Odenwaldklub Walldürn

Ein Dreimärker war erneut das Ziel

Etappenwanderung nach Rippberg stand auf dem Programm

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Walldürn. Thema der vergangenen OWK-Wanderungen waren die Dreimärker, diesmal ging es um den letzten der insgesamt neun Dreimärker um die Gemarkung Walldürn. Dabei handelte es sich um den, an den die Gemeinden Walldürn, Rippberg und Gerolzahn angrenzen.

Drei Wandergruppen waren nach dahin unterwegs. Die eine mit 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde geführt von Karl-Friedrich Berberich und ging über den Radweg, am „Fuchsestee“, Odinia-Denkmal und Wildgehege vorbei Richtung Rippberg. Circa 100 Meter vor dem Ortseingang Rippberg konnte man nur noch auf den früheren Standort des einstigen Dreimärkers Walldürn/Rippberg/Gerolzahn hinweisen. Allerdings sprechen einige Grenz- beziehungsweise Zeugensteine entlang des Marsbachs auf Walldürner Seite für seine ehemalige Existenz und belegen seine Echtheit. Ein besonders schmucker Grenzstein bezeugt, dass Rippberg bis 1803 zum Hochstift Würzburg gehörte inmitten Mainzer Territorium. Vermutlich ist der Marsbach die natürliche Grenze zwischen Gerolzahn, Rippberg und Walldürn.

Streifzug durch den Ort

Eine weitere Gruppe mit neun Wanderfreundinnen und -freunden begleitete Brunhilde Marquardt. In Rippberg begann man mit einem historischen Streifzug durch den Ort, dessen Name sich von seiner Lage mit seinen umliegenden Bergen am Riet ableitet. Das tiefeingeschnittene Tal, die steilen Hänge eigneten sich für den Tourismus, sie waren früher für eine Landwirtschaft als Broterwerb eher ungeeignet. So siedelten sich hier Handwerksbetriebe an, zum Beispiel die Hammerschmiede, die sich zu einer bekannten und leistungsfähigen Eisengießerei der Firma Dossmann entwickelte. Die Geschichte des Ortes ist eng verwoben mit den Edelherren von Dürn und dem Geschlecht Echter von Mespelbrunn. Höhepunkt des Wandertages war die Besichtigung der kunsthistorisch interessanten Bergkirche in Rippberg. Dazu gesellte sich eine weitere Gruppe des OWK mit zehn Personen, begleitet von Brigitte und Heinz Laukenmann. Margarete Strachon berichtete kurzweilig und kunstversiert über dieses Juwel.

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Danach trat eine Gruppe die Rückwanderung zu Fuß an. Die beiden anderen Gruppen hielten sich noch in Rippberg auf, erkundeten den Standort des genannten Dreimärkers und genossen immer wieder den Blick auf den malerisch im naturschönen Marsbach- und Eiderbachtal gelegenen anerkannten Erholungsort. Bei einer Einkehr im Gasthaus „Hirsch“ in Walldürn blickte man nochmal auf den Wandertag, vor allem auf alle neun Dreimärker um Walldürn zurück. Man konnte jetzt den Umfang und das Ausmaß der Gemarkung der Stadt ermessen, ein besonderer und schöner Landstreifen, der für viele Menschen Heimat bedeutet.

Auch der OWK mit seiner Gemeinschaft, seiner Begeisterung zum Wandern in der Natur, die Zugehörigkeit zur Wandergruppe, Begegnungen mit anderen Menschen, kann eine Chance sein sich hier heimisch zu fühlen.