Neue Atemschutzzentrum - Pläne wurden im Gemeinderat vorgestellt / Architektenleistung vergeben Funktionsbau für die Feuerwehren

Von 
Ralf Marker
Lesedauer: 
So wird das neue Atemschutzzentrum aussehen. Die Pläne wurden am Montag im Gemeinderat vorgestellt. Im Oktober soll mit dem Bau begonnen werden. © Link Architekten

In Walldürn wird ein neues Atemschutzzentrum gebaut. Die Pläne wurden am Montag im Gemeinderat vorgestellt. Das Gebäude soll bis 2021 fertig sein und rund 1,35 Millionen Euro kosten.

AdUnit urban-intext1

Walldürn. Die Summe muss die Stadt natürlich nicht alle alleine stemmen, so Bürgermeister Markus Günther und Hauptamtsleiter Helmut Hotzy bei der Sitzung des Rates am Montag in der Nibelungenhalle. Dort tagte der Rat erneut, um alle Auflagen in Corona-Zeiten einzuhalten. Unter den Zuhörern war auch Kreisbrandmeister Jörg Kirschenlohr, was, so Bürgermeister Günther, „die Wichtigkeit dieses Tagesordnungspunktes“ unterstrich.

Die zentrale Atemschutzübungsanlage und die zentrale Atemschutzwerkstatt bilden das Atemschutzzentrum Walldürn. Die zentrale Aus- und Fortbildungseinrichtung für die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren im Neckar-Odenwald-Kreis ging 1989 in Walldürn in Betrieb. Man habe aber auch Verträge mit Wehren außerhalb des Kreises, die die Anlage nutzen.

Die ist nunmehr in die Jahre gekommen: „Die über 30-jährige Nutzung sowie geänderte räumliche und technische Anforderungen machen bauliche Maßnahmen erforderlich“, sagte Hotzy.

AdUnit urban-intext2

Mit der Durchführung der Planungen und Kostenermittlungen für die Neuerrichtung der Atemschutzübungsanlage wurde das Architekturbüro Link beauftragt. Unter Einbeziehung von Fachausstattern, Kreisbrandmeister sowie Vertretern von der örtlichen Feuerwehr und Stadtbauamt wurde eine Vorentwurfsplanung erstellt und hieraus die voraussichtlichen Bau- und Ausstattungskosten ermittelt. Diese belaufen sich für die Übungsanlage auf 1,356 Millionen Euro.

Für das Projekt gibt es vom Land einen Zuschuss von rund 155 000 Euro. Der Landkreis steuert 1,08 Milionen Euro bei. Der Eigenanteil der Stadt liegt demnach bei rund 120 000 Euro. Die Zuschüsse sind fest, eventuelle Kostensteigerungen müsste die Stadt tragen. Ein Antrag auf Fachförderung zur Einrichtung der Atemschutzübungsanlage nach der Verwaltungsvorschrift „Zuwendungen Feuerwehrwesen“ wurde bereits gestellt und bewilligt.

AdUnit urban-intext3

Architekt Thomas Link stellte in der Sitzung die Planung vor. Es ist vorgesehen, die Übungsanlage auf der Grünfläche neben der bereits Existierenden zu errichten und mit neuem Inventar auszustatten. Die Atemschutzwerkstatt wird nach Umbauten in die bisherigen Räume der Übungsanlage integriert. Die Werkstatt ist bis jetzt im Keller des Gerätehauses untergebracht. Es wird ein funktionaler Zweckbau werden, der auf die Anforderungen der Feuerwehr ausgerichtet sein wird. Das Herzstück wird der rund 77 Quadratmeter große Übungsraum sein. Einstimmig billigte der Rat die Planung und die Finanzierung.

AdUnit urban-intext4

Vergeben wurde bei der Sitzung die Architektenleistung. Den Zuschlag bekam das Büro Link zum Angebotspreis von 103 394 Euro.

Und zum Punkt „Feuerwehrwesen“ der Tagesordnung gehörte noch die „Änderung des Kostenverzeichnisses der Feuerwehr-Kostenersatz-Satzung“. Hier beschloss der Rat, das ehrenamtliche Feuerwehreinsatzkräfte pro Person und je Stunde 9,85 Euro zuzüglich tatsächlich nachgewiesener Verdienstausfall und angefallener Verschmutzungszuschlag von zwei Euro je Stunde erhalten.

Redaktion Stellvertretender Redaktionsleiter Buchen, zuständig für Walldürn.