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In Schneeberg - Höhepunkt des Jubiläumsjahres „550 Jahre Wallfahrt zur Muttergottes“

Bischof Dr. Jung kommt zum Jubiläum nach Schneeberg

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tha
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Schneeberg. Der Höhepunkt des Jubiläumsjahres „550 Jahre Wallfahrt zur Muttergottes auf dem Holderstock“ und „500 Jahre Gnadenkapelle“ steht kurz bevor. Die Pfarrei Schneeberg mit der Filialgemeinde Hambrunn feiert am Mittwoch, 8. September, das große Patronats- und Wallfahrtsfest „Mariä Geburt“.

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Leider ist auch in diesem Jahr das Patronats- und Wallfahrtsfest Mariä Geburt wieder von den Einschränkungen der Coronapandemie betroffen. Dennoch waren sich die Verantwortlichen der Pfarrei einig, dass besonders in diesem Jahr an 500 Jahre Gnadenkapelle und 550 Jahre Wallfahrt erinnert werden muss. Der Würzburger Bischof Dr. Franz Jung ist der Einladung der Schneeberger gefolgt, um dieses Jubiläum im Rahmen eines Pontifikalgottesdienstes zu feiern. Nach derzeitigem Stand ist geplant, dass die Messfeiern und Andachten wie gewohnt stattfinden. Zudem wird im Pfarrhof hinter der Kirche eine Lautsprecheranlage aufgebaut. Dort besteht auch eine Sitzmöglichkeit für alle, die geschlossene Räume meiden wollen. (Sitzkissen selbst mitbringen). Außerdem können an diesem Tag auch die Sitzplätze in der alten Kirche genutzt werden. Die heilige Kommunion wird dort jeweils an den Platz gebracht.

Das Gnadenbild der „Muttergottes auf dem Holderstock“. © Thomas Haas

Da es in der Gnadenkapelle so eng zugeht, dass der nötige Abstand untereinander nur schwer einzuhalten ist, wird das Gnadenbild an diesem Tag zur Verehrung in der neuen Kirche aufgestellt. Auf die Prozessionen am Morgen und am Abend muss verzichtet, da sie nach wie vor nicht durchführbar sind. Die Abendmesse um 19.30 Uhr findet wieder am Dorfwiesenhaus statt. Es schließt sich die Lichterfeier um 20.30 Uhr an. Bei Regen werden die Abendmesse und die Lichterfeier in der Kirche gefeiert.

Ursprung im 14. Jahrhundert

Die Schneeberger Wallfahrt entstand vermutlich im 14. Jahrhundert. Durch den Volksmund erhielt die Legende der „Muttergottes auf dem Holderstock“ verschiedene Varianten. Die Entstehung des Gnadenbildes wird auf die Zeit von 1430 bis 1450 geschätzt. 1445 wurde eine Kirche zu Ehren der „seligen Jungfrau Maria“ geweiht.

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Bald zog die Holzplastik der thronenden Madonna viel Wallfahrer an. Dokumentiert ist, dass der Amorbacher Benediktinerabt Johann I. (1466 bis 1484) den Geltungsanspruch der Wallfahrt zu prüfen hatte.

Der Würzburger Bischof Rudolf von Scherenberg (1466 bis 1495) gewährte daraufhin „allen, die zur Kapelle der Jungfrau Maria in Schneeberg wallfahren und den Priestern die daselbst eine Messe lesen, einen 40-tägigen Ablass“. Der erste Wallfahrer, der mainzische Hauptmann Junker Peter, ist aus dem Jahr 1470 namentlich bekannt.

1521 erhielt Schneeberg eine eigene Kapelle für das Gnadenbild. 1862 wurde es mit einem Glasschrein umgeben und 1931 wurde es restauriert, wobei auf die Originalfassung zurückgegriffen wurde. Der Andrang in den vergangenen Jahrhunderten war groß: So wurden im 19. Jahrhundert an großen Wallfahrtstagen 1000 Kommunionen ausgeteilt, bis zu zwölf Hilfspriester waren im Einsatz.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Wallfahrt fast eingeschlafen, ehe sie unter Pfarrer Brenneis aufs Neue erblühte. Seinem Engagement ist es zu verdanken, dass die Wallfahrt neu belebt wurde und bis heute ein fester Bestandteil im Schneeberger Kirchenjahr ist. Zu den Gottesdiensten kommen zahlreiche Pilger aus den umliegenden Gemeinden und besonders auch aus dem nahen Badischen Odenwald und Bauland. Auch heutzutage ist „Maria Geburt“ ein festlicher Wallfahrtstag, an dem die Arbeit ruht und die meistern Betriebe geschlossen haben.

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Die Gottesdienstordnung am 8. September: 8 Uhr Frühmesse. 9 Uhr Beichtgelegenheit im Pfarrheim. 10 Uhr Pontifikalgottesdienst mit Bischof Dr. Franz Jung in den Anliegen der Wallfahrer, die Projektschola singt die Missa „Maria in Sambuco“, Orgel: Markus Heinrich, Querflöte: Birgit Wagner, die Eucharistische Prozession entfällt, ab 14 Uhr Verkauf von Kerzen für die Lichterfeier (bis 17 Uhr an der Kirche; dann am Dorfwiesenhaus); 14.30 Uhr Festandacht; 19.30 Uhr Abendmesse für die Pfarrgemeinde, musikalische Gestaltung Musikverein und Schola, am Dorfwiesenhaus! (bei Regen in der Kirche); 20.30 Uhr Lichterfeier am Dorfwiesenhaus! (bei Regen in der Kirche). tha

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