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Aufführung der BLB - „Die Empörten“ von Theresia Walser am 12. Januar zu sehen

Groteske politische Schlammschlacht in Walldürn zu sehen

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Mit dem Stück „Die Empörten“ gastiert die Landesbühne am 12. Januar in Walldürn. © Peter Empl

Walldürn. „Ohne Empörung keine Demokratie, keine Menschenrechte, kein Klimaschutz, keine MeToo-Debatte“, so die Dramatikerin Theresia Walser. Aber was passiert, wenn Empörung nur noch wütende Selbsterregung ist?

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Diese Absurdität stellt die „Meisterin der Bühnengroteske“ in ihrem Stück „Die Empörten“ aus, das am Mittwoch, 12. Januar, um 19.30 Uhr im Haus der offenen Tür gezeigt wird. Es ist eine „finstere Komödie“ über Rechtspopulismus und den Zerfall der Sprache.

Empörungschöre

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Aufgebrachte Bürger ziehen in „Empörungschören“ durch die Straßen von Irbertsheim. Doch wer sind diese Empörten, die ihrer Wut da lauthals Gehör verschaffen? In seiner Inszenierung treibt Alexander Schilling das überreizte Gesellschaftsklima, in dem das Stück spielt, lustvoll auf die Spitze.

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Ein junger Mann ist mit dem Auto in eine Menschenmenge gerast. Er selbst und ein Muslim starben, mehrere Personen wurden schwer verletzt. War es ein tragischer Unfall? Ein erweiterter Selbstmord? Ein islamistischer Terroranschlag? Und vor allem: Wer ist der Täter, der angeblich „Allahu Akbar“ geschrien haben soll? Das Volk verlangt Aufklärung!

Scharfer Wortwitz

In uns allen, so legt Walsers groteske Politsatire nahe, steckt ein Faschist. Mit scharfem Wortwitz und schwarzem Humor macht „Die Empörten“ den Zerfall der Identitäten und der Sprache sichtbar und rechnet mit unserer hysterischen Gesellschaft ab. So entsteht in dem Stück ein Raum, der geflutet wird vom Phrasenmüll einer vergifteten Migrations- und Integrationsdebatte: Tolerante, aber mitunter auch fremdenfeindliche Muslime kollidieren mit Rechtspopulisten sowie opportunis-tischen Liberalen–und allen, die zwischen den Fronten stehen.

Die Vorstellung findet unter Berücksichtigung der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg statt.

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