kfd Walldürn feierte Jubiläum - Festvortrag von Dr. Almut Rumstadt Durch Wirken Zeichen gesetzt

Lesedauer:

Walldürn. Ein Höhepunkt der Jubiläumsveranstaltung der Katholischen Frauengemeinschaft Walldürn im Pfarrsaal des katholischen Gemeindehauses in Walldürn anlässlich des 100-jährigen Bestehens (die FN berichteten) war der Festvortrag von Dr. Almut Rumstadt zum Thema "Leidenschaftlich glauben und leben".

Dr. Almut Runstadt hielt den Festvortrag bei der Feier der kfd.

© Stieglmeier
AdUnit urban-intext1

Was in der Katholischen Frauengemeinschaft Walldürn in den zurückliegenden 100 Jahren alles geleistet worden sei, nannte sie beeidruckend. Über 100 Jahre immer wieder da zu sein, wenn die kfd rufe, wenn es etwas zu tun gebe, wenn es darum gehe, Glauben zu leben und zu feiern - das verdiene Respekt und Anerkennung.

Wechselseitige Unterstützung

Die kfd sei ein Verband, der in die Zukunft schaue, aber dabei die Vergangenheit nicht vergessen möchte. Es sei vor 100 Jahren ein "Zeichen der Zeit" gewesen, dass es diesen Verband gebraucht habe und er an vielen Orten deutschlandweit gegründet worden sei, und es zeige sich auch heute noch, dass die Katholische Frauengemeinschaft eine Gemeinschaft sei, die trage, und in der Frauen in unterschiedlichsten Situationen sich wechselseitig unterstützten.

Mitglieder des kfd würden nicht nur an sich selbst denken, sondern sie würden sich immer wieder mutig und leidenschaftlichen für andere einsetzen.

AdUnit urban-intext2

Die kfd sei an vielen Orten eine Weggemeinschaft in der Kirche, in der Frauen ihren Glauben neu entdecken und Kirche mitgestalten könnten. Frauen würden ausprobieren, neue Formen in der Liturgie feiern, sich mit der heiligen Schrift auseinandersetzen und neben dem Leben in der eigenen Religionsgemeinschaft oft auch im Rahmen des interreligiösen Dialogs Frauen aus anderen Nationen und mit anderen religiösen und kulturellen Ansichten begegnen.

Die kfd äußere sich auch immer wieder kompetent in aktuellen Fragen, sie beziehe Stellung in politischen Diskussionen und bringe sich im innerkirchlichen Dialog ein. Eben dort, wo Glaube und Leben zusammenspielen würden, wo es ein leidenschaftliches Engagement brauche, und wo es darum gehe, die Zukunft zu gestalten.

Gunsterweis von Gott

AdUnit urban-intext3

Für ihr Motto "Leidenschaftlich glauben und leben" habe die kfd Kernsätze entwickelt. Dr. Rumstadt ging auf den Kernsatz "Wir schaffen Raum, Begabungen zu entdecken und weiterzuentwickeln" näher ein. Konkret umgesetzt bedeute er nämlich, das wir darauf vertrauen würden, dass der Heilige Geist uns auch heute durch Begabungen zeigen möchte, wo es in der Kirche, in der kfd hier vor Ort, in der Gemeinde, im Erzbistum hingehe. Und wenn man diese Zeichen des Heiligen Geistes ernst nehme, dann gelte es zu schauen, wozu Gott uns berufe, welche Gaben/Begabungen wir erhielten für unseren Lebensweg. Man spreche bei Gnadengaben auch von Charismen, was aus dem Griechischen komme und ursprünglich "Gunsterweis" bedeute. Es handle sich also um eine Gunsterweis, der einem von Gott geschenkt werde. Und diesen gelte es immer wieder neu zu entdecken und einzusetzen.

AdUnit urban-intext4

Den Begabungen immer wieder neu Raum zu geben, im Vertrauen auf den Geist Gottes offen zu sein für Entwicklungen in der Katholischen Kirche, die wir dringend brauchen würden, Frauen aller Generationen eine Chance zu geben, ihre Charismen zu leben, sich daran zu freuen dass diese auch über Pfarreigrenzen hinaus erlebbar würden - all dies bedeute, in einer Welt, die immer weniger auf Gott baue, dem Geist Gottes zu trauen!

Über 100 Jahre hätten Frauen in der katholischen Pfarrgemeinde Walldürn genau dies getan. Sie hätten sich getroffen, durch ihr öffentliches Wirken Zeichen gesetzt und ihren Glauben lebendig werden lassen. In unserer Gesellschaft einen Weg als christliche Gemeinschaft zu gehen, in der Öffentlichkeit als Vertreterinnen der Kirche wahrgenommen zu werden, das sei in der heutigen Zeit nicht unbedingt leicht - aber elementar wichtig. Negative Berichte über die Kirche seien immer schnell bei der Hand, doch durch das persönliche Engagement als Frauen in der Kirche stehe man in der Nachfolge Jesu, und auch der sei mit seinem Handeln manchmal angeeckt und habe Tradition hinterfragt.

Positive Botschafterinnen

Die an diesem Abend anwesenden Frauen hätten sich dazu entschieden, in der Katholischen Frauengemeinschaft Walldürn Mitglied zu sein, sie würden ihren Glauben in dieser Gemeinschaft der Kirche leben, und die katholische Kirche brauche sie dringend als positive und leidenschaftliche Botschafterinnen.