Jubiläum - Seit 25 Jahren gibt es die Zahnarztpraxis Dr. Funkenhauser in der oberen Fußgängerzone

Zufriedene Patienten als schönstes Kompliment

Von 
Sabine Holroyd
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Im November 2019 nach dem Examen der Zwillinge: Dr. Zita Funkenhauser (Mitte), Leandra (links) und Greta Behr sowie auf dem Behandlungsstuhl Vater und Opa Laszlo Funkenhauser. © Praxis Dr. Funkenhauser

Tauberbischofsheim. Seit 25 Jahren gibt es die Praxis Dr. Zita Funkenhauser in Tauberbischofsheim. Anlass für ein Interview mit der Zahnärztin und einstigen Weltklasse-Fechterin.

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Frau Funkenhauser, erinnern Sie sich noch an das Gefühl, als 1996 Ihr eigenes Praxisschild an die Hauswand geschraubt wurde?

Dr. Zita Funkenhauser: Oh ja – ich war voller Vorfreude, Aufregung, aber auch Anspannung. Schließlich birgt eine Neugründung im Vergleich zu einer Praxisübernahme mehr Risiken, doch auch mehr Freiheiten in sich. Im Rückblick wundere ich mich über meinen Mut und die Unbekümmertheit, mit der ich mich neben Leistungssport und Schwangerschaft 1995 zur Praxisgründung entschlossen habe.

Wie war es, den allerersten Patienten zu behandeln?

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Funkenhauser: Den allerersten Patienten und natürlich auch die darauffolgenden habe ich freudestrahlend empfangen. Dankbar war ich, dass sie mir, einer jungen und dazu hochschwangeren Zahnärztin, ihr Vertrauen entgegenbrachten. Sie konnten ja nicht abschätzen, wann ich nach der Geburt der Zwillinge wieder fit sein werde. Aber vermutlich habe ich so viel Energie und Überzeugung ausgestrahlt, dass ich das alles unter einen Hut bekommen werde.

Mit wie vielen Mitarbeitern fingen Sie an?

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Funkenhauser: Wir waren damals ein kleines Team, ich hatte nur zwei Angestellte. Heute sind es zwölf. Stolz bin ich natürlich auch auf die 16 jungen Leute, die im Laufe der Jahre ihre Ausbildung erfolgreich bei mir absolviert haben.

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Wie hat sich die Technik in der Praxis im Laufe der Jahre verändert?

Funkenhauser: Die Zahnmedizin und somit auch die Praxis haben sich in den letzten 25 Jahren sehr weiterentwickelt. Dazu zählen die Digitalisierung von Papierakten, der wachsende Dokumentationsaufwand, aber auch die hohen Hygienestandards der Zahnarztpraxen. Durch letztere waren wir bereits zu Beginn der Pandemie bestens auf die notwendigen Hygienemaßnahmen vorbereitet.

Auch für die Patienten hat sich vieles verändert. Durch moderne Prophylaxemaßnahmen und neue, noch präzisere Techniken ist der Zahnarztbesuch für viele angenehmer geworden.

Was waren Ihre bisherigen Highlights als Zahnärztin?

Funkenhauser: Die vielen kleinen Höhepunkte des Alltags – zum Beispiel schwierige, aber dann gut gelungene Behandlungen – wiegen vermutlich in der Summe genauso wie die aufregenden Momente bei den Einsätzen als Zahnarztteam-Mitglied und leitende Zahnärztin bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 und London 2012.

Wie ist es, den eigenen Mann als Patient zu haben?

Funkenhauser: Mit dem eigenen Mann ist man vermutlich immer etwas strenger als mit den anderen Patienten (lacht). Zum Glück kam ich bis jetzt noch nicht in die Situation, ihm wehtun zu müssen.

Was war Ihr bisher schönstes Lob?

Funkenhauser: Als Kompliment empfindet man jeden Patienten, dem man helfen kann.

Nicht nur Ihre Praxis ist 25 Jahre alt, sondern auch Ihre Zwillinge Greta und Leandra feiern im Sommer ihren 25. Geburtstag. Beide haben sich ebenfalls der Zahnmedizin verschrieben. Die Nachfolge ist also gesichert, oder?

Funkenhauser: Sie sind mit der Praxis groß geworden und erlebten meine Leidenschaft für die Zahnmedizin hautnah mit. Nun teilen sie diese Faszination mit mir, was mich unglaublich stolz macht. Sie sind zum Teil bereits mit in die Praxis eingestiegen. Leandra ist neben Arbeit und Promotion noch fleißig am Fechten. Greta hat vor kurzem ihren Doktortitel erhalten und ist in Hamburg als Kinderzahnärztin tätig.

Wir sind ein gutes Team. Natürlich wäre es ein Traum, die Früchte meiner Arbeit einmal an meine Töchter weitergeben zu dürfen. Das entscheiden die zwei jedoch ganz alleine.

Redaktion Im Einsatz für die Lokalausgabe Tauberbischofsheim