Thema im Gemeinderat - Zusatzbezeichnung „Wallfahrts- und Garnisonsstadt“ beim Innenministerium beantragt Geschichte und Bedeutung auf dem Ortsschild

Von 
mar
Lesedauer: 
So könnten die Ortsschilder einmal aussehen. © Stadt Walldürn

Walldürn. Für Zusatzbezeichnungen auf Ortsschildern gab es bisher eng gefasste Vorschriften. Das ändert sich. Der Städtetag Baden-Württemberg hatte bereits im Oktober 2019 eine Lockerung der bisher in Baden-Württemberg restriktiven Verleihung von Zusatzbezeichnungen angekündigt, so Hauptamtsleiter Helmut Hotzy bei der Sitzung des Gemeinderates unter Corona-Bedingungen in der Nibelungenhalle.

AdUnit urban-intext1

Durch eine Änderung der Gemeindeordnung vom Dezember 2020 können Gemeinden und Städte sonstige Bezeichnungen führen, die auf der geschichtlichen Vergangenheit oder heutigen Bedeutung beruhen. Die Zusatzbezeichnung bedarf einer Genehmigung durch das Innenministerium. Diese ist über den Dienstweg zu beantragen, so Hotzy weiter.

Die Verwaltung hat daraufhin mit dem Innenministerium Kontakt aufgenommen und schlägt die Beantragung der offiziellen Zusatzbezeichnung „Wallfahrts- und Garnisonsstadt“ vor.

Die Wallfahrt zum heiligen Blut hat historische Bedeutung für Walldürn. Die Stadt ist heute der größte eucharistische Wallfahrtsort Deutschlands, so Hotzy. Weiter ist die Stadt seit 1958 Standort der Bundeswehr und beheimatet damit die erste Kaserne im nordbadischen Raum.

„Ein weiter Weg“

AdUnit urban-intext2

Einstimmig fasste der Gemeinderat den Beschluss für die offizielle Zusatzbezeichnung. Bis die allerdings auf den Ortsschildern auftaucht, wird es noch eine Weile dauern, denn das Antragsverfahren ist „ein weiter Weg“, so der Hauptamtsleiter abschließend. mar