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Odenwaldklub Walldürn - Pilotprojekt „Wandern und Lyriks“ begeisterte die Teilnehmer

Gelungener Start in die Saison

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Walldürn. Nach fast einjähriger Wanderpause eröffnete der Odenwaldklub Walldürn seine Wandersaison mit einer 8,5 Kilometer langen Tour besonderer Art: „Wandern und Lyriks“. So begrüßte Wanderführer Karl-Friedrich Berberich mit ein paar Klängen aus dem Lied: „Gut wieder hier zu sein“ von Konstantin Wecker, Reinhard Mey und Hannes Wader. Damit sprach er allen 39 Teilnehmern, darunter auch einige Gäste, aus der Seele.

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Der Weg führte zunächst zum Märzenbrünnlein. Dieser spirituelle Ort bot sich regelrecht an, um das Thema „Glauben“ lyrisch aufzugreifen. So begann man das lyrische Intermezzo mit dem ältesten und bekanntesten Gebet der Christenheit, dem „Vater unser“ in gesungener Version von Karl-Friedrich Berberich. Jeder konnte sich in dieses Gebet gedanklich einreihen. Die anschließenden Klänge der Melodie von „Abba“ aus den 1970er Jahren „I have a Dream“ waren noch allen vertraut. Brunhilde Marquardt führte zu diesem visionären Lied hin und rezitierte den Text.

Der Weg führte die Gruppe weiter durch einen herrlich schattigen Sommerwald zur Hütte auf dem Rippberger Weg. Diese Station stand unter dem Thema „Unsere Erde“. Karl-Friedrich Berberich kredenzte einige Takte aus dem größten Hit von Louis Armstrong „What a wonderful World“. Brunhilde Marquardt interpretierte die Poesie des Textes, die von der Schönheit der Natur und des kleinen Glücks erzählt. Der Wald bot dazu eine ideale Kulisse. Das Anspiel des nächsten Liedes „Welche Farbe hat die Welt“ von Drafi Deutscher lud alle Teilnehmer zum Mitsingen ein.

Melodien klingen nach

Beim Weitergehen tauschten sich die Wanderer aus, manche ließen Melodien noch nachklingen. Die Hütte „Die Alten haben’s erhalten“ war das nächste Ziel mit dem Thema „Familie“. Diese bildet die Grundlage für soziales Leben. Die Sozialwissenschaft bezeichnet ihren Mehrwert als Humankapital. Beim Lied „Oma“ von Volker Lechtenbrink fanden sich viele im Text wieder.

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Nach ein paar Klängen des Songs „Candle in the Wind“ von Elton John erinnerte Karl-Friedrich Berberich an den verstorbenen Wanderfreund Paul Sauer, ein Kenner der Natur und kompetenter Wanderführer, der besondere, romantische und idyllische Wanderwege kannte und einzigartige Wanderungen anbot. Die jährliche Orchideenwanderung trug seine Handschrift.

Am letzten Halt an der Schutzhütte an der „Mutterfichte“ wurde die Gesellschaft thematisiert. Beim Anklingen des Musiktitels „Das ehrenwerte Haus“ von Udo Jürgens kamen viele ins Schmunzeln, andere ins Nachdenken. Schließlich brachte die Aussage des Textes auf den Punkt, was man unter Gesellschaft versteht: die in unterschiedlichen Formen zusammenlebende Gemeinschaft von Menschen mit ihren Konventionen, Normen und Gesetzen. Der Text, gefolgt vom kurzen Anspiel der Melodie von Konstantin Weckers „Was keiner wagt“, gab allen Wanderfreunden aufbauende Impulse mit auf den Weg. Eine gelungene Wanderung, die das Leben pointiert thematisierte.

Wanderwart Ralf Englert bedankte sich im Namen des Odenwaldklubs bei den Wanderführern Brunhilde Marquardt und Karl Friedrich Berberich für die Vorbereitung und Durchführung des Pilotprojekts „Wandern und Lyriks“, das alle Teilnehmer begeistert hatte.

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