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Leserbrief - Zu „Eine belebte Fußgängerzone als Ziel“ (FN, 25. Januar)

„Wir brauchen kein Klein-Klein und kein Stückwerk“

Von 
Leserbrief-Schreiber: Frank Schwartz
Lesedauer: 

Das Engagement von Dr. Münch ist anzuerkennen. Aus meiner Sicht ist der ihr erteilte Auftrag der Bürgermeisterin allerdings zu kurz gegriffen, um die Stadt insgesamt voranzubringen.

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Die Versäumnisse der letzten Jahre in Sachen Stadtentwicklung können mit Marketing für die Geschäftswelt nicht behoben werden. Altbürgermeister Vockel hat die Sache mit dem Laurentiusberg sicher gut gemanagt.

Doch die Altstadt ist – außer dem neuen Pflaster – nicht vorangekommen. Die Hauptstraße bietet ein trostloses Bild mit den vielen nicht restaurierten, scheinbar unbewohnten historischen Gebäuden. Beispiel: Das Nieblerhaus von 1628, ein eigentliches Prachtstück, verkümmert. Eine Hauptstraße mit schön renovierten Häusern mit Blumenschmuck würde attraktiv sein. Die historischen Schmuckstücke verkümmern.

Hier müsste Stadtentwicklung ansetzen, neben Einkaufsvielfalt. Ich empfehle den Stadtoberen einen Ausflug ins Elsass, um dort zu sehen, wie historische Städtchen touristisch und wohnlich attraktiv gestaltet werden. Wir brauchen für die Stadtentwicklung eine Vision für die nächsten 15 Jahre, kein Klein-Klein und Stückwerk.

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Die planerische Grundlage muss ein zukunftsweisendes Konzept sein. Ich empfehle, die Bürger in die Konzeption einzubeziehen; warum nicht einen Bürgerrat dafür ins Leben rufen.

Bürgermeisterin Anette Schmidt hat im Wahlkampf versprochen, die Bürger mitzunehmen: hier ist die Aufgabe dafür. Als Stadtführer höre ich oft von Besuchergruppen: „Bei uns ist es auch so wie hier.“ Aber es gibt Vorzeigestädte im Land, an denen wir uns orientieren können. Aber ohne Vision verharren wir im Klein-Klein-Klein. Der historische und kulturelle Reichtum der Stadt verblasst sonst. Der Ex-Olympiastützpunkt ist kein Aushängeschild mehr.

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