AdUnit Billboard
„Villa Schulz“ in Amorbach - Unauflösbarer Gegensatz von Mensch und Natur

Ausstellung „humannature” mit Werken von Joachim Weissenberger in Amorbach eröffnet

Von 
L.M.
Lesedauer: 
Galeristin Cornelia König-Becker und Künstler Joachim Weissenberger bei der Vernissage zur Ausstellung „humannature“. © Liane Merkle

Amorbach. Eine Premiere im „Doppelten Sinn“ wurde am Samstag in der „Villa Schulz“ in Amorbach gefeiert: Zum einen die erste Veranstaltung, die nicht von der Joachim-und-Susanne-Schulz-Stiftung initiiert, sondern entsprechend der Umbau- und Sanierungsplanung der Verantwortlichen zur Präsentation von Kunst und Kultur durch einen Künstler der Region angefragt war. Zum Zweiten die Vernissage selbst, denn mit der Frage „Kann Kunst das Klima retten?“ und unter dem Titel „humannature“ nutzte der Obernburger Künstler Joachim Weissenberger das Angebot der Schulz-Stiftung, in den Räumen der Villa mit seiner Kunst zum bewussten und nachhaltigen Umgang mit der Natur aufzufordern.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Weissenberger und die Verantwortlichen der Schulz-Stiftung sind der Meinung, dass man durch Kunst der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten und so auf unangenehme Wahrheiten aufmerksam machen kann. „Aber Kunst kritisiert nicht nur, sie inspiriert auch.“ Und bei dem vielseitigen Künstler Joachim Weissenberger, der im Begriff ist, sein Hobby zum Beruf zu machen, inspirieren die Bilder auf vielfältige Weise – egal, ob großflächige Porträts, filigrane Kohlezeichnungen oder Öl-Kreide-Bilder der Natur und Landschaften.

Anmeldung Newsletter "Mittagsnews"

Komplizierte Widersprüchlichkeit

Wie seine Galeristin Cornelia König-Becker (Miltenberg) nach der Begrüßung von Dr. Lars Bühring, Vorstandsvorsitzender der Schulz-Stiftung, erläuterte, thematisiere Weissenberger in seinen surrealen und expressionistischen Arbeiten die menschliche Natur, aber auch den oft unauflösbaren Gegensatz von Mensch und Natur. Weissenberger finde Bilder für die komplizierte Widersprüchlichkeit. „Das ist es, was die Kunst kann: Bilder finden und Verstand und Emotion gleichermaßen ansprechen“, so König-Becker. Der Gegensatz zwischen „Human Nature“ und „Natur“ sei in der Kunstgeschichte beschrieben als Geschichte der Vertreibung aus dem Paradies bis zur Ausbeutung der Natur heute.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

„So kann Kunst auch in Sachen Klimaschutz zum Wandel beitragen, weil sie andere Perspektiven eröffnet und damit inspirieren kann, Veränderungen im eigenen Umfeld anzustreben“, sagte König-Becker. Kunst könne zwar nicht das Klima retten. Aber Kunst könne Betroffenheit erzeugen, wo Argumente verhallen. Kunst könne konkret machen, was Wissenschaft darlegt. Achtsamkeit setze bewusste Wahrnehmung voraus. „Nur was wir wahrnehmen, schätzen wir. Nur was wir lieben, schützen wir“, König-Becker abschließend. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage durch das Buchener Duo „Bass und Ben“ (Sebastian und Benjamin Scheuermann) mit Klavier, Contra-Bass und Saxofon. L.M.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1