Jahresrückblick des Bürgermeisters - Markus Günther zog im Gemeinderat eine positive Bilanz für 2015 / Gute Zusammenarbeit betont "Gemeinsam wieder viel erreicht"

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Ralf Marker
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Die Jubiläumsfeier in Hornbach war einer der Höhepunkte im abgelaufenen Jahr. Bürgermeister Günther zog bei seinem Jahresrückblick eine positive Bilanz.

© Narloch

Walldürn. Das Ende des Sitzungsjahres des Gemeinderates bildet traditionell die Abschlussrede des Bürgermeisters. Darin zog Markus Günther ein positives Fazit für 2015.

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"2015 hat uns viel abverlangt. Neue Herausforderungen, die sich schon Jahre abgezeichnet hatten, haben sich handfest manifestiert. Menschen, die von Bürgerkriegen und politischer Verfolgung in ihren Heimatländern geflohen sind, suchen Frieden und Sicherheit bei uns", sagte der Bürgermeister zu Beginn seiner Rede. Gerade das Weihnachtsfest sollte immer an die Verpflichtung der Nächstenliebe erinnern, wie sie das christlich-humanistisches mitteleuropäisches Weltbild prägt und auch in Zukunft prägen soll. "Und ich bin sehr dankbar, dass wir in Walldürn uns dieser Aufgabe sehr offen und tatkräftig angenommen haben. Fast 200 Flüchtlinge befinden sich inzwischen bei uns in den verschiedensten Unterkünften." Sie gehörten zum Stadtbild und freuen sich auch in der persönlichen Begegnung über eine Welle der Hilfsbereitschaft. Er sei stolz darauf, wie Walldürner sich dieser nicht leichten Aufgabe mit Weltoffenheit und Solidarität angenommen haben.

Man habe im zurückliegenden Jahr gemeinsam wieder viel erreicht, die Stadt vorangebracht, das Lebensumfeld der Bürger verbessert und die Stadt weiter attraktiver und interessanter gemacht. Günther nannte einige wenige Ereignisse und Investitionen, die zeigen, "wie vielfältig das Leben in Walldürn ist". Aufgelistet wurde etwa die Gründungsversammlung des Vereins Regionalentwicklung Badisch-Franken, das zehnjährige Bestehen der Städtepartnerschaft Szentgotthárd - Walldürn, der Abend des Ehrenamtes, das Jubiläum 50 Jahre Grundschule Altheim, die Feier 675 Jahre Hornbach, die Bürgermeisterwahl und die Amtseinführung, die Einweihung der neuen Pforte Braun Werk Walldürn und und offizielle Eröffnung der Braun-Straße oder die Neckar-Odenwald-Tage.

"Wir sind finanziell schon lange nicht auf Rosen gebettet. Trotz erheblichem Schuldenabbaus ist die Finanzlage Walldürns weiterhin äußerst angespannt. Trotzdem haben wir mehrere Millionen Euro an Investitionen auch 2015 umgesetzt, oder ins Laufen gebracht und vorbereitet."

Viele Projekte auf dem Plan

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Als Beispiele nannte der Bürgermeister hier den Weiterbau und Teil-Inbetriebnahme des RÜB 12 in Walldürn, die Erschließung eines weiteren Bauabschnitts im Lindig, Walldürn, die Fertigstellung des Radweges entlang der B 27, energetische Maßnahmen am Bildungszentrum Auerberg, das Aufbringen einer Fahrbahndecke im Neubaugebiet Gütleinsäcker an der Kornblumen- und Geranienstraße in Altheim, die Fertigstellung Kanalanschluss Kleinhornbach nach Linkenmühle, die Schlossbrunnensanierung in Rippberg, den Ausbau der Weiherstraße in Gottersdorf im Rahmen der Flurbereinigung, den Beginn der energetischen Sanierung des Kindergartens in Glashofen, die Fertigstellung des Birkenbüschleinwegs im Verbandsindustriegebiet oder die Erweiterung der Erschließung im VIP III.

Positive Weichenstellung durch Unternehmen erwähnte Günther ebenfalls. "Das Weltunternehmen Procter & Gamble wird in den nächsten Jahren den Premiumstandort Walldürn weiter stärken. Investitionen in Millionenhöhe zeigen die Attraktivität dieses Standortes. Unternehmen, wie die ZG Agrar und Technik und die Firma Schmidt Technoplast siedeln sich neu an, bestehende Unternehmen, wie die Firma Friedrich, erweitern und stärken dadurch weiter den Wirtschaftsstandort Walldürn und den unseres Gemeindeverwaltungsverbandes", so der Bürgermeister.

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Der Stadtrat habe mit seinen weiteren Planungsentscheidungen, die Kinderbetreuung in Walldürn und seinen Ortsteilen auszubauen, die Stärkung der Gesundheitsversorgung in die Wege zu leiten oder weitere Baugebiete auch in den Ortsteilen zu erschließen alles dafür getan, junge Familien, neue Arbeitskräfte und unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger an uns zu binden. "Die Weichen sind gestellt."

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Auch touristisch sei man mit jährlichen Zuwachsraten auf dem richtigen Weg, "auch wenn wir unsere ,Marke' als Destination noch weiter entwickeln wollen".

Günther nutzte die Gelegenheit, allen Walldürnern zu danken, die sich für ihre Mitmenschen, die sich für lohnende Ziele einsetzen. Es gebe viel bürgerschaftliches Engagement in der Stadt und im Land, mehr, als man manchmal meint, wenn soziale Kälte oder Kriminalität die Schlagzeilen beherrschen.

"Die Menschen, die sich für karitative Organisationen, in Vereinen oder in der Nachbarschaftshilfe engagieren, machen keine Schlagzeilen - sie machen einfach das, was sie für richtig halten oder als nötig empfinden. Sie bewegen etwas in Sport oder in der Kultur, sie helfen Bedürftigen oder verschaffen anderen ihr Recht", spendete der Bürgermeister Lob.

Zusammenarbeit gewürdigt

Bürgermeister-Stellvertreter Theo Staudenmaier (CDU) dankte namens des Gemeinderates Bürgermeister, Verwaltung, den Kollegen des Gemeinderats und den Ortsvorstehern für die gute Zusammenarbeit. Vieles sei im vergangenen Jahr angegangen und umgesetzt worden. Man habe nicht alle Erwartungen erfüllt, aber das liege in der Natur der Sache. Man ringe stets um die optimale Lösung, könne es dabei aber nicht immer allen recht machen. Hubert Mühling, Ortsvorsteher von Altheim, hatte das letzte Wort. Er dankte im Namen der Ortsvorsteher dem Bürgermeister, der Verwaltung und dem Rat für die gute Zusammenarbeit, die auch im kommenden Jahr fortgesetzt werden soll, "denn da warten wieder große Aufgaben".