Krankenhausverband Hardheim-Walldürn - Erweiterung des Geriatriezentrums St. Josef beginnt im Sommer 2019 / Rund 100 Mitarbeiter beschäftigt Ende 2020 soll der Neubau mit zwei Wohngruppen bezugsfertig sein

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ds
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Walldürn. In der Versammlung des Krankenhausverbands Hardheim-Walldürn informierte dessen Vorsitzender, Bürgermeister Heribert Fouquet, dass die Wirtschaftspläne 2019 für das Geriatriezentrum St. Josef Walldürn und für das Krankenhaus Hardheim im Vorfeld der Sitzung eingehend in den Ausschüssen beraten wurden. Ebenso wie sein Stellvertreter, Bürgermeister Markus Günther, dankte er der Verwaltung mit Verwaltungsleiter Ludwig Schön an der Spitze für die Erstellung des umfassenden Zahlenwerks.

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Günther hob hervor, dass sich die Verantwortlichen des Krankenhauverbands seit Jahren mit dem Neubau zur Erweiterung des Pflegeheims beschäftigen, um den Vorgaben der Landesheimbauverordnung gerecht zu werden. Nun stehe der Zeitplan für das wegweisende Bauvorhaben fest: Laufe alles wie geplant, könne im Sommer 2019 mit dem Bau begonnen werden. Die Fertigstellung wäre dann Ende 2020 möglich. Die gesetzliche Vorgabe, ab September 2019 nur noch Einzelzimmer anzubieten, könne zwar nicht eingehalten werden, ein von der Verwaltung gestellter Antrag auf Fristverlängerung sei aber bereits positiv beschieden worden.

Die wichtigsten Eckdaten des einstimmig genehmigten Wirtschaftsplans 2019 stellte Günther den Mitgliedern der Verbandsversammlung vor: Im Erfolgsplan des Altenpflegebereichs sind Aufwendungen und Erträge in Höhe von 3,01 Millionen Euro eingeplant (Vorjahr: 2,87 Millionen). Wie in den vergangenen Jahren sind die Lohn- und Gehaltsaufwendungen mit rund zwei Millionen Euro (Vorjahr: 1,97 Millionen) der größte Ausgabeposten. „Einsparungen in diesem Bereich sind kaum möglich“, sagte Günther „Zumal sich das Geriatriezentrum besonders durch die zeitintensive Zuwendung des Personals an die Bewohner auszeichnet.“ Die Bestätigung dieser qualitativ hochwertigen Arbeit sei dem Haus in der letzten Regelprüfung des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen im Februar 2017 ausgestellt worden. Hierbei habe das Geriatriezentrum St. Josef in allen geprüften Bereichen jeweils Bestnoten erreicht, ergänzte Verwaltungsleiter Schön.

Im Stellenplan sind für das ganze Haus 48,1 Vollzeitstellen ausgewiesen. Aufgrund der unterschiedlichen Arbeitsmodelle sind rund 100 Personen im Haus beschäftigt. Hinzu kommen sieben Auszubildende in der Altenpflege sowie Praktikanten und Bundesfreiwilligendienstleistende.

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Anschließend beleuchtete Günther den Bereich der Geriatrischen Rehabilitation: Der Erfolgsplan hat ein Volumen von 1,28 Millionen Euro (Vorjahr: ebenfalls 1,28 Millionen Euro). In diesem Zusammenhang übte Günther Kritik an der Politik der Kostenträger, die nach wie vor durch ein restriktives Genehmigungsverhalten versuchten, auf die Fallzahlen und die Länge der Rehabilitationsmaßnahmen Einfluss zu nehmen. Dieses Verhalten führe dazu, dass eine Belegungsquote, die für eine wirtschaftliche Betriebsführung notwendig wäre, nicht zu erreichen sei. Der Pflegesatz müsste, wie die Krankenhausgesellschaft Baden-Württemberg ausgerechnet habe, deutlich über 220 Euro pro Tag liegen. „Hiervon ist das Geriatriezentrum St. Josef weit entfernt“, so Günther. Wie bei der Altenpflege seien im Bereich der Geriatrischen Rehabilitation die Personalkosten der größte Ausgabenposten. Hierfür fallen 2019 voraussichtlich 768 000 Euro an (Vorjahr: 784 000 Euro). Die geplanten Erlöse aus Reha-Leistungen liegen bei 1,19 Millionen Euro. Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine durchschnittliche Belegung von circa 85 Prozent notwendig.

Neubaupläne

Schließlich beleuchtete Günther noch die anstehende Erweiterung des Hauses. Vorgesehen ist ein Neubau mit zwei Wohngruppen für je 15 Bewohner sowie die Errichtung einer Tagespflege mit Räumen für die soziale Betreuung und die Alltagsbegleitung. Der Neubau soll dort errichtet werden, wo derzeit noch das Küchengebäude steht. Um die Auflagen der Energieeinsparverordnung zu erfüllen, sind unter anderem die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage auf dem Gebäudedach sowie der Einbau eines Blockheizkraftwerks geplant.

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Insgesamt investiert der Verband voraussichtlich 5,36 Millionen Euro in den Neubau. Ende Oktober hat der Gemeindeverwaltungsverband die Baugenehmigung erteilt. Anfang November ist die Ausschreibung als Generalunternehmerleistung erfolgt. Die Submission ist am 8. Februar vorgesehen. Wenn die Angebote innerhalb der Kostenschätzung liegen, soll die Auftragserteilung unmittelbar danach erfolgen.

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In seinem Schlusswort hob der Günther heraus, dass sich das Haus trotz aller Schwierigkeiten in den zurückliegenden Jahren positiv entwickelt habe. „Dieser Weg soll 2019 fortgeführt werden.“ ds