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Wildpark Walldürn

Die Sohlen mal erzählen lassen

Wer derzeit im Wildpark wandert, kann dort auf dem frisch renovierten Barfußpfad ein Kopfkino der ganz eigenen Art erleben

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Im Rahmen einer Projektwoche haben Schüler des Karl-Ernst-Gymnasiums Amorbach dabei mitgeholfen, den Barfußpfad im ökologischen Beobachtungsgehege im Marsbachtal zu renovieren.

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Walldürn. Üblicherweise stecken sie beim Gehen in einem Lederetui, Schuh genannt, das die empfindlichen Füße gegen unangenehme Berührungen durch Stock und Stein sicher schützt. Nicht ohne Grund aber, ist das Barfußlaufen im sommerlichen Freien sehr beliebt. Gilt das doch als besonders gehgesund für den gesamten Laufapparat. Es sind aber speziell die Fußsohlen mit höchst empfindlichen Nervenenden gespickt, so dass nicht nur die Fingerspitzen der Hände, sondern eben auch Fußsohlen feinst sensorische Tastelemente sind. Schuhgeschützt, machen Menschen davon im Alltag allerdings kaum Gebrauch - außer eben beim Barfußlaufen.

Im Rahmen einer Projektwoche haben Schüler des Karl-Ernst-Gymnasiums Amorbach dabei mitgeholfen, den Barfußpfad im Ökologischen Beobachtungsgehege im Walldürner Marsbachtal zu renovieren. © Ulrike Arnold

Das ökologische Beobachtungsgehege Walldürn (beobachtungsgehege.de), idyllisch bei der Beuchertsmühle im Marsbachtal gelegen, ist gemacht, um alle Sinne des Menschen für intensivere Naturwahrnehmung zu schärfen: Was sehe ich da? Was höre ich da? Was fühle ich da? Deswegen gibt es dort neben Auffälligem wie Wildschweinen, Hirschen und Muffelwild auch so manches Unscheinbare zu beobachten – den Käfer auf dem Weg, die Blumen am Wegesrand, den Gesang der Vögel im Geäst, das Klopfen der Spechte im Wald, das Treiben der Kaulquappen, Molche und Moderlieschen im Weiher.

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Veröffentlicht
Von
Heike von Brandenstein
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Eine der sinnlichen Bereicherungen auf dem circa 2,5 Kilometer langen Wanderweg rund um das Beobachtungsgehege ist der Barfußpfad. Der liegt etwa mittig oberhalb des Sauengeheges, direkt am Radfahrweg. Wer hier aus Wanderschuhen und Socken steigt und ihn begeht, erlebt oftmals Sinneseindrücke, die für ihn völliges Neuland sind. Erlebt mal Hackschnitzel, Kiefernzapfen, Sand, Buntsandstein, Baumstämme, Baumscheiben oder auch Rindenmulch unter seinen Füßen.

Unterschiedliche Materialien

Allesamt unterschiedliche Materialien aus dem umgebenden Wald, die hier ganz konzentriert die Sinneszellen der Fußsohlen ansprechen. Intensiver noch wird das Füßeerlebnis, wo man die Augen schließt und einfach nur den Signalen der Sohlen folgt – und dem Kopfkino, das sie auslösen. Nicht Fuß-Massage, sondern eine „Massage der Füße“, sprich: Botschaft von den Füßen.

Dass der Barfußpfad im Wildgehege Walldürn jetzt in neuer Pracht erstrahlt und einlädt, ist nicht nur dem Verein Wildpark Walldürn zu verdanken, der das Gehege betreut. Auch der Mithilfe von des Karl-Ernst-Gymnasiums (KEG) Amorbach. Gemeinsam mit Vereinsmitglied Ulrike Arnold, Walldürn, nämlich, haben die Fünft- und Sechstklässler zusammen mit Klassenlehrerin Isabell Kneissel im Rahmen einer Projektwoche Hand angelegt im Gehege.

Dabei haben Sie den Parcours und sein Umfeld hergerichtet, ergänzt und so komplett wieder auf Vordermann gebracht. Aber auch dem Naturerlebnis hat die Projektwoche Raum geboten: die Tiere in den Gehegen versorgen, Waldspiele veranstalten und mit der Becherlupe in der Hand die Fauna des Marsbachs erkundet – Bachflohkrebse, Strudelwürmer, Larven von Eintagsfliegen und Co...

Ein breites Erlebnisangebot halten die Mitglieder und Mitgliederinnen des Vereins Walldürner Wildpark während der Sommerferien im Rahmen der Walldürner Ferienspiele auch für Kinder aus der Region bereit.

Alle Plätze hierfür, sind bereits ausgebucht. Allerdings bietet der Verein für Gruppen jederzeit nach Absprache Führungen im Gehege an – von Blicklenkungen in die Natur, bis hin zur Teilnahme an der Fütterung der Gehegetiere (post@beobachtungsgehege.de).

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