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Menschen unter 25 ohne Job - Im Jahr 2020 hat dieses Schicksal bundesweit 5,5 Prozent der jungen Menschen unter 24 Jahren getroffen / Zahlen aus dem Kreis

Jugenarbeitslosigkeit im Neckar-Odenwald-Kreis: Statistisch betrachtet „auf der Sonnenseite”

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teb/zds
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Der Neckar-Odenwald-Kreis ist in diesem Vergleich aktuell mit einer Quote von 3,7 Prozent der Erwerbspersonen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren vertreten, die im Jahresdurchschnitt arbeitslos gemeldet waren. © zds

Neckar-Odenwald-Kreis. Menschen unter 25 ohne Job? Im Jahr 2020 hat dieses Schicksal bundesweit 5,5 Prozent der jungen Menschen unter 24 Jahren getroffen. Diese Arbeitslosenquote weist das Statistische Bundesamt im Regionalatlas aus, in dem die Lebensverhältnisse in der Republik verglichen werden.

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Die schlechte Nachricht ist, dass damit der bundesweite Wert gegenüber dem Vorjahr im ersten Coronajahr um 1,1 Prozentpunkte nach oben ging.

Der Neckar-Odenwald-Kreis ist in diesem Vergleich aktuell mit einer Quote von 3,7 Prozent der Erwerbspersonen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren vertreten, die im Jahresdurchschnitt arbeitslos gemeldet waren.

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Schlusslicht: Kreis Uckermark

In einer Bundesliga der Jugendlichen-Vollbeschäftigung erreichte der Kreis Erding mit 2,3 (Vorjahr 1,4) Prozent Jugendarbeitslosigkeit den niedrigsten Wert und Platz 1 wie im Vorjahr. Schlusslicht war ebenfalls wie im Vorjahr der Kreis Uckermark (Brandenburg) mit einer Quote von 13,1 (Vorjahr 16,6) Prozent. Der Neckar-Odenwald-Kreis liegt in dieser Bundesliga auf Platz 128 von 401 ausgewerteten Städten und Kreisen.

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Macht man den europaweiten Vergleich, dann liefert das Europäische Statistikamt für Deutschland für Oktober 2021 eine Jugendarbeitslosigkeitsquote von 7,0 Prozent – das ist zwar aufgrund anderer Berechnungsgrundlagen ein höherer Wert als der vom Statistischen Bundesamt ermittelte, aber an der Spitzenposition von Deutschland als Ganzem ändert das nichts. Spanien hat mit 38,3 Prozent die höchste Arbeitslosenquote in der Gruppe U25. Griechenland hat 35 Prozent, Italien 29,4 Prozent, Schweden 23,9 und Frankreich 20,2 Prozent, um nur ein paar Beispiele auf den hinteren Plätzen zu nennen.

Deutliche Unterschiede

Allerdings unterscheiden sich nicht nur in der EU, sondern auch lokal in Deutschland die Quoten deutlich: Der Neckar-Odenwald-Kreis gehört zu den Gebieten, die – statistisch betrachtet – besonders auf der Sonnenseite stehen. Hier ist die Jugendarbeitslosigkeit noch niedriger als im Bundesdurchschnitt. Baden-Württemberg insgesamt liegt bei einer Quote von 3,6 Prozent verglichen zu den 5,5 Prozent im Bund.

Unterm Strich haben sich im Neckar-Odenwald-Kreis die Quoten seit 2014 laut Regionalatlas folgendermaßen entwickelt: Damals waren noch 3,5 Prozent der unter 25-Jährigen arbeitslos gemeldet, 2015 waren es 3,1 Prozent. Im Jahr darauf 3,5 Prozent. 2017 hieß die Jahresquote 3,5 Prozent, gefolgt von 3,0 Prozent im Jahr 2018 und 2,8 Prozent 2019. Mit den im Jahr 2020 erreichten 3,7 Prozent, lag die Quote in Neckar-Odenwald-Kreis zuletzt 0,2 Prozentpunkte höher als 2014.

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Deutschland setzt auf Ausbildung, um U-25 Arbeitslosigkeit vorzubeugen: Einen Ausbildungsplatz zu finden und damit den ersten Schritt einer „Karriere mit Lehre“ (Slogan Kfz-Gewerbe) und weg von Jugendarbeitslosigkeit zu machen, war und ist rein rechnerisch vor und mit Corona kein Problem: „63 200 Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt“, meldetet das BIBB (Bundesinstituts für Berufsbildung) aktuell.

Aber entweder will die Zielgruppe die angebotenen Jobs nicht oder die Firmen haben sich Azubis mit besserer Schulbildung vorgestellt.

Und es hängt auch vom „Wo“ ab, sagt das BIBB in seiner Analyse der Entwicklung des Ausbildungsmarktes im Jahr 2021, wenn es um die Frage geht, welche Betriebe keine Azubis bekommen: „Die Quoten erfolgloser betrieblicher Ausbildungsplatzangebote wiesen wie bereits in den Vorjahren eine beträchtliche Varianz zwischen den verschiedenen Regionen auf. Auf Ebene der Bundesländer zeigt sich in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg mit jeweils 17,6 Prozent die höchste und in Hamburg mit 2,4 Prozent die geringste Quote. Auf der Ebene der Arbeitsagenturbezirke vergrößerte sich die regionale Varianz in der Quote erfolgloser betrieblicher Ausbildungsplatzangebote. In den Bezirken Greifswald (25,1 Prozent), Deggendorf (25,2 Prozent), Altenburg-Gera (26,2 Prozent) und Weiden (30,0 Prozent) sind mehr als ein Viertel des betrieblichen Angebots unbesetzt geblieben. In den Bezirken Kassel (1,3 Prozent), Hamburg (2,4 Prozent), Koblenz-Mayen (2,4 Prozent) und Hameln (2,9 Prozent) lag diese Quote hingegen bei unter drei Prozent.“

Angebotsmarkt

Wissenschaftlich nennt sich das ein Angebotsmarkt: Der Nachwuchs kann sich aussuchen, in welchem Beruf er nachwachsen will. Außer er hat schlechte Noten. teb/zds

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