Würzburger Straße - Kanalaustausch und Fahrbahnerneuerung abgeschlossen / Maßnahme macht weiteres Regenüberlaufbecken überflüssig „Erster Schritt zum neuen Eingangstor“

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Ralf Scherer
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Vertreter der an der Sanierung der Würzburger Straße beteiligten Firmen und Behörden haben am Donnerstag die Baumaßnahme offiziell abgenommen. © Ralf Scherer

Walldürn. Freie Fahrt haben Verkehrsteilnehmer auf dem frisch sanierten Abschnitt der Würzburger Straße zwischen der Einmündung Marsbachstraße und der Unteren Vorstadtstraße schon seit Ende Mai. Nachdem in der vergangenen Woche die noch fehlende Markierung aufgetragen worden war, fand nun am Donnerstag die offizielle Abnahme der Baumaßnahme statt.

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„Das war ein erster Schritt zum neuen Eingangstor der Stadt“, freute sich Bürgermeister Markus Günther. Im Beisein von Vertretern der Firma Meny Bau (Mosbach), des Planungsbüros Walter und Partner (Tauberbischofsheim), der Stadtwerke Walldürn, des Verbandsbauamts und der Straßenverkehrsbehörde ging Günther auf den Hintergrund des Projekts ein und ließ kurz die wichtigsten Arbeiten Revue passieren.

In zwei Bauabschnitten waren seit November rund 240 Meter neue Betonrohre verlegt worden. Zunächst von der Einmündung der Marsbachstraße bis zur Kühne-Brücke – und von dort bis zur Unteren Vorstadtstraße. Der Querschnitt der Kanalrohre wurde so großzügig bemessen, dass ein ursprünglich geplantes Regenüberlaufbecken nicht mehr benötigt wird. Das Abwasser aus dem Bereich Untere Vorstadtstraße/Eisenbahnstraße wird stattdessen dem Regenüberlaufbecken 12 in der Marsbachstraße zugeführt. Parallel dazu verlegten die Stadtwerke eine neue 20-KV-Leitung, ehe zu guter Letzt eine neue Fahrbahndecke aufgebracht wurde.

„Das ist ein wichtiger Beitrag zur Gewässerökologie und zum Umweltschutz“, konstatierte der Bürgermeister. Er und Verbandsbauamtsleiter Thomas Withopf zeigten sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Arbeiten. Trotz zeitweise erforderlicher Sperrungen einzelner Abschnitte seien die Beeinträchtigungen für den Verkehr erträglich ausgefallen.

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Bernd Gehrig, geschäftsführender Gesellschafter des Ingenieurbüros Walter und Partner, dankte in diesem Zusammenhang für die gute Koordination in sämtlichen Bauphasen. Auch Edwin Fehr, Bauleiter der Firma Meny Bau, lobte die unkomplizierte Zusammenarbeit aller Beteiligten. Vor allem die unbürokratische Abstimmung mit der Straßenverkehrsbehörde wünschte er sich auch in anderen Gemeinden.

Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 570 000 Euro. Wegen der großen Bedeutung für den Umweltschutz fördert das Land Baden-Württemberg die Maßnahme mit 80 Prozent der Investitionssumme.

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Der Austausch des Kanals bis zur Eisenbahnstraße ist für das kommende Jahr vorgesehen. Möglichst Ende Februar soll es losgehen. Die von der Stadt beantragte Förderung hat das Land inzwischen zugesagt. Die Ausschreibung der Arbeiten steht unmittelbar bevor. Über die Vergabe soll der Gemeinderat voraussichtlich im November entscheiden.

Redaktion Ralf Scherer ist als Redakteur in der Lokalredaktion Buchen und im Online-Bereich tätig. In seiner Heimatstadt Walldürn, aber auch in vielen anderen Gemeinden des Neckar-Odenwald-Kreises ist er seit 14 Jahren als Lokaljournalist unterwegs.