Wechsel im Depot Altheim - Oberstleutnant Steffen Rau wurde verabschiedet Der letzte Kommandeur ist gegangen

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Im Munitionsdepot Altheim wurde der letzte Kommandeur verabschiedet. Die Einrichtung wird im kommenden Jahr schließen.

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Altheim. Der Geist der bevorstehenden Schließung des Altheimer Munitionsdepots war selten offensichtlicher: Schließlich wurde am Montagnachmittag mit Oberstleutnant Steffen Rau der letzte Kommandeur der fast 30-jährigen Einrichtungsgeschichte verabschiedet. Anstelle eines regulären Nachfolgers setzt Hauptmann Oliver Fuchs bis Juni 2016 die Verwaltungsarbeit fort.

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Oberstleutnant Steffen Rau wies darauf hin, dass man "einen besonderen Tag" begehe, da "nicht die symbolische Übergabe des grünen Kugelschreibers oder die Einführung eines eidlichen Nachfolgers" im Vordergrund stünden. Viel eher werde die Auflösung der Liegenschaft insofern zu ermessen, "weil kein Nachfolger kommt". Der aus Mecklenburg-Vorpommern stammende Kommandeur, der im November 2012 seinen Dienst im Bauland antrat, kam "schon mit dem festen Datum der 2011 avisierten Schließung hierher".

Ein Umstand, dessen Schatten nicht immer zu sehen, aber stets zu fühlen gewesen sei: Man habe "ein Wechselbad der Gefühle" durchlaufen, doch erleichterten die gute Zusammenarbeit mit Soldaten und Zivilangestellten dem scheidenden Kommandeur zahlreiche Handgriffe.

So habe man den Regionalversorgungsauftrag "vorzüglich erfüllt". Rau resümierte, dass er in Altheim jedenfalls wertvolle Erfahrungen sammeln konnte, indem er sowohl "auf ausgetretenen Pfaden flanierte, als auch auf neuen Wegen stolperte."

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Abschließend bedankte sich Rau, nachdem er Hauptmann Fuchs eine förmliche Anerkennung ob hervorragender Pflichterfüllung bescheinigte, bei allen "für die gewinnbringende und solide Zusammenarbeit".

Wenn auch das ursprünglich am 1. Juli 1987 eingeweihte Munitionsdepot Altheim zur Jahresmitte seine Pforten schließt, werden die ihm bisher unterstellten Munitionslager in Wermutshausen und Setzingen zudem weiterhin Bestand haben: "Die beiden Liegenschaften werden dem Munitionsversorgungszentrum Süd in Eft-Hellendorf (Saarland) angegliedert", ließ Oberst Dipl.-Ing. (FH) Uwe Richard Fröhlich wissen. Die Bundeswehr befände sich "mitten in einem Reformprozess", der allerdings den Veränderungen im Logistikwesen gerecht werde und neue, effiziente Wege ermögliche. Gerade in diesem Kontext könne man es nur schwer nachvollziehen, wieso Altheim als Objekt mit bester Infrastruktur und moderner Ausrüstung durch das Raster fiel.

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Nachdem Fröhlich die Entbindung von Oberstleutnant Rau vornahm und Hauptmann Oliver Fuchs dessen Aufgaben übertrug, traf man sich in der Kantine. Dankesgrüße formulierten hier Bürgermeister Markus Günther sowie Landrat Dr. Achim Brötel. Letzterer erwähnte, dass die Nachnutzung "eine Frage mit offener Antwort" sei, wobei man seitens des Landkreises "nichts unversucht lassen wird", und attestierte Rau eine "stets würdige Vertretung des Standorts Altheim. ad