Konzert des Vokalensembles - "Auftakt" trat im Haus der offenen Tür auf / Musikalische und textliche Beiträge Das Wetter spielte die Hauptrolle

Lesedauer: 

Das Vokalensemble "Auftakt" gastierte mit dem Programm "Heiter bis wolkig" im Haus der offenen Tür.

© Stieglmeier

Walldürn. Rund 300 Besucher verfolgten den Auftritt des Vokalensembles "Auftakt" unter der Leitung von Ute Ellenberger im Haus der offenen Tür. Der Abend stand unter dem Motto "Heiter bis wolkig", er wurde von Edi Farrenkopf am Piano und auf dem Akkordeon sowie von Bernhard Trabold auf der Gitarre instrumental gefühlvoll begleitet. Die Vokalensemblemitglieder Susanne Lindlau-Hecht und Johanna Vering trugen Textrezitationen vor.

Auftakt passend zum Wetter

AdUnit urban-intext1

Das Vokalensemble, bestehend aus den Mitgliedern Uta Berberich, Alexandra Fadler, Claudia Kögel, Susanne Lindlau-Hecht, Johanna Vering (alle Alt), Claudia Beyer-Kuhnt, Miriam Farrenkopf, Melanie Reinhard, Traudel Stolz, Bianca Breunig, Felicitas Zemelka (alle Sopran), Bernhard Schirmer, Bernhard Trabold (beide Tenor) Rainer Ehler, Bernhard Heinzmann, Jörn Pieper und Manfred Troll (alle Bass) starteten passend zum regnerischen und stürmischen Vorfrühlingswetter an diesem letzten März-Sonntag mit "Raindrops keep falling on my head".

Johanna Vering führte bei der Begrüßung ein Zitat von Mark Twain "Jeder schimpft auf das Wetter, aber keiner tut etwas dagegen" an, und das Vokalensemble unter der Leitung von Ute Ellenberger wolle mit diesem Konzert diesem Zitat begegnen und das Thema "Wetter" einmal auf musikalische Weise untersuchen, wobei dabei sowohl musikalisch und auch sprachlich Wetter- und Gefühlslagen angesprochen sein sollen.

Nach einem Beitrag von Susanne Lindlau-Hecht, "Das "Sauwetterlied" von Reinhard Mey, präsentierte das Ensemble "Du mein einzig Licht" von Heinrich Albert und "Blue Moon" von Richard Rogers, ehe Traudel Stolz und Felicitas Zemelka als Solistinnen "Nur ein Zimmerchen irgendwo" aus dem Musical "My fair Lady" zu Gehör brachten, dem das Vokalensemble den Reinhard Mey-Erfolgshit "Der Mörder ist immer der Gärtner" folgen ließ.

Ensemble- und Soloauftritte

AdUnit urban-intext2

Der "Blusenkauf" von Otto Reutter stand im Mittelpunkt des gemeinsamen Auftrittes der Rezitatorinnen Susanne Lindlau-Hecht und Johanna Vering, dem als nächste Beiträge die Lieder "Questa dolce sirena" von Giovanni Gastoldi, "Sous le ciel de Paris" von Hubert Giraud (Gesangsolistin Uta Berberich, Alt), "Moonlight Serenade" von Glenn Miller (nur Alt- und Sopranstimmen) sowie "Abendrot" von Franz Schubert (Bernhard Heinzmann als Gesangssolist) folgten.

Nach der von Johanna Vering vorgetragenen Textrezitation "Der Regenwurm" vom Heinz Erhard brillierte im letzten Programmbeitrag vor der Pause das Ensemble mit "Big Spender" von Cy Coleman.

AdUnit urban-intext3

In der Pause wurden die Besucher von der Klasse 5a der Konrad-von-Dürn-Realschule bewirtet.

AdUnit urban-intext4

Nach der Pause traten Bianca Breunig und Rainer Ehler als Gesangsduo mit "Summer Nights" aus dem amerikanischen Kultmusical "Grease" auf. Das von Susanne Lindlau-Hecht rezitierte Heinz Erhardt-Gedicht "Der Wurm" leitete über zum Vortrag "An hellen Tagen" von Gionanni Gastoldi. Nach dem von Johanna Vering vorgetragenen Text "Der Wetterhahn" von Wilhelm Busch überzeugte im Anschluss zunächst Bianca Breunig als Solistin, instrumental sehr dezent von Edi Farrenkopf am Klavier begleitet, mit "Gold von den Sternen" von Sylvester Levay, wobei man feststellen konnte, dass dieser Beitrag mit einer der gesanglichen Höhepunkte dargestellt haben dürfte, was nicht zuletzt auch der langanhaltende Applaus des Publikums nachhaltig unter Beweis stellte.

Beim anschließenden Beitrag "Abendruhe" von Wolfgang Amadeus Mozart stellten die 16 Ensemblemitglieder in ihrer Gesamtheit als A-cappella-Chor einmal mehr in beeindruckender und überzeugender Weise ihr ganzes gesangliches Leistungspotenzial eindrucksvoll unter Beweis. Der von Susanne Lindlau-Hecht und Johanna Vering gemeinsam dargebotene Text "Sozusagen grundlos vergnügt" von Mascha Kaléko leitete in gelungener Weise über zu "The Rhythm of life", wobei die Ensemblemitglieder diesen "Lebensrhythmus" durch ständiges In-Bewegung-sein auf der Bühne in sehr anschaulicher Form transparent machten, ehe Susanne Lindlau-Hecht mit "Besagter Lenz ist da" von Erich Kästner den nächsten Textbeitrag folgen ließ.

Potenzial gezeigt

Nach dem von Bernhard Heinzmann als Solist dargebotenen Beitrag "Winter- und Frühlingslied" von Franz Schubert und dem vom Vokalensemble in sehr besinnlicher Weise aufgeführten Lied "In stiller Nacht" von Johannes Brahms schloss sich als nächster solistischer Höhepunkt das von Rainer Ehler zu Gehör gebrachte und dabei von Bernhard Trabold instrumental auf der Gitarre begleitete "Annies Song" von John Denver an.

Großartiges Erlebnis

Noch einmal sorgten die Rezitatorinnen Susanne Lind-lau-Hecht und Johanna Vering mit "Das Gewitter" von Josef Guggenmos bei ihrem letzten gemeinsamen Auftritt für einen Höhepunkt dieses Konzertes, ehe das vom Vokalensemble "Auftakt dargebotene und aus dem Musical "Hair" stammende "Let the sunshine in" den letzten Programmbeitrag darstellte.

Nach einer Zugabe bekamen Chorleiterin Ute Ellenberger, Pianist Edi Farrenkopf und die beiden Rezitatorinnen ein von Ensemblemitgliedern überreichtes Blumenpräsent. Das Konzert war für alle Zuhörer ein großartiges vokales und rezitatives Erlebnis. ds