Ritatag bei der Walldürner Wallfahrt - Pater Franz Klein hielt die Predigt beim Hochamt / Rosen wurden geweiht Heilige Rita ein Spiegel der Liebe Gottes

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Ralf Marker
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Pater Franz weihte die Rosen nach dem Hochamt in der Basilika am Morgen.

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Der Ritatag war wieder einer der Höhepunkte bei der Wallfahrt zum Heiligen Blut. Die Predigt beim Hochamt hielt Pater Franz Klein, OSA, der frühere Stadtpfarrer.

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Walldürn. Die Wallfahrtsbasilika war voll besetzt, als der Hauptzelebrant in Begleitung von Stadtpfarrer und Wallfahrtsleiter Pater Josef Bregula, OFM conv., und weitere Konzelebranten in das Gotteshaus einzog. Zuvor schon hatten viele Walldürner im Pfarrhaus vorbeigeschaut, um Pater Franz persönlich zu begrüßen. Der Pater war bis zum Weggang der Augustiner 2007 viele Jahre Stadtpfarrer in Walldürn. In der Basilika freute sich Pater Josef, dass der frühere Stadtpfarrer Pater Franz "heute diesen Festgottesdienst mit und feiert".

Lange Tradition

Der Ritatag hat eine lange Tradition in Walldürn. Über viele Jahrzehnte bis in das Jahr 2006 hinein, waren die Rita-Schwestern in der Pfarrei St. Georg tätig und damit auch für die Wallfahrtszeit eine wichtige und große Stütze. Ob an der Pforte, im Pfarrbüro oder in der Küche, die Rita-Schwestern gehörten einfach dazu und waren die stillen und fleißigen Hände im Hintergrund. Darum wird auch bis heute noch der Tag der Hl. Rita, zusammen mit dem Wallfahrtstag um geistliche Berufe, immer am Donnerstag in der vierten Wallfahrtswoche gefeiert. Vor dem Hochaltar wird extra ein Anbetungsaltar mit der Statue der Heiligen Rita aufgebaut. Insgesamt rund 3000 Rosen zieren diesen Bereich, der für die Pilger sowie auch für die einheimische Bevölkerung jedes Jahr ein wunderbarer Anblick ist.

Nach dem Hochamt am Morgen und der Heilig-Blut Andacht am Nachmittag findet die Rosenweihe statt. Danach werden die Rosen an die vielen Menschen ausgeteilt, die sich mit einer Spende dafür bedanken. Ein besonderer und emotionaler Höhepunkt für die Kirchenbesucher ist es, wenn der Sologesang mit dem Lied der Hl. Rita erklingt und vom Gewölbe des Mittelschiffes der Wallfahrtsbasilika die getrockneten Rosenblätter herunterfallen.

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Pater Josef begrüßte die vielen Gläubigen in der Basilika. Er freue sich, dass der Tag, den man im Rahmen der Hauptwallfahrtszeit der heiligen Rita widme und als Verbindung zu den Augustinern sehe, auch in diesem Jahr wieder einen so großen Zuspruch finde. Besonders freue ihn, dass wieder viele Rita-Schwestern aus Würzburg gekommen sind. Er hoffe, dass die Gläubigen hier in Walldürn beim kostbaren heiligen Blut, Kraft und Mut für ihr weiteres Leben schöpfen. "Dass ihnen immer wieder barmherzige Menschen begegnen und sie ihren Mitmenschen barmherzig zugetan sind."

Nach der Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer durch Alfred Günther und der Verkündigung des heiligen Evangeliums nach Markus durch Diakon Karl-Heinz Becker ging Pater Franz auf die Lesung ein. Auf seinem letzten Gang nach Jerusalem zog Jesus durch Jericho. Am Wegesrand saß der blinde Bettler Bartimäus. Obwohl Bartimäus nie ein Wunder gesehen hatte, war er davon überzeugt, dass Jesus der Messias sei und ihm helfen könne. Deshalb rief er laut, als er von Jesus hörte: "Sohn Davids, Jesus, erbarme dich meiner!" Jesus öffnete seine Augen, voller Dank und glücklich folgte Bartimäus daraufhin Jesus nach. Das zeige, so Pater Franz, dass Jesus niemanden überhöre. Und dass Gott viel barmherziger denke, als wir Menschen.

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Die heilige Rita zeige eine der Facetten der Liebe Gottes auf, seiner Barmherzigkeit, seiner Güte. Sie habe kein einfaches Leben gehabt, aber deswegen keinen Hader und keinen Streit angefangen. Sondern Liebe und Barmehrzigkeit gezeigt. Sie sei einer der Menschen, der die Liebe Gottes im Herzen widerspiegelt, "ihr Leben ist ein Spiegel der Liebe Gottes".

Liebe beginnt im Herzen

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Die Frage "wo beginnt meine Liebe" beantworte er mit: "Der erste Schritt ist: die Liebe beginnt in meinem Herzen." Und er hoffe, sagte er zu den Gläubigen, dass alle Träger der Liebe und der Barmherzigkeit Gottes werden. Nach dem Hochamt weihte Pater Franz die Rosen, die nach Beendigung des Gottesdienstes an die Besucher verteilt wurden.

Redaktion Stellvertretender Redaktionsleiter Buchen, zuständig für Walldürn.