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„Young Musicians“ - Nach fast zwei Jahren Pandemie hielten Mitglieder in Walldürn einen Rückblick / Ehrungen

„Abenteuerliche“ Auftritte und Proben der Stimmen in „Heimarbeit“

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Walldürn. Nach fast zwei Jahren Pandemie hielten die „Young Musicians“ einen Rückblick.

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Während man sich zu Beginn des Jahres 2020 noch auf ein „normales“ Jahr vorbereitete und freute, traf man sich am 13. März 2020 zur letzten regulären Probe und verabschiedete sich mit einem mulmigen und unguten Gefühl ins Ungewisse.

Im ersten Lockdown war ja jegliche Gesangstätigkeit untersagt. Lediglich ab Mai 2020 konnten immer nur einige wenige dem Hobby „Singen“ nachgehen, in dem sie in den verschiedenen Gottesdiensten in einer Schola stellvertretend für die Gemeinde die Lieder sangen.

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Die Auftritte konnte man durchaus als „abenteuerlich“ bezeichnen, da keine Präsenzproben möglich waren und manche Stimmen in „Heimarbeit“ mit zugesendeten MP3s gelernt werden mussten. Auch die Instrumentalisten kamen hierbei öfter zum Einsatz.

Im Sommer 2020 durfte man dann endlich wieder – auf Abstand – Chorproben durchführen. Mit der St. Marien-Kirche konnte hierzu ein Raum gefunden werden, bei dem genügend Platz vorhanden war, um die Vorschriften einzuhalten. Als besonders schwierig stellte sich hierbei heraus, dass sich – aufgrund des vorgeschriebenen Abstandes – die Sängerinnen und Sänger gegenseitig nicht hören konnten. Mittels Kopfhörern konnte einigermaßen Abhilfe geschaffen werden.

Während so die ersten Hoffnungen aufkeimten, wieder etwas Normalität einkehren zu lassen, machten gestiegene Inzidenzzahlen das alles wieder zunichte. Mit dem Beginn des Spätjahres 2020 und der Vorgabe der Erzdiözese, dass nur noch acht Personen in einem Gottesdienst Musik machen durften, musste wieder schnell improvisiert werden, in dem beispielsweise vor allem diejenigen Mitglieder eingesetzt wurden, die auch gleichzeitig ein Instrument spielen konnten.

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In diesem Modus wurde quasi „überwintert“ und auch noch über Ostern 2021 musiziert. So wurden Gottesdienste der Gruppe YOU(th) am Valentinstag in St. Marien, am Muttertag auf dem Wallfahrtsplatz aber auch die Radiogottesdienst mit Radio Horeb im Advent 2020 gestaltet. Die liebgewonnenen und schon traditionellen Gottesdienste wie zum Beispiel an der Osternacht in der Seelsorgeeinheit Madonnenland, die Erstkommunion in Rippberg oder Dittigheim/Distelhausen, oder auch die Erstkommunion- und Motorradwallfahrt fielen der Pandemie zum Opfer.

Eine besondere Herausforderung brachte die Erstkommunionvorbereitung in der Seelsorgeeinheit Walldürn mit sich. Die gesamte Vorbereitung wurde in Weggottesdiensten in St. Marien (Walldürn) und St. Sebastian (Rippberg) durchgeführt, von denen fast alle musikalisch gestaltet wurden (wenn auch in kleinerer Besetzung). Die musikalische Umrahmung der Erstkommunionfeiern in der Basilika für die Walldürner Kinder und in St. Marien für die Kinder der Grundschule Rippberg schlossen diesen Zyklus ab.

Glücklicherweise durfte man ab Juni 2021 wieder proben. Dank der tatkräftigen und fachkundigen Unterstützung des Fahrdienstes Ullmer konnten sichere Hygienekonzepte erstellt werden, um eine größtmögliche Sicherheit herzustellen.

Auch außerhalb der Erstkommunion fanden Gottesdienste statt. Neben dem Jubiläumsgottesdienst der Kolpingsfamilie und dem Gottesdienst zum Hungermarsch standen beispielsweise mit der Cäcilienfeier in St. Marien und dem Patrozinium im Glashofen noch einige größere Ereignisse ins Haus. Die traditionellen Auftritte in Schneeberg (Kolpinggedenktag), Glashofen (Patrozinium) und Buchen (Trauergruppe Lichtblick) rundeten das Jahr ab.

Auch die Gestaltung der Wortgottesdienstes im Geratriezentrum St. Josef (vornehmlich für die Heimbewohner) und der Jahresabschlussgottesdienstes in Glashofen waren neu und ungewohnt, aber auf jeden Fall bereichernd.

Eine Herausforderung sind und bleiben die Auftritte, bei denen man sich zwar, dank der Technik, gut hört, aber aufgrund der baulichen Situation in manchen Kirchen, nicht sieht. Aber auch das konnte mit Kreativität und etwas handwerklichem Geschick gemeistert werden.

Arbeitsreiches Jahr

Alles in allem war es ein sehr arbeitsreiches Jahr. Insgesamt wurden 30 Gottesdienste in und über die Seelsorgeeinheit hinaus im Jahr 2021 gestaltet.

Da pandemiebedingt im Vorjahr keine Feierlichkeiten möglich waren, wurden im Rahmen der Cäcilienfeier am Christkönigssonntag in St. Marien Melanie Klein, Sabrina Miko und Daniela Süssenbach für 15-jährige Zugehörigkeit geehrt und Elisabeth Weber offiziell in die Gruppe aufgenommen.

Unterkunft als Sorgenkind

Ein Sorgenkind ist noch die Unterkunft in der Zukunft. Da die bisherigen Räumlichkeiten an und im ehemaligen Pfarrhaus in Glashofen bald nicht mehr zu Verfügung stehen, hofft man auf eine Lösung in beziehungsweise an der St. Marien-Kirche in Walldürn. Auch stimmt es hoffnungsvoll, dass, entgegen der allgemeinen Tendenz, die Mitgliederzahl über die Pandemie zugenommen hat.

Insgesamt kann man aber zufrieden mit der bisherigen Pandemiezeit sein. Wenn auch anders und auch manchmal sehr kompliziert und mühsam, konnte man getreu dem Motto: „Die Sache Jesu braucht Begeisterte“ hoffentlich viele Gottesdienstbesucher musikalisch für die Sache Jesu begeistern.

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