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IGSL

Auflösung der Regionalgruppe beschlossen

Helfer fehlen, um Menschen auf letztem Weg zu begleiten

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Walldürn. „In Geborgenheit sterben und leben“ ist das Leitmotiv der Internationalen Gesellschaft für Sterbebegleitung und Lebensbeistand (IGSL). Seit fast 20 Jahren begleiten ehrenamtliche Helfer der Regionalgruppe Walldürn Schwerkranke auf ihrem letzten Weg.

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Persönlicher Einsatz

Durch ihren persönlichen Einsatz haben die Helfer der ambulanten Hospizgruppe es Menschen ermöglicht, zu Hause in ihrem gewohnten Umfeld zu sterben.

Die Angehörigen haben sie mit Gesprächen und Rat unterstützt. Bei einer Mitgliederversammlung im Gemeindezentrum der evangelischen Kirche, haben die Mitglieder den Beschluss gefasst, die Regionalgruppe aufzulösen.

Im Namen des Vorstands begrüßte Schriftführerin Sabine Swoboda die Mitglieder. Zu Beginn ihrer Ausführungen erinnerte sie nochmals an die Gründung der IGSL-Regionalgruppe in Walldürn. Besonders erwähnte sie die bereits verstorbenen Gründungsmitglieder Christine und Peter Wieland, die sich in hohem Maße in der Gruppe engagiert hätten. Christine Wieland lenkte die Geschicke viele Jahre als Vorsitzende, Peter Wieland war in den ersten Jahren als Kassenwart aktiv und stand später der Gruppe mit Rat und Tat zur Seite.

Ebenfalls erinnerte Swoboda an die verstorbenen Vorstandsmitglieder Jutta Beiswinger und Gisela Horn. Beiswinger war bis 2017 für die Kasse verantwortlich. Horn war die federführende Kraft bei der Ausbildung der Sterbebegleiter. Ein Dank ging an Erika und Josef Schenk, Christine Ehret und Friedhelm Bundschuh, die ebenfalls zu den Gründungsmitgliedern der Regionalgruppe gehören und heute noch aktiv sind.

Stellvertretend für die Koordinatorin Erika Schenk berichtet Christine Ehret über die Aktivitäten der Hospizgruppe und die Einsätze der Sterbebegleiter. Hier habe sich in den letzten Jahren das Tätigkeitsfeld der Regionalgruppe verändert. Zum einem gebe es breitere Angebote im Bereich der Hospizarbeit, zum anderen es nur noch wenige Mitglieder in der Regionalgruppe, die eine Sterbebegleitung anbieten könnten. Eine wichtige Leistung der Regionalgruppe seien die Vorsorgemappen und die damit verbundenen Betreuungsgespräche. Neben Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung könnten Menschen auch wichtige Hinweise geben, wie sie sich ihre letzte Lebensphase vorstellen. Auch diese wichtige Arbeit am Menschen habe sich durch Corona grundlegend geändert. Oftmals seien Betreuungsgespräche nicht möglich gewesen, so dass es beim Verkauf der Vorsorgemappe blieb.

Einblick in die Finanzen

Zum Abschluss der Tätigkeitsberichte des Vorstandes gab Schatzmeisterin Andrea Schulz einen Einblick in die Finanzen. Ihr wurde eine einwandfreie Kassenführung bestätigt. Auf Rückfrage erklärte sie, dass das Vermögen der Gruppe nach der Auflösung an die IGSL übertragen werde. Damit sei sichergestellt, dass das Geld im Sinne der Mitglieder und für den satzungsmäßigen Zweck weiterverwendet werde.

Auf Antrag von Ralf Beyersdorfer wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Die Mitglieder werden zu einer Versammlung am 5. Dezember aufgerufen. Hier werde es nur noch um die Auflösung der Regionalgruppe zum 31. Dezember gehen. Die Mitgliedschaft bei der IGSL bleibe bestehen.

Für alle Mitglieder, die sich aktiv vor Ort engagierten möchten, gebe es Angebote zur Mitarbeit seitens der ambulanten Hospizgruppe des Odenwaldhospizes.

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