligen Evangeliums nach Lukas durch den Stadtpfarrer ging dieser in seiner Predigt auf das Fronleichnamsfest und auf das Leitwort der Wallfahrt „Wir sind gekommen, dich anzubeten“ (aus dem Matthäus-Evangelium) näher ein.

Pater Josef hielt die Predigt beim Hochamt. © Bernd Stieglmeier

Der geistliche Schriftsteller Anthony de Mello beschreibe in einer Geschichte, dass Gott noch einmal und so zu den Menschen kommen wolle, wie es nötig sei. Da einmal ein Engel Hunger und Arbeitslosigkeit als die größten Nöte ausmachte, habe Gott den Engel wissen lassen: „Dann werde ich in der Form von Nahrung für die Hungernden erscheinen und als Arbeit für die Arbeitslosen.“

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In der Form von Nahrung für die Hungernden erscheinen – das könne Brot sein. An Fronleichnam würden alle Katholiken dieses Brot feiern, als Nahrung für Leib und Seele. Wenn er den Gedanken von de Mello weiterführe, erscheine Gott ja so, wie es eine Antwort auf die Not sei. Würde er dann vielleicht in unserer Zeit noch ganz anders erscheinen? Vielleicht als Friedensbote für jene, die an Krieg leiden? Vielleicht als neue Luft für jene, die an Long Covid leiden? Vielleicht als Gesprächspartner oder Mediator für Familien und Paare, die sich nichts mehr zu sagen haben?

Spektrum erweitern

Auch die bekannten Lieder des Fronleichnams würden dieses Spek-trum erweitern. Mit jeder Not könnten wir ins Gebet vor dem Allerheiligsten gehen. Dort könnten wir verweilen und fragen: „Was kann deine Antwort auf meine Not sein?“

Ein eigener Blick könne auf die Blumenteppiche gehen. Wovon würden sie erzählen? Sei es ein Motiv, das einen Dank ausdrücke? Zeige das Motiv etwas von einer Sehnsucht, die wir ins (Blumen-)Bild bringen würden. Jeder Blumenteppich besage auch: „Herr, ich habe mir Zeit genommen und mir Mühe gemacht für dich! Du bist täglich gut zu uns, dann kann ich es heute auch sein!“

Gott erscheine unter uns in der Gestalt des Brotes. Die biblischen Texte würden uns an einige Erfahrungen erinnern, die das Volk Israel und die ersten Gemeinden der Christen mit dem Brot gemacht hätten. Und Jesus? Bei der wunderbaren Brotvermehrung habe er seine ganze Kraft gezeigt: „Wo nichts ist, kann viel werden. Wo scheinbar Armut war, entsteht ein Zeichen von Fülle. Es soll Kraft werden über die Zeit hinaus“.

In seiner Einleitung zur Messe habe er von dem alten Priester erzählt, der in der Nachkriegszeit beide Nöte seiner Gemeinde zusammengebracht habe: Hunger nach Brot, um körperlich satt zu werden, und Hunger nach dem rettenden Anker. Wenn Gott gut zu uns sei, solle er es auf jede Weise machen. ds

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