Jahreshauptversammlung - Freiwillige Feuerwehr Walldürn, Abteilung Stadt, zog Bilanz / 48 Mal zum Einsatz gerufen worden / Ehrungen und Beförderungen "Ein echtes Aushängeschild für Walldürn"

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Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr, Abteilung Stadt, wurde Wilfried Geiger (Dritter von rechts) für 60-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Nico Hartmann (Dritter von links) wurde zum Brandmeister befördert, Rony Berlinger (Mitte) zum Feuerwehrmann).

© Bernd Stieglmeier

Zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Walldürn, Abteilung Stadt, begrüßte Kommandant Matthias Meidel am Freitagabend zahlreiche Mitglieder im Feuerwehrgerätehaus.

Ehrungen und Beförderungen

Gegen Ende der Versammlung wurden Nico Hartmann zum Brandmeister und Rony Berlinger zum Feuerwehrmann befördert.

Oberlöschmeister Wilfried Geiger erhielt für 60-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr und für treue Pflichterfüllung zum Wohl der Bürger eine Jubiläumsurkunde. ds

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Walldürn. Schriftführer Markus Stäudinger bezifferte eingangs den Mitgliederstand auf 109, darunter sechs Doppeldienstleistende aus den Einsatzabteilungen Gottersdorf, Hornbach, Rippberg und Wettersdorf sowie aus den Feuerwehren Buchen und Hardheim. Im Schnitt leisteten 32 Feuerwehrleute der insgesamt 60 Mitglieder zählenden Einsatzabteilung aktiven Dienst. Die Tagesstärke bilden rund 20 Feuerwehrangehörige. Die Altersmannschaft zählt 22 Mitglieder.

Im Ausbildungsbereich wurden im vergangenen Jahr 17 verpflichtende Dienstabende abgehalten. Für die Atemschutzgeräteträger und Gruppen-/Zugführer fanden zwei Sonderdienste, für die Maschinisten drei Sonderdienste statt. Zusätzlich wurde der neu eingeführte Drehleiter-Sonderdienst elfmal abgehalten.

Wachdienste übernahm die Abteilungswehr Stadt bei verschiedenen Veranstaltungen in der Nibelungenhalle und auf dem Flugplatz. Ferner nahmen Abordnungen der Abteilungswehr an verschiedenen örtlichen Veranstaltungen und Feuerwehrfesten befreundeter Abteilungen teil.

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Zum Einsatz wurde die Abteilung 48 Mal gerufen, darunter 14 Brandeinsätze, 18 technischen Hilfeleistungen, zehn sonstigen Einsätze und sechs durch Brandmeldeanlagen ausgelöste Einsätze. Im Rahmen der Weiterbildung nahmen Feuerwehrangehörige an Lehrgängen für Zugführer, Sprechfunker, Atemschutzgeräteträger, Jugendgruppenleiter und Ausbilder teil. Außerdem standen Fortbildungen in den Bereichen "Grundsätze der Stabsarbeit", "Erste-Hilfe-Training", "TH bei Audi" und "Führungskräfte" auf dem Programm.

Besondere Erwähnung fand der Festakt anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr, Abteilung Stadt, das Jubiläumsfeuerwehrfest und die Weihnachts-Tanzveranstaltung.

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Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr absolvierten an 35 Dienstabenden 240 Stunden. Hinzu kamen 490 Stunden, die von den Betreuern investiert wurden. Die neu gegründete Kinderfeuerwehr absolvierte 21 Dienstabende (60 Stunden), zu denen noch einmal 60 Stunden der Betreuern hinzukamen. Ende Juni fand die achte BF-Nacht mit den Abteilungen Altheim und Rippberg statt. Acht Jugendliche legten die Prüfung "Jugendflamme Stufe I" erfolgreich ab. Die Mitglieder nahmen am Zeltlager der Jugendfeuerwehren des Neckar-Odenwald-Kreises in Laudenberg, am Jubiläumsfest der Feuerwehr Walldürn sowie an verschiedenen Lehrgängen teil.

Hervorragende Jugendarbeit

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Ende Dezember zählten die Jugendfeuerwehr 23 Mitglieder im Alter von zehn bis 17 Jahren und die Kinderfeuerwehr 13 Mitglieder im Alter von sechs bis neun Jahren. Bei der Jugendabteilungsversammlung im Dezember 2016 waren Andreas Hefner zum Jugendwart, Manuel Seyfried zum stellvertretenden Jugendwart, Chantal Meidel zur Jugendsprecherin sowie Sebastian Lausch, Peter Macht, Melissa Schneider, Nicole Seyfried und Marlon Wagner zu weiteren Jugendausschussmitgliedern gewählt worden.

Zustimmend zur Kenntnis genommen wurde der von Schatzmeister Hermann Gaukel vorgetragene Kassenbericht. Die beiden Kassenrevisoren Thomas Kaiser und Holger Ziems bestätigten eine einwandfreie Buchführung. Der empfohlenen Entlastung der Abteilungsleitung folgte die Versammlung einstimmig.

Bürgermeister Markus Günther dankte der Einsatzabteilung Stadt für den ehrenamtlich geleisteten Dienst zum Schutz der Bevölkerung. Besonderes lobte er das intakte Abteilungsleben, die stete Kontaktpflege, die rege Ausbildungstätigkeit und Lehrgangsteilnahme, die hervorragende Jugendarbeit und die beeindruckende Leistungsbilanz mit 48 erfolgreich absolvierten Einsätzen.

"Jeder Bürger weiß, dass er sich auf die Abteilungswehr Stadt voll und ganz verlassen kann. Wir sind stolz auf unsere Feuerwehrleute", so Günther. Mit ihrem fachlich fundierten sowie stets besonnenen Auftreten sei die Abteilungswehr Stadt ein echtes Aushängeschild für Walldürn. Die Feuerwehr spiele im Sicherheitskonzept der Stadt eine zentrale Rolle. Darüber hinaus engagiere sie sich vorbildlich für das soziale und kulturelle Miteinander innerhalb der örtlichen Gemeinschaft.

Stadtkommandant Sascha Dörr informierte noch kurz über die Einsatzstatistik der insgesamt 401 Mitglieder (259 aktive Feuerwehrangehörige, 58 Jugendfeuerwehrmitglieder und 84 Mitglieder der Altersabteilungen) zählenden Gesamtfeuerwehr Walldürn im vergangenen Jahr: Insgesamt gab 23 Brandeinsätze, 30 technische Hilfeleistungen, zwei Überlandhilfeleistungen, 37 sonstige Einsätze und fünf Fehlalarmierungen durch Brandmeldeanlagen. Bei technischen Hilfeleistungen wurden acht Menschen gerettet.

Hauptamtsleiter Helmut Hotzy erinnerte in seinem Rückblick an den Bau von Löschwasserbehältern in Walldürn, die Beschaffung eines Mannschafts- und Transportwagens (MTW) für die Stützpunktwehr Walldürn (Kosten 43 000 Euro), die Sirenenumstellung auf Digitaltechnik (Kosten 13 500 Euro), den Feuerwehr-TÜV, die Planung zur Ertüchtigung des Atemschutzzentrums mit Kosten von circa 800 000 Euro sowie die Neuregelung des Kostenersatzes für Feuerwehreinsätze durch Landesverordnung.

Des Weiteren nannte er in einem kurzen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr die Beschaffung eines Großtanklöschfahrzeugs (Kosten circa 350 000 Euro), den Bau eines Bürgerhauses mit integriertem Feuerwehrgerätehaus in Gerolzahn, die Anschaffung der neuen Uniformen sowie den Kostenersatz für Feuerwehreinsätze. ds